国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0083 |
China : vol.5 |
| 中国 : vol.5 |
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durch die nördliche Mongolei, zu der nördlichen Hälfte des Ural, sodann süd-
wärts auf das Donjetzbecken zu. Die Südküste dieses Meeres aber erstreckte
sich durch Nordafrika, Persien, den nördlichen Theil der vorderindischen Halb-
insel und bog dann in der Richtung auf Siam tief nach Süden hin in die indo-
afrikanische Continentalmasse ein.
Es ist nun bemerkenswerth, dass sich in Shantung bei Po-shan, Héi-shan
und bei I-tshóu-fu, am Yangtszé sowie im Süden von Sz´tshwan echte marine
Kohlenkalke untercarbonischen Alters finden, die in mehrfacher Wechsellagerung
mit Sandstein und mit Kohlenflözen stehen; das sind also Schichten, die auf
Landnähe hinweisen, oder eine Periode fehlender Meeresbedeckung zur Voraus-
setzung haben. Man muss in Folge dessen annehmen, dass die chinesischen
Steinkohlenfelder im Randgebiete des alten carbonischen Meeres, also an der
Südküste des arktischen Continentes entstanden sind.
Der Pacifische Ocean ist das einzige Meer der Erde, welches trotz grosser
Veränderungen an seinen Grenzen in seiner Gesammtheit niemals den Charakter
als grösstes und tiefstes Seebecken eingebüsst hat. Ob dieses Weltmeer stets
eine ununterbrochene Wasserfläche bildete, oder von grösseren Inseln unter-
brochen wurde, das ist eine Frage, die in verschiedenem Sinne beantwortet
werden kann. Jedenfalls bildete während des mannigfachen Wechsels geologischer
Zeiten der Grosse Ocean den Ausgangspunkt und die Brücke für die Verbreitung
der marinen Thierwelt. In den meisten geologischen Perioden gliederten sich
sowohl im Osten wie im Westen Mittelmeere an, deren letzte Ueberreste das
westindische und europäische Mediterran-Meer sind.
I. Der rein marine Kohlenkalk am Yangtszé.
In dem südlicheren China hat v. Richthofen beim Durchfahren
in dem tief eingeschnittenen Flussthal des Yangtszé schwarze überaus mächtige
Kieselkalke beobachtet, die durch das Vorkommen zahlreicher Korallen gekenn-
zeichnet sind. (Bd. III, Cap. III.) Die in dem tieferen Kalkhorizont vorkommenden
Korallen sind durchweg verkieselt und zeigen keine sonderliche Mannigfaltigkeit.
Die folgenden Arten wurden von einigen Punkten unterhalb Hsin-tan (Hupéi)
am Yangtszé zwischen der Mitan-Schlucht und der Lukan-Schlucht bestimmt:
1. Zaphrentis Delanoui M. Edw. et H. (Polypiers Pal. T. 5. f. 2.)
2. Zaphrentis Guerangeri M. Edw. et H.? (Ibid. T. 5. f. 9.)
3. Michelinia favosa Goldf. (Kleinzellig)
4. cf. Battersbyia nov. sp. (wie bei Hsi-hsia-shan).
Dasselbe Gestein von Hsi-hia-shan (Single tree hill) (23. Dez. 1868) am Yangtszé
unterhalb Nanking (Prov. Kiangsu) enthält:
1. Hallia gigantea Mich. sp. (Caninia, »Zaphrentis« oder Cyathophyllum)
2. Lonsdaleia floriformis Flem. sp. und
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