National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Unter dem mir vorliegenden indischen Material befinden sich 2 Exemplare
aus dem mittleren Productuskalk von Jabbi (Zone des Xenodiscus carbonarius),
welche zweifellos mit den chinesischen Stücken übereinstimmen und zu der Be-
zeichnung »sino-indicus« Veranlassung geben. Diese Stücke sind vielleicht ident
mit den (vergrösserten) Abb. 3, f, g, h, auf Tafel 79 bei Waagen, (Salt Range
fossils). Allerdings liegen vom selben Fundorte auch noch andere, sicher als
Prod. asperulus zu bezeichnende, feinrippige und stärker gewölbte Formen vor.
Mit voller Sicherheit wage ich somit die Entscheidung über die Benennung der
Fig. 3 f—h bei Waagen nicht zu geben. Vielleicht beruht auch die gröbere
Berippung nur auf der Vergrösserung der Abbildung. Dagegen ist die Unter-
scheidung von Productus semireticulatus, der zuweilen auch aus echt dyadischen
Schichten angegeben wird, einfach:
Productus sino-indicus ist sehr viel dickschaliger und mit viel tiefer eingesenkten
Muskeleindrücken versehen, ausserdem auch viel grobrippiger als Productus semi-
reticulatus.
Dass Prod. sino-indicus von Anfang an kräftig berippt ist, geht aus zwei
Jugendexemplaren hervor, welche die Zweitheilung der Rippen aufweisen, die bei
dem feinrippigen Prod. gratiosus die ganze Sculptur beherrscht. Diese kleinen
Formen erinnern ausserordentlich an Prod. Wilczeki Toula vom Hornsund auf
Spitzbergen, der mir im Abguss vorliegt und ebenfalls eine Zwergform aus der
Gruppe des Prod. indicus und subcostatus darstellt.
Zweifellos ist aber das Vorkommen der in dem Kohlenschiefer bei Nanking
häufigen (bei Lo-ping fehlenden) Art im mittleren Productuskalk bei Jabbi in der
Salt Range. Allerdings gehören die indischen Vertreter zu den seltensten, bisher
nicht ausgeschiedenen oder missdeuteten Formen.
Eine gewisse Aehnlichkeit besteht auch mit Prod. sumatrensis F. Roem. aus
dem Obercarbon von Padang; doch ist diese Art ganz gleichmässig stark gewölbt,
während Prod. sino-indicus in der Mitte der Schale eine Abflachung besitzt. Vor
allem fehlt jedoch die sehr kräftige Verdickung der convexen Klappe.
Vorkommen: Prod. sino-indicus ist bei Nanking häufig (22 Ex.), in der Salt
Range aber selten (2 Ex.).
NB. Ein vereinzeltes Exemplar mit flachem Sinus in der convexen Klappe
mag vorläufig als Prod. sino-indicus »var.« bezeichnet werden (Taf. 22, Fig. 2).
Productus scabriculus Mart. mut. nov. nankingensis¹).
Taf. 22, Fig. 3a—c.
Prod. scabriculus Mart., der zuerst aus dem Kohlenkalk beschrieben worden
ist, geht von dort in das Obercarbon und sogar — wie die schönen Abbildungen
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