National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Jehol und im Osten bei Kaiping, Letztere vor allem dadurch bekannt, dass hier
zuerst von chinesischen Behörden ein Bergwerk nach europäischem Muster ein-
gerichtet wurde. Die Kohlen von Tshili stehen, soweit sie untersucht sind, ihrer
Beschaffenheit nach hinter den Kohlen Shansis und Nordhönans zurück. Ins-
besondere fiel es Junghann auf, dass man in den letztgenannten Provinzen auf
Kohlenzechen, Transportstrassen, Verkaufslagern usw. ausschliesslich Stückkohle
zu Gesicht bekommt, während in Tshili die Gruskohle zu überwiegen scheint.
(Vergl. Abb. z. S. 258.)
Gegenüber solchen Vorräthen nehmen die Kohlengebiete von Shantung nur
eine verhältnissmässig bescheidene Stellung ein. Immerhin gibt es auch dort einige
nennenswerthe Kohlenlager, so insbesondere bei Poshan, wo sich die deutsche
Shantung-Bergbaugesellschaft seit einigen Jahren bethätigt, und im Süden der
Provinz bei Itshoufu. Von geringerer Bedeutung sind die Kohlenfelder von
Tsangkiu und das gleichfalls von der Shantung-Gesellschaft bearbeitete Weihsien-
becken. Die Kohle des letzteren Gebietes ähnelt der Kaipingkohle, während die
Vorkommen in Poshan und bei Itshaufu bessere Qualitäten aufweisen und ins-
besondere auch einen guten Koks geben.
Ist in Nordchina die Lagerung der Kohlenschichten im Grossen und Ganzen
für den Abbau günstig, so bietet das an Kohlen möglicher Weise ebenso reiche
Südchina ein anderes Bild. In den Südprovinzen haben mächtige jungere, von
der Trias bis in das Alttertiär reichende Gesteinsschichten die Dyas überdeckt,
welche in Nordchina die obersten Schichten bildet, sodass eine Ausbeutung der
kohlenführenden Schichten hier nur in verhältnissmässig schmalen Zonen an den
Rändern der grossen Kohlengebiete möglich ist, was übrigens durch die derzeitige
Ausdehnung des chinesischen Bergbaues bestätigt wird.
Am deutlichsten tritt dieses in den Provinzen Sz´tshwan und Hunan hervor.
Das Kohlenfeld des sogenannten rothen Beckens von Sz´tshwan gilt als eines der
ausgedehntesten Chinas, während seine Ausbeutung verhältnissmässig unbedeutend
ist. Hier reicht eine der bekanntesten Bergbauzonen von Tshunking am oberen
Yangtszé gen Osten über den Rand des rothen Beckens hinaus bis an die Grenze
von Hupéi und weiter in diese Provinz hinein. Auch in der Provinz Hunan,
deren gesammter Südosten nach Richthofen's Schätzung ein grosses oberdyadisches
Kohlengebiet bildet, das sich über zwei Längen- und zwei Breitengrade ausdehnt,
geht die Ausbeutung der Kohle auf einem verhältnissmässig schmalen Gürtel vor
sich, der sich vnn der Südgrenze der Provinz etwa bis zu der südlich vom
Tuntingsee gelegenen Stadt Siangtan, vornehmlich an den Ufern des Luiho und
des Siangkiang hinzieht. Im nördlichen Theile der Zone, die zum Theil in die
Provinz Kiangsi hinüberreicht, wird bituminöse Kohle, im südlichen Theile, am
Ufer des Luiho, Anthracit gefördert. Beide Arten sind von guter Beschaffen-
heit.
Auch in den südwestlichen Provinzen Chinas, Kwéitshou und Yünnan, finden
sich dyadische Steinkohlen in weniger ausgedehnten Vorkommen. Die Beschaffen-
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