National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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beschrieben worden. Ihre Entwicklung weist auf das pacifische Weltmeer und das
westliche Amerika hin. In Shantung und Liautung wie im Yangtszé-Gebiet sind
mächtige flach lagernde, vornehmlich dem oberen Untersilur angehörende Kalke
weit verbreitet. Die neueren Funde, so einige von japanischen Reisenden mit-
gebrachte Stücke von der Grenze der Provinzen Sz´tshwan und Hupéi lehren uns
auch den vollständigen lückenlosen Uebergang zwischen Ober- und Untersilur
kennen. Das marine Obersilur ist in Korallen- und Grapholithenfacies nur aus
Mittel- und Südchina bekannt. Zu den obersten kalkigen Untersilur gehören die
als Ornament-Marmor verschliffenen Pagoda-Stones mit dem riesigen Orthoceras
chinense, mit Gastropoden (Eocyliopterus und Raphistoma) sowie einigen Nautileen,
die wir in kaum oder gar nicht veränderten Arten (Discoceras eurasiaticum) in den
norddeutschen Geschieben wiederfinden. Auch die Schnecke Maclurea neritoides
verbreitet sich von China bis Esthland und Norwegen. Ebenso ist am Yangtszé-
kiang über dem durch Orthoceras und eingerollte Nautileen bezeichneten Unter-
silur Pentamerus borealis, das Leitfossil der untersten esthnischen Zone des Ober-
silur, aufgefunden worden.
Der allgemeinen Meeresbedeckung des Untersilur folgt im Obersilur ein
Rückzug des Oceans aus Nordchina. Während im eigentlichen China das Unter-
silur durch kalkige, küstenferne Ablagerungen vertreten wird, deuten in Indo-
china (Tongking) die schiefrigen Untersilurschichten auf die Nähe eines Fest-
landes hin.
IIa. Unterdevon ist nirgends im eigentlichen China oder im südlichen
Centralasien, älteres Mitteldevon dagegen in Hocharmenien, Tongking und
Ober-Birma nachgewiesen worden. Es liegt bei der sonst lückenlosen Ueberlieferung
palaeozoischer Schichten nahe, die erste Faltung und Aufstauung ¹) des gewaltigen
Gebirgszuges Kwenlun-Tsinlingshan in die ältere devonische Zeit zu verlegen.
Hierauf deutet vor allem die Thatsache hin, dass für die nach dem Kwenlun ge-
nannte mitteldevonische Transgression diese Gebirgsachse die Nordgrenze darstellt.
Dagegen ist die Faltung des Altai und der sogenannten nördlichen Altaiden
wesentlich jünger, d. h. dyadisch.
Das Unterdevon entspricht im Süden des Landes einer Festlandsperiode.
Nur in Tongking ²) (und Ober-Birma) ist auch noch die Unterstufe des Mitteldevon
durch marine, an die rheinischen Schiefer und Kalke erinnernde Flachseeabsätze
vertreten; das Unterdevon entspricht jedoch auch hier einer Lücke der Meeres-
bedeckung.
Mittel- und Oberdevon sind in ganz Südchina, Indochina, Ober-Birma und
Centralasien durch eine Meeresbedeckung gekennzeichnet. Der Beginn der Kwenlun-
Transgression entspricht dem unteren Mitteldevon, dessen Calceola-Fauna aus den
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