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0047 Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.3
中央アジアの仏教古代後期 : vol.3
Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.3 / 47 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000040
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OCR読み取り結果

Dieses interessante und viele Einzelheiten des Kostüms sorgfältig verzeichnende Bildchen wurde im Schutt des Höhlentempels No. 19 der Anlage von Bäzäklik gefunden (vergl. Text zu Taf. 18). Es hat wohl früher r. neben der auf dem Sockel abgebildeten „Predigt von Benares" seinen Platz gehabt. Ein größeres Stück mit Darstellung eines Fürstenpaares unter Thronhimmeln wurde ebenda gefunden.

An diesem Bruchstück erkennen wir einen rot ausgeschlagenen Thronhimmel mit gelbem Lattenwerk; einer der aufrechten Träger begrenzt das Bild nach r.

Die abgebildete Dame trägt dasselbe Kleid, das wir bei Taf. 16 genauer schildern; gut erkennbar ist der am Halsausschnitt sichtbare Teil des karierten Unterkleides.

Die Gesichtsfarbe ist weiß mit etwas gelb; das Haupthaar schwarz, die Augen sind schmal geschlitzt und verleihen dem Gesicht einen ostasiatischen Charakter. Die Nase ist auffallend fein geschnitten; wir glauben, ein diese Züge tragendes Gesicht, würde in Japan Bewunderer finden.

Kleine rote Schönheitszeichen sind auf der Stirn und auf Schläfen und Wangen angebracht. In der Hand, nach L. geneigt, wird ein grüner Blütenzweig mit hellkarminfarbener Blüte getragen; er läuft oben in einen schwer erkennbaren dunkelbraunen Knospenbüschel (?) aus. Große gelbe, rot konturierte Ohrringe eigentümlicher Form hängen von den Ohren herab.

Sehr genau ist die Haartracht dargestellt. An der r. Schläfe ist das Haar in einer rechteckigen Stufe, über der Stirn in einer geschwungenen Linie geordnet, vielleicht ausrasiert. An den Seiten bildet es je zwei große, seitliche „chignons" zu vergleichende Wülste, auf denen große Goldplättchen (?) angebracht sind, während über der Stirn ein Wolkenornament in getriebenem Gold(?) in das Haar eingeflochten ist; auf dem Scheitel steht eine große Scheibe von getriebenem Goldblech (?).

Die vier Plättchen auf den Seitenwülsten sind mit Phoenixfiguren in getriebener Arbeit verziert (vielleicht sind sie auch nur aufgemalt ?); diese Fabeltiere wenden ihre Köpfe dem Gesicht der Dame zu.

Auch der Scheitelaufsatz trägt den seltsamen Vogel, nach links gewendet.

Eine Anzahl großer Haarnadeln ist in die Frisur gesteckt. Drei (vorn l.) sind glatt, sie sind von gelber Farbe und als von Gold hergestellt zu denken. Zwei andere sind leicht gekrümmt und enden in einem grünen Juwel, das etwa die Form eines Lotusthrones hat. Eine dieser Nadeln steckt, nach hinten und außen, in jedem der beiden Haarwülste der l. Seite.

Auf der r. Seite sieht man noch einen Teil einer ähnlichen Nadel oben r. vom Aufsatz; eine andere Nadel mit hübsch graviertem Stiel steckt über dem r. Ohr.

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