国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0253 |
China : vol.5 |
| 中国 : vol.5 |
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Aus den Notizen Pumpelly's, aus den Fundortsangaben der bisher be-
schriebenen Säugethierreste aus China, sowie aus den Mittheilungen des Herrn
Dr. Haberer gewann Schlosser ein Bild von der Verbreitung der Säugethiere,
durch welches die bisherigen Anschauungen nicht unwesentlich verändert werden.
Die wichtigsten Fundorte sind demnach:
Quartär: Tshili: Hsüen-hwa-fu (Gaudry's Originalexemplare); Shan-
tung: Wei-hsiën, Tshang-i-hsiën ¹) (Mammut?); Shensi: Löss von Han-tshung-fu;
Sz'-tshwan: Tshung-king-fu (Owen's Originalexemplare); Hupéi: Löss von
I-tshang-fu; Yünnan: Löss (Koken's Originalexemplare zum Theil), Yuen-móo-hsiën
bei Wu-ting-tshóu (Pumpelly's Knochenhöhle); Kwéitshóu: Shi-tsiën-fu
(Pumpelly's Drachenhöhle); Kwangsi: King-yuen-fu.
Oberpliocän (?) Quetäablagerungen mit Stegodon insignis. Westliches
Kansu, Yünnan; Fokien?
Unterpliocän (ebenfalls Quetäschichten, eventuell untere Quetäschichten):
a) Rother Thon mit Hipparion: Shansi: Tai-yüen-fu; Shensi: Han-tshung-fu?,
Fóng-tsiang-fu?; Kansu: Hsi-ning-fu; Sz'-tshwan: Tshóng-tu-fu, Tshung-king-fu
und Tshung-tshóu; Yünnan: Tshing-kiang²); Tshèkiang (Haberer Collect.)
Tibet; Tienshan; Mongolei (Originalexemplare Lydekker's).
b) Röthliche Sande und graugrüne Mergel mit Hipparion. Alles sind terrestri-
sche und seichte See-, z. Th. Salzseeablagerungen. Hónan: Hwai-king-fu und
Ju-tshóu³); Hupéi: I-tshang-fu, Yün-yang-fu am Han-Fluss, Yün-hsi-hsiën, Shi-nan-fu
am Tsing-kiang; Hunan; Tshili: ? Tshang-tshóu.
Die durch Schlosser nachgewiesene Verbreitung altpliocaener Sandsteine
in Hónan, Huppéi und Hunan wird durch das Vorkommen des Blattabdruckes
einer Phanerogame, der ebenfalls jungtertiären Rhus atavia Schenk⁴) auch auf
die Provinz Kwang-tung ausgedehnt. Die in China vereinzelte Art, deren Nach-
kommen noch in Ostindien und Japan lebend bekannt sind, ist aus diesem Grunde
als jungtertiär zu deuten und das Auftreten der eisenschüssigen rothen Sandsteine
an der Mündung des Pei-kiang, das bisher ganz isolirt stand, erfährt durch die
weite Verbreitung von Sandsteinen mit gleichalten Säugethieren in der Nachbar-
provinz Hunan eine erfreuliche Bestätigung. Jungtertiäre Pflanzen und Säugethiere
sind demnach im Centrum und im ganzen Westen von Südchina nachgewiesen. Das
Vorkommen eines vereinzelten jungtertiären Blattrestes verweist vor allem auf die
Sandsteine mit Braunkohlen und Ligniten, die von französischen Geologen in
Indochina (Tongking), also unmittelbar an der Grenze von Kwang-tung nach-
gewiesen worden sind (s. o.).
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