National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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ZUSAMMENFASSUNG UEBER DAS DEVON.
Im ganzen Mittel- und Oberdevon von Yünnan und von China überhaupt ist
die Uebereinstimmung mit der europäischen Fauna staunenswerth. Lokal-Arten
wie Rhynch. yünnannensis, Rh. Hanburyi und Spirifer Chechiel sind nicht sehr
zahlreich; auch die Vorläufer der carbonischen Retzia radialis und ulothrix zeigen
nur den Ort an, wo sich einzelne Carbon-Typen entwickelt haben. Die Korallen
zeigen die gleichmässigste Verbreitung. Bekannte europäische Arten wie Cyath.
vermiculare und cerattes kehren wieder; auch das neu benannte C. Douvillei
kommt in Belgien und England vor.
Besonders wichtig ist der Nachweis, dass das untere Mitteldevon (die Stufe
des Spirifer speciosus und der Calcecola sandalina) am Araxes in Hocharmenien,
in Oberbirma (Shan-Staaten) ebenso wie in Tongking (Schiefer mit Spirifer speciosus
= tonkinensis Mansuv) den Beginn der mitteldevonischen Transgression exact
bezeichnet.
Wie die vorstehenden Ausführungen beweisen, ist in China, wie in Central-
asien und Persien die Uebereinstimmung der jungdevonischen Brachiopoden und
Korallen mit den europäischen Ablagerungen so weitgehend, dass selbst die Ver-
breitung der pelagischen Jura-Ammoniten kaum ähnliche Erscheinungen aufweist.
Die Grundzüge der geographischen Gestaltung Chinas im
höheren Devon sind nach dem Vorangehenden für den Süden sicher nach-
weisbar. Südlich des Nanshan und Tsinling-shan ist nach der continentalen
Episode des Unterdevon eine Meerestransgression sicher erkennbar.
Für den Norden des Landes weist v. Richthofen auf die Möglichkeit hin
(II, p. 648, 649), dass das Fehlen von Meeresablagerungen durch den Mangel an
Sediment in grösserer Meerestiefe bedingt sei. Diese Möglichkeit ist zweifellos
vorhanden. Doch kommt für die Beantwortung auch die Rücksicht auf das
folgende Carbon hinzu.
Die Vergleichung mit dem Carbon lehrt folgendes:
Im Untercarbon ist Shantung durch den Wechsel mariner und terrestrischer
Lagen gekennzeichnet, während rein marine Lagen nur aus der Mongolei (Bardun)
und dem Süden des Landes d. h. aus dem Yangtsze-Gebiet bekannt sind. Im
Obercarbon war das östliche Nordchina landfest und rein marines Untercarbon
ist ebensowenig aus Tshili, Shensi und der Mandschurei bekannt. Hiernach zu
urtheilen dürfte auch zur jüngeren Devonzeit der Nordosten des Landes dem
Meere entrückt gewesen sein.
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