National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Zwei Querschnitte durch den Schnabel von Sp. duplicicosta veranschaulichen
die Einfügung der Zahnstützen in die convexe, am Wirbel unregelmässig (wie bei
Sp. bisulcatus) verdickte Schale. Nahe dem Schnabel sind die Zahnstützen tief
eingekeilt (Fig. 1b), weiter nach der Schalenmitte zu nur aufgelegt (Fig. 1c). Die
Zahnstützen divergiren bei den beiden verwandten Arten und zwar am Schnabel
mehr als in der Schalenmitte.
In Bezug auf die Entwickelung der Zahnstützen halten Sp. duplicicosta und
bisulcatus etwa die Mitte zwischen Sp. mosquensis und Sp. striatus¹), dessen
Stützen sehr schwach sind.
Spirifer (Martinia) glaber Mart.
Taf. 12, Fig. 8a—c.
1809 Conchyliolhus anonites glaber Martin, Petref. Derb. t. 48 f. 9, 10.
1820 Spirifer oblatus Sowerby, Min. Conch. III. pag. 123, t. 268.
1820 „ obtusus Sowerby, ibid. III. pag. 124, t. 269 f. 2.
1822 „ laevigatus Schlotheim, Nachträge zur Petrefactenkunde t. 18 f. 1.
1836 „ glaber Phillips, Geol. of Yorkshire, II. pag. 219 t. 10 f. 10—12.
1836 „ linguifer Phillips, ibid. t. 10 f. 4.
1854 „ glaber Semenow, Fossilien d. schlesischen Kohlenkalkes. Zeitschr. d. deutsch. geol.
Gesellsch. Bd. 6 pag. 335.
1856—63 Spirifer glaber Davidson, Brit. Carb. Brachiop. pag. 59, t. 11 f. 1—9; t. 12 f. 1—5
u. Suppl. 1880, t. 32 f. 3—5.
1873 Spirifer glaber de Koninck, Mon. des foss. carb. de Bleiberg. pag. 57, t. 2 f. 12.
1885 Martinia glabra Tornquist, Das fossilführende Untercarbon am Rossbergmassiv. Abb. z.
geol. Specialk. v. Elsass-Lothringen, Bd. 5, Heft 4 pag. 116, t. 16 f. 11.
— — Scupin, Die Spiriferen Deutschlands t. 4, f. 9a—c, 10 p. 51.
Wie bereits Scupin auf Seite 51 a. a. O. ausführt, ist der echte Spirifer
glaber auf das Untercarbon beschränkt. Die im Oberdevon bei Malewka und
Murajewnia auftretenden Formen unterscheiden sich bestimmt durch wesentlich
kräftige Ausprägung von Sinus und Wulst und noch deutlicher sind die im Ober-
carbon und der Dyas²) auftretenden Formen von ihrem Vorgänger zu trennen.
Es ist daher besonderer Werth auf den Umstand zu legen, dass die charakteristische
Art des europäischen Kohlenkalks auch bei Po-shan in zahlreichen Exemplaren
auftritt. Die Variationsbreite der chinesischen Form ist genau die Gleiche wie
die der europäischen. Insbesondere finden sich breite und schmale durch Ueber-
gänge mit einander verbundene Exemplare hier wieder. Von dem bei Loping
vorkommenden Sp. semiplanns unterscheiden sich die älteren Exemplare, wie dies
ebenfalls schon Scupin betonte, ganz bestimmt.
Das häufige Vorkommen von Spirifer glaber bei Po-shan-hsien wird durch
die beigefügten Abbildungen erläutert. Ausserdem findet sich die Art häufig in
Sz'tshwan (s. u. p. 84).
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