National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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überein. Nur die Krümmung ist bei der chinesischen Art etwas stärker. Die fein
gerippte Schale ist sehr kräftig. Ihre Dicke beträgt die Hälfte des Durchmessers
des Siphos. Der Sipho liegt unmittelbar an der Aussenseite und erinnert somit
an die Lage bei den Ammoneen.
Die Siphonalwandung ist sehr fein. Siphonaldüten der Kammerwände fehlen
vollständig. Die Kammerwände sind ganz gleichmässig flach gewölbt. Man zählt
deren 23 in dem vorhandenen Bruchstück, dessen Wohnkammer nur unvollkommen
erhalten ist.
*Cyrtoceras ellipticum* gehört zu einer an der Oberkante des Untersilur
beginnenden Gruppe, die ihre Hauptentwickelung im böhmischen Obersilur mit
*Cyrtoceras miles* Barr., *Cyrtoceras Haueri* Barr. und anderen verwandten Arten
erreicht.
Die rasch im Durchmesser zunehmenden Formen des Devons *(Cyrtoceras
depressum)* gehören einer anderen Entwickelungsreihe an.
Vorkommen: I-tshang-fu, Prov. Hupéi. Ob. Untersilur (Coll. Tokyo).
ZUR KENNTNISS DER GATTUNG ACTINOCERAS.
Taf. 2, Fig. 1 und 4.
*Actinoceras* umfasst diejenigen Orthoceren, deren Sipho sich blasenförmig in
das Lumen der Kammern vorwölbt und sich dabei kräftig verdickt. Ueber die
Art der Verdickung gibt ein Dünnschliff von *Actinoceras crassiveutre* Wahl.
(Taf. 2 Fig. 1) Aufschluss. Hiernach erfolgt die Verdickung der Kalklagen sowohl
in den convex vorgewölbten Theilen des Sipho wie in den concaven Partieen. Die
concaven Partieen verdicken sich dort, wo die Kammerscheidewand in das Lumen
des Siphos vorragt. Die Schichten der convexen und concaven Theile gehen
aber nicht einfach ineinander über, sondern werden durch eine Art von Ueber-
schiebungszone voneinander getrennt. Es liegt also ein ungleichförmiges Wachs-
thum vor, bei dem die concaven und convexen Theile des Siphos stärker zunehmen
als die Uebergangszone zwischen beiden.
Die Verdickung des Siphos bringt bekanntlich Gebilde zuwege, die wesent-
lich widerstandsfähiger sind als die Aussenschale. Daher werden die isolirten
Siphonen häufiger gefunden, als vollständig erhaltene Exemplare. Der Vorgang der
Verdickung darf nun als der Versuch aufgefasst werden, das mechanisch schlecht
gestützte cylindrische Gehäuse widerstandsfähiger gegen Wellen und Strömungen
zu gestalten. Es liegt also eine Bildung vor, die man als eine Umgestaltung des
Siphos zu einem Stützorgan oder einer Art von Wirbelsäule bezeichnen könnte ¹).
Dass dieser mechanische Versuch im Wesentlichen gelungen ist, geht aus der
langen Lebensdauer der vom Cambrium bis zum Carbon lebenden Gattung
*Actinoceras* hervor. Den Höhepunkt der Entwickelung erreichte die Gattung,
wie erwähnt, im Untersilur.
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