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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0281 |
China : vol.5 |
| 中国 : vol.5 |
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der Frage, ob der eigentliche Kwenlun und die chinesisch-birmanischen Ketten
noch den »Altaiden« d. h. dem System des Altai zuzurechnen seien oder nicht.
Einschneidende, tiefe Gegensätze von N und S enthält die geologische
Ueberlieferung des Altai und der südlichen Gebirge vor allem in den Perioden
des Carbon, des Dyas und der Trias. Gleichzeitig mit der Bildung der Dyas-
kohlen von Kusnetzk dehnte sich von Nordpersien und dem Pandschab bis Süd-
china ein gewaltiges Mittelmeer aus, dessen marine Tierreste uns durch zahlreiche
neue Beobachtungen bekannt geworden sind.
Im eigentlichen Altai dauert die Festlandsperiode dagegen auch in
der Triaszeit an.
Im Kwenlun-System (d. h. im Semionow-Gebirge) ebenso in den südlichen
indochinesischen Ketten ist noch marine Trias über den Dyasschichten nach-
gewiesen, sodass auch die Entwicklung und Vorgeschichte der »südlichen Altaiden«
von der des eigentlichen Altai durchaus abweicht.
Es setzt die marine Trias in der Längsrichtung des Kwenlun noch weit
nach W fort d. h. wir kennen marine Untertrias zuerst aus dem Semionow-
Gebirge, dann aus den Darwas-Ketten und endlich aus Hocharmenien (Djulfa).
Die Geschichte der Meere, die Richtung und Entwicklung der Faltungszonen
ist somit in dem eigentlichen nördlichen Altai einerseits und den sog. südlichen
»Altaiden« andererseits verschieden.
Der Altai ist ferner durch die Ausdehnung des Unterdevon-Meeres gekenn-
zeichnet, das im Süden gänzlich fehlte. Hier d. h. in Südchina folgte auf eine
unterdevonische Festlandperiode die weithin verfolgbare mitteldevonische Trans-
gression, im Norden dauert die Meeresbedeckung ohne Unterbrechung an.
Auch während des untercarbonischen Mittelmeeres ist die
geologische Ueberlieferung im Altai und Kwenlun-System verschieden: Im N
Meeresbedeckung, im Kwenlun Festlandsperiode, in dem Alburs-Ketten und weiter
in Hocharmenien Ocean. Das Obercarbon bringt dem eigentlichen Altai Faltung
und Trockenlegung; darauf folgt die Bildung des rein limnisch entwickelten
dyadischen Kohlenbeckens von Kusnetzk.
Die obercarbonische Entwicklung des Kwenlun-Systems zeigt dagegen viel-
fachen Wechsel. Die im Norden des östlichen und mittleren Kwenlun
anstehenden Obercarbon-Schichten lagern horizontal und transgredirend über dem
altpalaeozoischen Kettengebirge oder greifen buchtenartig in dasselbe ein. Die
Faltung erfolgt also vor dem Obercarbon d. h. im Untercarbon oder noch
früher.¹) Marine Schichten, die jünger sind als das Obercarbon, fehlen.
In dem westlichen Kwenlun (d. h. in der russischen Kette und dem Altyn-
tagh am Flusse Gussas) ist dagegen auch das Obercarbon gefaltet und wird
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