National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Die Schichten mit Juvavites tongkingensis dürften wahrscheinlich mit den
Daon. indica führenden Schichten von La-Ni-Pe (Tongking) und den Daonellenkalken
aus dem Karenn-Lande (s. u.) gleichaltrig sein.
Die neueren Beobachtungen, die Mansuy¹) in Tongking über die Trias
machen konnte, weisen mit voller Deutlichkeit auf das Ueberwiegen pelagischer
Absatzbedingungen im Süden — im Gegensatz zu der Litoral- oder Flachseefacies
in den Provinzen Yünnan und Kwéi-tshóu — hin.
Die untertriadischen Ammoneen von Tongking sind allerdings meist
nur unvollkommen bestimmbar. Doch erinnert der am besten erhaltene Danubites
(Taf. 30, Fig. 9) noch am meisten an den westamerikanischen Danubites Strongi
Hyatt. et P. Smith²). Bei den übrigen von Mansuy abgebildeten und auch
von mir untersuchten undeutlichen Abdrücken (»Columbites«, »Inyoites« und Danu-
bites cf. lissarensis Dien.) halte ich grosse Zurückhaltung bei der Bestimmung für
geboten. Es ist daher auch schwer zu entscheiden, ob diese Vorkommen über
oder unter der Triasgrenze zu horizontiren sind.
Sicherer ist der Nachweis der tibetanischen Pseudomonotis Griesbachi Bittner
bei Dan-Quang; der einzige Unterschied der tongkinesischen Abdrücke und der
daneben abgebildeten Kalksteinexemplare vom Shalshal Cliff ist die Flachheit des
in Schiefer erhaltenen Stückes (Taf. 30, Fig. 10, 11). Im Gegensatz zu dieser aus-
geprägten pelagischen, durch viele — wenn auch schlecht erhaltene — Ammoneen
gekennzeichneten Facies steht das Vorkommen der zuerst aus dem deutschen
Binnenmeer bekannten Beneckeia im eigentlichen China. Taf. 30, Fig. 13.
Innerhalb der Mitteltrias sind bisher aus Tongking Aequivalente der Flachsee-
bildungen von Yünnan und Kwéi-tshóu nur in dem Vorkommen von Ceratites aff.
C. Airawata Dien. angedeutet (Vorkommen von Ban-Hi in Tongking n. Mansuy).
Doch entsprechen die obertriadischen Ammoneen — vor allem Juvavites, Clionites
cf. Salteri Mojs. (Taf. 30, Fig. 7) und Anatibetites (Taf. 30, Fig. 8) — mehr der
mittleren (juvavischen = norischen) Stufe, jedenfalls nicht dem Rhaet. Eher könnte
man noch an karnische Aequivalente denken. Für diese juvavische Stufe fehlen
allerdings in China directe Parallelgebilde. Doch erweist sich auch in Tongking
das Vorwiegen ammonoenreicher pelagischer Facies als allgemeine Regel.
An dem Fundorte Ban-bang kommen Ammoneen zusammen mit Zweischalern
vor, bei Na-hé wiegen Zweischaler, bei Ban-Loc und Ban-huit Ammoneen vor.
Andererseits sind mittel- und obertriadische Ammoneen aus Südchina überhaupt
nicht bekannt.
Die Rhaetkohlen mit Clathropteris platyphylla, die bei Lang-Than (unweit
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