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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0257 |
China : vol.5 |
| 中国 : vol.5 |
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Stegodon insignis absieht, zwei verschiedenen Perioden an. Die Mancharbeds von
Sind entsprechen dem Unter- oder Mittelmiocan, alle übrigen Faunen hingegen
dem Unterpliocän. Dagegen kommt für die Tertiärfauna Chinas eine solche
Theilung nicht in Betracht.
Die Siwalikfauna und die chinesische Hipparionenfauna ist daher thatsächlich
nach Schlosser als ein Ganzes, d. h. als »indochinesische Hipparionen-
fauna« zu betrachten.
Freilich ist die Zahl der Arten, welche die chinesische Hipparionenfauna mit
der indischen gemein hat, an sich sehr gering, aber dieses Verhältniss wird doch
zum grossen Theil durch eine Menge vicariierender Arten ausgeglichen.
Die europäischen Bestandtheile der indochinesischen Hipparionen-
fauna sind:
Anthropoiden, Viverra, Lutra, Meles, Hyaenarctos, Ursus, Amphicyon, Felis,
Machairodus, Hystrix, Castorinen — Dipoides — Mastodon, Dinotherium, Chalico-
therium, Rhinoceretiden (Ceratorhinus, Aceratherium, Teleoceras — richtiger Brachy-
potherium), Anchitherium und sämmtliche Suiden; mit Ausnahme der Dicotylinen
ist dieser Stamm altweltlich, und auch diese gehen auf die europäische Gattung
Palaeochoerus zurück. Ferner sind europäisch Dorcatherium und die Cerviden
incl. Palaeomeryx. Auch viele Antilopengattungen, nämlich Palaeoreas, Tragocerus,
Strepsiceros, Plesiaddax, Alcelaphus, Oreas, Hippotragus, Cobus, Boselaphus und
Paraboselaphus wurzeln wohl in europäischen Formen, nämlich in der Antilopen-
fauna von Sansan.
Diesen europäischen Bestandtheilen der indochinesischen Hipparionenfauna
stehen nun zahlreiche Formen gegenüber, welche augenscheinlich aus Nord-
amerika stammen. Es sind dies die Gattungen Lepus, Caprologus, Vulpes,
Canis, Hipparion, sowie die Tylopoden — Camelus und Paracamelus —; ausser-
dem ist der nordamerikanische Ursprung auch wahrscheinlich für die Sivatheriinen
als Nachkommen der Protoceratinen, möglicher Weise auch für die Antilopinae
— Gazellen — und für die Cephalophinae und Neotraginae als Nachkommen von
Hypertraguliden (Hypisodus).
Unsicher bleibt hingegen die Herkunft der Giraffen und der Gattung Hippo-
potamus, welche in der Hipparionenfauna zum ersten Male auftreten.
In Asien folgt auf die Hipparionenfauna die weit verbreitete durch Stegodon
insignis gekennzeichnete Thierwelt, der auch vielleicht die verschiedenen Boviden
der Siwalikfauna angehören.
Asiatischer Abkunft ist ferner zweifellos die Gattung Equus, vielleicht auch
Hipparion crassum, und das Nämliche gilt wahrscheinlich auch für die Gruppen
der Edelhirsche und Rehe (Elaphus und Capreolus). Endlich könnten auch manche
grossen Katzen (Felis und Machairodus) sowie Mastodon arvernensis eher auf
asiatische als auf europäische Vorläufer zurückgehen. Dass die Umwandlung der
Gattung Stegodon in die Gattung Elephas in Asien stattgefunden hat, dürfte nach
Schlosser wohl kaum in Zweifel gezogen werden.
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