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0245 China : vol.5
China : vol.5 / Page 245 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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Muschelbänke gefunden, welche nach seiner Ansicht mit denen von Li-tshong-yuan
ident sind. Das Einfallen der Schichten ist hier 20° SW.

Unio Cremeri nov. sp.
Taf. 31, Fig. 1a, b.

Eine der schönsten Arten des chinesischen Wealden ist eine grosse stark
verlängerte, vorn mit geradem Schlossrand versehene Muschel, deren mit kräftigen
perlartigen Körnern versehene Oberflächensculptur besonders bei nordamerika-
nischen Unionen aber auch bei der jetzt im Kaisercanal lebenden Unio Leai Gray¹)
(var. trunicula) vorkommt.

Das Vordertheil der Muschel ist nur von Anwachsstreifen bedeckt, die
kräftigeren Knoten des Mitteltheils der Schale sind unregelmässig angeordnet,
d. h. sie zeigen nicht die bezeichnende Trigoniensculptur. Schloss und Hinter-
theil der Schale sind nicht erhalten.

Die amerikanische Unio besitzt in der perlähnlichen Sculpturirung, die be-
sonders die Mitte der Schale auszeichnet, eine ganz auffällige Aehnlichkeit mit
einer chinesischen Art aus der unteren Kreide der Provinz Sz'-tshwan. Diese
Uebereinstimmung der Perl-Sculptur, die sich ja bei vielen lebenden Formen
findet (Unio verrucosus Raf. = tuberculatus Barnes aus Ohio), ist um so merk-
würdiger und interessanter, als sie bisher bei keiner einzigen fossilen Art be-
schrieben worden ist. Wenigstens enthält das grosse Werk von Sandberger
über »Die Land- und Süsswasser-Conchylien der Vorzeit« keine einzige Abbildung,
die derartige charakteristische Sculpturen aufweist. Es ergibt sich also der merk-
würdige Schluss, der ja allerdings nicht ganz ohne Analogie dasteht, dass ein zur
unteren Kreidezeit in China heimischer Unio-Typus noch jetzt im Missisippi-Gebiet
lebt. Das bekannteste Parallel-Beispiel ist die Gastropodengattung Pyrgulifera,
die zur oberen Kreidezeit in Europa heimisch war und jetzt im Tanganjika-See
vorkommt. Allerdings fragt es sich immer wie weit bei diesen Wunderlichkeiten
der Natur Convergenzerscheinungen oder gemeinsamer Ursprung in Frage kommt.

Vorkommen: Li-tshong-yüan am rechten Yangtszé-Ufer, 5 li oberhalb Fu-
tshóu, Reg.-Bez. Tshung-king-fu, Provinz Sz'-tshwan. Am Yangtszé-Ufer unterhalb
der Salzhäuser anstehend.

Leg. G. Cremer, Geol. Landesmuseum.

Unio J. Böhmi n. sp.
Taf. 31, Fig. 3a—c, 4.

Die neue, zur Gruppe des U. Menkei Dunk. gehörende Art ist stark ver-
längert und an dem (nicht erhaltenen) Hinterende wahrscheinlich — nach dem