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0229 China : vol.5
中国 : vol.5
China : vol.5 / 229 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

*Myophorien* von den concentrisch gestreiften ist mindestens so gross wie die
gewisser *Ammoneen-*Gattungen* und an geologischer Bedeutung stehen die
*Myophorien* den *Cephalopoden* nicht nach. Für mitteltriadisches Alter von Tsung-
tjen spricht endlich noch die nahe Verwandtschaft von *Spiriferina subfragilis*
Lóczy mit *Sp. Loczyi* Renz aus dem ungarischen Muschelkalk ¹).

Als eine weitere Localität für das Auftreten triadischer Schichten in Yünnan
nennt Lóczy den Oberlauf des Kin-sha-kiang etwa in der Gegend von Li-kiang-fu,
oberhalb Mbo-pje-won (27° 30′ nördl. Breite und 100° 30′ östl. Länge). Hier
liegen über carbonischen Kalken milde gelbe Sandsteine, die Lóczy wohl wegen
der Aehnlichkeit mit Tshung-tjen als triadisch anspricht. Fossilien wurden nicht
gefunden und das triadische Alter ist somit zweifelhaft.

**Trias in der Provinz Sz'-tshwan.**

Im Norden der Provinz Sz'-tshwan kommen nach Lóczy bei Kwang-yuén
(32° 30′ nördl. Breite und 106° 30′ östl. Länge) Spuren der marinen Trias vor.
Es treten hier, wie bereits von Richthofen nachgewiesen, gelbe, fleckige, dünn-
geschichtete Kalksteine im Liegenden der jurassischen Kohlenflöze auf. Diese
Kalksteine enthalten unzählige marine Ueberreste, und Lóczy schreibt, dass diese
Schichten auf ihn den Eindruck gemacht hätten, als wenn er zwischen den be-
kannten Werfener Schiefern der Alpen oder Karpathen ginge (l. c. vol. III p. 212).

**Die Trias in Tongking.**

Beim Bau der Eisenbahn Phu-lang-thuong nach Langson (etwa 21° nördl. Breite
und 106° 30′ östl. Länge) wurden schwarze Schiefer angeschnitten, welche Bänder
eines schwarzen Kalkes eingelagert enthalten.

Diener ²) meint, dass die betreffende Art entweder zu dem Genus *Norites*
Mojs. oder *Pronorites* Mojs. gehöre; da aber die Suturlinie des Tongkinesischen
Ammoniten viel weniger entwickelt sei, als bei den echten Noriten, so sei es
wahrscheinlich, dass da *Norites* im Muschelkalk auftrete, die Schichten, in welchen
der Tongkinesische Ceratit gefunden wurde, in die untere Trias gehörten, voraus-
gesetzt, dass die Identification mit *Norites* richtig sei. Man musste daher die
Existenz von unterer Trias in diesem Theile Asiens bisher mit einem gewissen
Zweifel betrachten. Neuerdings sind jedoch durch die französischen Aufnahms-
geologen auch in Indochina zweifellose Untertriasarten nachgewiesen worden. Viel
sicherer ist Diener dagegen in Bezug auf eine zweite Art, die vom Oberläufe
des schwarzen Flusses stammt und *Juvavites tongkingensis* genannt wird; auf
Grund dieser Art wird geschlossen, dass die Schichten, aus welchen dieser Ammonit
stammt, zur oberen Trias gehören und nicht älter als mitteljuvavisch sein könnten.