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0204 China : vol.5
中国 : vol.5
China : vol.5 / 204 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

II. Einander gleichwerthig dürften die untercarbonischen Kohlen von Shantung
und die Dyas-Anthracite von Hunan sein, welchen letzteren weniger
wichtige Steinkohlen von triadischem Alter folgen.
III. Geringe technische Wichtigkeit besitzen die Steinkohlen des Obercarbon,
des Jura und der Unterkreide,
IV. Noch geringere die jungtertiären Lignite von Süd-Yünnan.
Im Grossen und Ganzen entspricht also die Altersstellung der wichtigen
chinesischen Kohlenfelder vielmehr den Vorkommen Ostindiens und der Süd-
hemisphäre (Südafrika und Australien), als der geologischen Entwickelung Europas
und Nordamerikas.
An technischer Bedeutung kommen jedoch die dyadischen Anthracite und
Steinkohlen Chinas den nur wenig älteren Lagerstätten Nordamerikas und Europas
zum Mindesten gleich. (Vergl. den Schluss des Bandes.)

**Ueber Entstehung der Rothliegend-Kohlen in Shansi und das Klima
der Steinkohlenbildung.**

Die Rothliegend-Kohlen von Shansi, die ausgedehntesten und mächtigsten
Flöze der Erde, sind gleichzeitig mit der Vereisung der jungpalaeozoischen Zeit
gebildet worden. Diese Feststellung ist wichtig für die theoretische Frage des
Klimas der Steinkohlenbildung ¹), das immer wieder als ein »tropisches« gedeutet
wird. Sobald es sich um frostfreies Klima handelt, habe ich diese Anschauung
von jeher getheilt. Der Erweiterung der in einem sumatranischen Moor gemachten
botanischen Beobachtungen auf die Carbonzeit stehen aber unüberwindliche geo-
logische Schwierigkeiten entgegen. Thatsächlich sind bisher zwischen den
Wendekreisen keine Kohlenflöze aus der carbonischen Zeit nach-
gewiesen worden, und die Beobachtung eines mehrere Kilometer breiten Sumpf-
moors in Sumatra zeigt nur die Möglichkeit, dass sich kleinere Vorkommen
— ähnlich den tertiären Braunkohlenflözen (Sumatra, Südchina) — auch in den
Tropen der Gegenwart noch heute bilden. Es besteht aber keinerlei Zusammen-
hang zwischen dem einige Kilometer breiten Moor am Ufer eines Flusses in
Sumatra und den zahlreichen, z. Th. bis 10 m und darüber mächtigen Steinkohlen-
flözen, welche zur Carbonzeit in Europa, Nordamerika und China Tausende von
Quadratkilometern bedeckt haben. Unter den Tropen ist, wie Potonié mit Recht
hervorhebt, die Pflanzenfaser nur bei vollkommenem Luftabschluss, d. h. unter
Wasserbedeckung, erhaltungsfähig. Vor allem bleibt auch durch den Nachweis
eines Sumpfmoores unter den Tropen die Frage ungelöst, wie die in 30—40facher
Wiederholung übereinander liegenden Flöze der Carbonzeit sich im Tropenklima
bilden konnten. Die Entstehung dieser zahlreichen Flöze der Steinkohlenzeit,
welche nicht nur einzeln vorkommen, sondern in der paralischen Entwickelung