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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0044 Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.3
中央アジアの仏教古代後期 : vol.3
Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.3 / 44 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000040
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OCR読み取り結果

Die Licchavi von Vaiśālī schenkten dem kaum erwachsenen Bodhisattva einen ausnehmend schönen (und wie das Bild lehrt,
weißen) Elefanten. Sie führten das Tier nach Kapilavastu, wo Devadatta es erblickte und aus Neid mit einem Faustschlage
tötete.
Gautamas Bruder Nanda sah den toten Körper auf der Straße liegen und zog ihn aus dem Wege, damit der Zugang zum
Tore nicht gesperrt würde. Der Bodhisattva aber erschien, ergriff die Elefantenleiche am Schwanz und schleuderte sie in hohem
Bogen über die Mauer ins offene Gelände vor der Stadt. (Rockhill, Life of the Buddha, S. 19).
Auf unserem Bilde sehen wir unten im Vordergrund die Leiche des Elefanten steifgliedrig auf dem Rücken liegen. Nanda,
als dunkelhäutiger Jüngling dargestellt, steht in der äußersten Ecke r., er hat das Tier am Schwanz ergriffen und bereits von
dem Tor (l.) hinweggezogen. Der Hüftschurz des Nanda war grün; der Überwurf ist dunkelblau mit dunkelfarbigen kleeblatt-
artigen Tupfen.
Zum Stadttore führt die Straße, als dunkler Mittelstreifen mit schmäleren helleren Seitenstreifen dargestellt. Das Tor ist
eng; es ist aus zwei Pfeilern erbaut, die sich aus rechteckigen aufeinandergesetzten Quadern zusammensetzen. Die Farbe der
Quadern ist jetzt weiß; früher waren sie farbig bemalt und zwar besonders mit Grün und mit Blau. Als Verzierung sind zwei
ineinander geschachtelte Rechtecke □ in die der Stadt zugewendete Seite der Quadern eingehauen.
Oberhalb des Toreinfahrt sind drei weiße, dreieckige Zinnen angebracht; auf dem untersten Quader jedes der beiden Tor-
pfeiler ist ein Brāhmī-Charakter aufgeschrieben, jedoch nur der des l. Pfeilers ist erhalten.
Der Hintergrund des Bildes ist dunkelviolett mit blauen Blümchen im weißen Perlenring; oben neben dem Tor steht ein
doppelästiger Baum, grün und schwarz gemalt.
In der Mitte des Bildes steht der Bodhisattva mit gespreizten Beinen über der Leiche des Elefanten, die von Nanda fort-
gezogen wird. Er hat den toten Körper nicht am Schwanz, sondern am Ansatz der Vorderfüße ergriffen und ist im Begriff,
ihn mit gewaltigem Schwunge über das Tor ins Freie zu schleudern.

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