National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
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zugleich vor, aber ihre Ueberreste sind entsprechend der einstigen Lebensweise
dieser Thiere ungleich häufiger in der Waldfauna als in der Steppenfauna
Der unterpliocänen Steppenfauna gehören die meisten Reste von
Hyaena, Pallyaena hipparionum, Mastodon aff. latidens und Camelopardalis microdon,
die Antilopen sowie die überwiegende Mehrzahl der Reste von Hipparion, der
Waldfauna dagegen der grössere Theil aller Suiden, von Protetraceros und fast
sämtliche Exemplare von Cervavus an. Die Ueberreste der Waldfauna wurden
zweifellos in einem grossen Fluss oder in Südwasserseen abgelagert; die Cadaver
der Steppenbewohner haben hingegen keinen weiteren Transport durch fliessendes
Wasser erfahren, sie wurden wohl nur in Vertiefungen der Bodenoberfläche ein-
geschwemmt, und zwar nahe den Stellen, wo die Thiere verendet waren.
Die indochinesische Hipparionenfauna wurzelt theils in den Säugethierfaunen
des europäischen Miocän, theils in jener des nordamerikanischen Tertiärs.
B. Die jungpliocäne oder Stegodon-Fauna.
An der Zusammensetzung der auf die Hipparionenfauna folgenden Stegodон-
fauna ist die indochinesische Hipparionenfauna jedenfalls in hervorragender Weise
betheiligt. Auch in Europa treffen wir im Oberpliocän Nachkommen der indo-
chinesischen Hipparionenfauna, nämlich Paviane, Hunde, Schleichkatzen, Hyänen,
Flusspferde, Flusschweine und Pferde (Cynopithecanen, Caniden, Viverren, Hyaena,
Hippopotamus, Potamochoerus, Equus); auch verschiedene der europäischen Cerviden
und Cavicornier sind asiatischer Herkunft. Das Gleiche gilt möglicher Weise auch
für die Feliden und Proboscidier. Die übrigen Formen wurzeln dagegen eher in
Angehörigen der europäisch-westasiatischen Hipparionenfauna.
Von den beiden Pliocänfaunen ist die jüngere wohl über den grössten Theil
Ostasiens verbreitet, aber mit Ausnahme von Java nirgends besonders artenreich,
auch fehlt es noch an einer genaueren Beschreibung dieser Thiergesellschaft.
Unsere Kenntnisse beschränken sich vielmehr auf gewisse Proboscidier, nämlich
auf Stegodon insignis, St. Clifti und St. bombifrons, von denen die erste Art das
Leitfossil für diese Schichten darstellt. Aus China kennt man Stegodon insignis
aus Fokien, Sz-tshwan und Kansu; mit ihm gleichaltrig ist vielleicht Siphneus
arvicolinus von Quetae, vielleicht auch Pantholops hundisiensis aus Hundes in
Tibet, das von Obrutschew gefundene Aceratherium aus der Mongolei sowie die
von Lydekker beschriebenen Reste von Equus sivalensis, Gazella aff. subgutturosa
und Hyaena macrostoma (soferne diese nicht doch noch der Hipparionenfauna
angehören, was entschieden wahrscheinlicher ist).
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