国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0029 Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.3
中央アジアの仏教古代後期 : vol.3
Die Buddhistische Spätantike in Mittelasien : vol.3 / 29 ページ(カラー画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000040
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

„2. Der Stil der „Ritter mit den langen Schwertern" — welcher wohl nur eine lokale Weiterentwicklung des vorhergehenden ge-
nannt werden darf, schon deswegen, weil wir für Stil 1 dieselben Stifterbilder annehmen dürfen. Die Koinzidenz verschiedener
Einzelheiten dieser Stifterbilder mit Darstellungen auf indoskythischen Münzen legt es nahe, unter allem Vorbehalt die Stil-
arten 1 und 2 als indoskythischen Stil zusammenzufassen. Auch Stil 2 hat Abarten, welche wir, wenn wir nicht irren, ver-
schiedenen Zeitperioden und ihrer Mode — es handelt sich meist um Kostümbilder — zuschreiben dürfen.

„3. Ältere türkische Stilart". Sie hat schon eine Art Mischcharakter, da die Formen von Stil 1 und 2 (noch mehr als 1) latent
eingegliedert sind und mitunter, durch die dargestellten Sujets geleitet rein, durchbrechen. Daneben treten deutlich chinesische
Elemente auf, besonders füllen sie die Umrahmungen der Bilder an den Wänden und auf den Plafonds mit einer reichen, un-
gemein reizvollen Blumenornamentik — mit Blumen, welche, wenn wir nicht irren, im Lande nicht vorkommen. Die Stifter-
bilder zeigen eine von den vorigen Stilarten völlig abweichende Tracht. Die Inschriften erscheinen in Chinesisch und zentral-
asiatischer Brāhmī.

„4. Jüngere türkische Stilart." — der eigentliche uigurische Stil, repräsentiert durch die große Masse der Bilder in der Um-
gebung von Turfan, so besonders Tempel [-Anlage] Bäzäklik von Murtuq, kann als abgeblaßter synkretistischer Stil der vorher-
gehenden bezeichnet werden.

„5. Der Lamaistische Stil" mit deutlichen Anlehnungen an Tibetisches."

VERHÄLTNIS DER STILARTEN ZUR BAUART UND BILDERVERTEILUNG. Die Bauart der Tempel, und die
Art, wie sich die Verteilung der Bilder an den Wänden vollzog, stand augenscheinlich in einem gewissen, wenn auch losen Ver-
hältnis zu den aufgeführten Stilarten; man kann aber einen festen Plan für diese Dinge nicht aufstellen, und es scheint nur fest-
zustehen, daß jene Freibaustempel der Bauart 3, bei welchen die Stützpfeiler ausgehöhlt und zur Cella umgewandelt worden
ist, ausschließlich in der vierten Stilart von Grünwedels Liste ausgemalt worden sind.