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0019 China : vol.5
China : vol.5 / Page 19 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000260
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DAS SILUR VON CHINA.

In China hat F. VON RICHTHOFEN an verschiedenen Punkten im Norden
(Liautung) und im Süden untersilurische Versteinerungen gesammelt. Die bei
Kiau-tshang-pa (Südchina) vorkommenden Reste gehören dem höheren Untersilur¹)
an. Neben einer wenig bezeichnenden Calymmene und einer Orthis aus der
Gruppe der O. calligramma finden sich Trilobiten aus den Gattungen Asaphus
und Trinucleus; das letztere Genus besitzt seine Hauptverbreitung bekanntlich
im höheren Untersilur. Vom Lun-shan SW von Tshönn-kiang (Provinz Kiangsu),
Mittelchina stammen aus Kalken, welche zum Theil den bekannten baltischen
Backsteinkalk gleichen, einige Versteinerungen, welche auf Untersilur (Orthoceren-
kalk) hinweisen.

Durch neuere Forscher — THEO LORENZ, B. WILLIS, L. v. LOCZY und
die französischen Geologen ist seitdem dieses Untersilur in ganz allgemeiner
Verbreitung von Liautung (n. RICHTHOFEN) und Schantung bis Yunnan und
Tongking nachgewiesen worden. Die allgemeine Verbreitung und der gleich-
förmige Charakter der in Kalken erhaltenen Fauna lassen eine zusammenhängende
palaeontologische Darstellung geboten erscheinen. Erst in Tongking (n. MANSUY)
und in Oberbirma (n. C. REED) beginnt eine andere Entwickelung des älteren
Silurs. Besonders ist für Tongking das Vorwiegen schieferiger Bildungen
wichtig und weist auf die Annäherung an ein südliches Festland hin,
während in China vielmehr Uebereinstimmung mit dem südbaltischen
Untersilur herrscht.

Obersilur ist aus den südlichen Theilen des Reiches sowie aus Tongking
bekannt.