国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0282 |
China : vol.5 |
| 中国 : vol.5 |
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discordant von der marinen Palaeodyas überlagert. Bogdanowitsch bezeichnete
diese Meeresbedeckung als tibetische Transgression.
Die gleiche Erscheinung konnte ich in Hocharmenien bei Djulfa nachweisen
und für die ostiranischen Ketten bis Asterabad wahrscheinlich machen. Auch
hier lagert die wenig gestörte marine Dyas über der gefalteten älteren Schichten-
folge, die wahrscheinlich noch das Obercarbon (mit Schwagerina), jedenfalls das
ganze Untercarbon mit umfasst.
Stahl beobachtete im östlichen Iran die Dyasschichten am Wege von
Schakuh-Pain nach Tschalchane und Tscheharbag, E. Tietze an dem im gleichen
Gebiete liegenden Djilin-Bilin-Passe.
Leider liegen keine genaueren Angaben über das tektonische Verhalten
der Dyas zu den Devon-Carbon-Kalken vor. Wenn auch hier der Nachweis einer
abweichenden Lagerung wie am Araxes erbracht würde, so läge es nahe, die
dem oberen Productuskalk gleichstehenden Djulfakalke, die Schichten von Tshal-
chane und dem Fluss Gussas im westlichen Kwenlun¹) sowie die gleichalten
Klippenkalke vom Tshitishun²) und die Kuling Schiefer³) derselben
»tibetanischen Transgression« zuzurechnen.
Jedenfalls verhalten sich in diesem weiten Gebiet die liegenden, der Moskauer
Stufe oder dem Untercarbon angehörenden Schichten durchweg gleich:
1) In den Araxesketten ist ebenso wie
2) im westlichen Kwenlun das Palaeozoicum bis zum unteren Obercarbon
einschliesslich gefaltet.
3) Auch weiter im Osten im Tsinling-shan (Mittelchina) sind gleich-
zeitige Faltungen durch F. v. Richthofen nachgewiesen.
Ganz ähnliche Beobachtungen machte L. von Lóczy in den das westliche
China bis Hinterindien durchziehenden meridionalen Ketten. Auch hier ist das
Carbon gefaltet, die Dyas vorwiegend ungestört oder wenig dislocirt und von
älterer Trias überlagert. Aeltere und mittlere Trias ist allerdings erst von wenigen
Punkten bekannt (s. o.), zeigt aber dieselbe concordante Auflagerung auf der Dyas
wie bei Djulfa in Hocharmenien.
Alle diese Thatsachen führen dazu, das Kwenlun-System als eine alte,
durch die jüngeren Gebirge des Pamir und Hindukusch getrennte, in der
Richtung aber übereinstimmende Fortsetzung der nordiranischen
Ketten zu deuten. Allerdings ist die tektonische Uebereinstimmung grösser
an den beiden Enden als im östlichen und mittleren Kwenlun, wo das Ober-
carbon ungestört lagert. L. von Lóczy rechnet daher den westlichen Kwenlun
zum System des Tien-shan. Wenn auch der Tien-shan eine Art Uebergang
zwischen Kwenlun und Altai sowohl in Richtung wie in Entwicklung darstellt,
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