National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0050 |
Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.3 |
| Postancient Buddhist Culture in Central Asia : vol.3 |
Captions
| [Figure] |
Temple No.17, Bazaklik (according to Grunwedel)TEMPEL No. 17, BÄZÄKLIK. (Nach Grünwedel.)
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Citation Information
OCR Text
Die Höhle No. 17 der Tempelanlage von Bäzäklik ist ein schmales langes Tonnengewölbe, das früher mit aus-
gezeichnet schönen Wandgemälden ausgestattet war. Besonders schön war die Zeichnung der zahlreichen Bodhi-
sattva- und Devata-Köpfe, die merkwürdiger Weise in der Tracht der Landesbewohner dargestellt zu sein scheinen
(vergl. Kultstätten Fig. 551, S. 267).
Sieben Sockel für Götterfiguren sind an den Wänden verteilt. Der größte steht vor der Rückwand, die anderen
sechs befinden sich einander gegenüber zu drei und drei an jeder der Langwände.
Auf diesen Sockeln waren auf der Vorderseite die Stifter dargestellt und zwar immer Mann und Frau sich gegen-
über, durch einen weißen Streifen (das Aufschriftenband), von einander getrennt. (Nach Grünwedel).
Die hier abgebildeten Stifterinnen aber befanden sich angeblich auf der Rückwand, r. und l. von dem großen
Sockel, dem sie die Gesichter zuwendeten.
TEMPEL
No. 17, BÄ-
ZÄKLIK.
(Nach Grün-
wedel).
Abb. a) Uigurische Fürstinnen sind dargestellt. Sie standen in einer Reihe zwischen gerafften Vorhängen (vergl. die
ältere soghdische Miniatur in Manich. Miniat. Taf. 6, d) zur R. des Buddha.
Vor jeder Gestalt ist eine längliche Tafel aufgemalt, auf der die betreffende Fürstin ihren Namen zu verzeichnen hatte.
Nur die Dame zur R. hat die fromme Pflicht erfüllt; ihr seltsamer Name lautet: b[uʔ] t(ä)ngrikän sävinč tginhärim (?)
t(ä)rim(?) = Dies ist die göttliche Laetitia tigin kärim tärim (oder am Ende tugrim??). Die drei letzten Wörter dürften Titel
sein; die Schrift ist eine uigurische Kursive.
Auf der Namenstafel der zweiten Dame zur L. sieht man den zaghaften Ansatz zum Worte „tngrikän⁴⁴.
Die Gewandung ist in beiden Figuren ein weit über die Füße herabreichender Rock; es sieht aus, als ob man beim Gehen den
Vordersaum des Kleides mit den Füßen vorausschieben müsse, wie es bei japanischen Hofkleidern im 19. Jahrh. der Fall war.
Der Rock ist vorn geschlossen und mit einem großen Klappenkragen versehen, der reich mit Rankenstickerei verziert ist.
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