National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
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regelmässig und in grosser Zahl übereinander liegen, ist ohne tektonische Dis-
lokationen nicht denkbar. Bei diesen Dislokationen kam aber der eben gebildete
Torf oder Lignit mit der Luft in Berührung und wurde in einem Tropenklima
daher oxydiren. Auch der Botaniker darf die Thatsache nicht aus dem Auge
verlieren, dass eine nicht imprägnirte Eisenbahnschwelle im feuchten Tropenklima
binnen 10 Monaten vermorscht.
Den wesentlichsten Einwand gegen die Annahme eines Tropenklimas zur
Steinkohlenzeit bildet jedoch der Nachweis, dass das gewaltige, mehrere Tausend
Quadratkilometer bedeckende Anthracitfeld von Shansi in China dem unteren
Rothliegenden, d. h. der palaeozoischen Kälteperiode angehört. Die eis-
zeitlichen Ablagerungen, die aus den indischen Centralprovinzen und dem Pandschab
vorliegen, werden in ihrer Glacialentstehung von Niemandem mehr angezweifelt.
Sie sind gleichzeitig mit den Shansikohlen gebildet und es erscheint vollkommen
undenkbar, dass im nördlichen Theil von China ein Tropenklima geherrscht hat,
während z. B. aus dem nordöstlichen Ostindien, aus Westfalen, Südafrika und
Australien Anzeichen einer gleichzeitigen Eiszeit vorliegen.
Die Beobachtung des Torfmoors in Sumatra behält also lediglich für die
Braunkohlenbildung der tertiären Zeit ihre Bedeutung. Ihre Verwerthung für die
Deutung des Klimas der Steinkohlenzeit ist auszuschliessen, da
1. zwischen den heutigen Wendekreisen obercarbonische, d. h. der
Steinkohlenperiode angehörende Steinkohlenflöze fehlen¹)
und eine Pol-Verlegung für diese Zeit somit auszuschliessen ist. Gegen
die Thatsache des Fehlens carbonischer Kohlenbildungen in der heutigen
Tropenzone kommen aber die besten Wahrscheinlichkeitsgründe nicht auf.
2. Unmittelbar nach der Steinkohlenzeit wurde in Nordchina gleich-
zeitig mit der nicht mehr in Zweifel zu ziehenden grossen Kälte-
periode das ausgedehnteste und mächtigste Steinkohlenfeld
gebildet, das die Erde umschliesst.
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