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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0029 |
Alt-Kutscha : vol.1 |
| 古代クチャ : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
I,12
Königs Bimbisāra, der Einzug in Rājagrha, die An-
nahme von Veluvana, die Aufnahme der achtzig
Schüler, den Besuch von Kapilavastu, den Edelstein-
pfad in der Luft, die Aufnahme von Rāhula und
Nanda in den Orden, die Übernahme des Klosters
Jetavana, das Wunder am Fuße des Mangobaums,
die Predigt im Himmel der „Dreiunddreizig" Götter,
das Wunder des Herabsteigens mit den Göttern
(Brahmā und Indra), die Versammlung der „Fragen
des Sthavira", das Mahāsamayasūtra, die Unterweisung
des Rāhula, das Mahāmangalasūtra, das Zusammen-
treffen mit dem Elefanten Dhanapāla, die Über-
windung von Ālavaka, Aṅgulimāla und Apalāla, das
Zusammentreffen mit den Pārāyanaka-brāhmaṇas, den
Entschluß, aus dem Leben zu scheiden, die Annahme
des Essens mit Ferkelfleisch und der zwei Gold-
gewänder, den Trunk klaren Wassers, das Parinirvāṇa
selbst, die Totenklage von Devas und Menschen,
die Verehrung seiner Füße durch den Sthavira, den
Leichenbrand, das Erlöschen des Brandes, die Re-
liquienverehrung und die Verteilung der Reliquien
durch Droṇa. Und wo es nur möglich war, ließ der
Hochgeborne Jātakas darstellen, da sie die geistige
Sammlung entstehen ließen: also ließ er das Vaiś-
vāntarajātaka ausführlich darstellen und ebenso alles
vom Himmel Tuṣita an bis zum Sitz unter dem
Bodhibaum. An den vier Himmelsgegenden standen
die vier großen Könige und darüber die „Dreiund-
dreißig" Devaputras und die zweiunddreizig Götter-
mädchen, die achtzig Yakṣafürsten, ferner Devas mit
gefalteten Händen, andere mit Blumenvasen, tanzende
Devas und solche, die blühende Zweige brachten,
Devas mit Lotussen und anderen Blumen und andere
anderer Art: Reihen von Bogen mit Edelsteinen und
Dharmarādern, Reihen von Devas mit Schwertern
und solche mit Krügen."
Sehen wir nun von der Frage ab, ob schon
in der alten Zeit des Königs Duṭṭhagāmani
dieses reiche legendenhafte und mythologische
Material zur Darstellung gebracht worden ist
— eine Frage, die für unsere Zwecke ohne
besondere Bedeutung ist — so haben wir
eine Art Rezept vor uns, wie solche Tempel
auszuschmücken sind: ein Rezept, das zweifel-
los auf guter Tradition beruht und in jüngeren
simhalesischen Gemälden, soviel ich weiß,
auch befolgt worden ist. Die zweifellose Ab-
hängigkeit der südlichen Kirche in allem, was
sich auf bildende Kunst bezieht, von der
nördlichen, gibt uns auch das Recht, die An-
gaben als Unterlage zu dem Folgenden zu
Grunde zu legen. Leider ist mit einigen
schwachen Angaben bezüglich der Stellen,
wo die Gestirne und wo etwa das Ruhelager,
d. h. die Darstellung des ins Parinirvāṇa ein-
gehenden (sterbenden) Gautama Buddha zu
I,12—I,13
lozieren sind, gar keine direkte Angabe im
Texte, wie die Bilder verteilt waren. Es wirkt
dies bei dem sonstigen ausschmückenden Wort-
schwall der Chronik etwas seltsam und es sieht
in der Tat so aus, als ob ein alter Text re-
produziert wäre, nicht aber Beschreibungen
der Wirklichkeit vorlägen. Immerhin sind eine
Reihe von Szenen aus Buddhas Leben hinter-
einander geschlossen aufgeführt: wir erkennen
in diesen Szenen unsere „Buddhapredigen"
wieder, die offenbar die Hauptdekoration der
Wände darstellen sollen, wie es in den uns
vorliegenden Höhlen auch der Fall ist; alles
andere gehört entweder zum Kultbild, wie
die stehenden Götter, oder bildet, wie die
Jātakas, die fliegenden und schützenden Götter,
das Beiwerk als Nebenstreifen, als Plafond-
dekoration, als Schützer der Türen in den
Laibungen.
Merkwürdig ist, daß die Jugendgeschichte
des Gautama usw. bis zur Bodhi ebenfalls
nur mit den Jātakas erwähnt wird; diese Dar-
stellungen scheinen also nicht in die Serie
der oben hervorgehobenen Bilder an den
Hauptwänden zu gehören.
13. Wie das angegebene Material in Stil-
art 1 und 2 in der Umgebung von Kutscha
(Ming-Öi beim Qumtura, Ming-Öi bei Qyzyl
und Kiriš, endlich auch in Šorčuq) verwendet
wird, ergibt sich aus dem Folgenden:
A. Darstellungen der ganzen Lebensgeschichte
des Religionsstifters von seiner Geburt bis zum
Parinirvāṇa. Ein fast quadratischer Raum, über
dessen Plafond sich eine Kuppel erhebt, daß
alle Wände in drei Streifen geteilt sind,
diese Streifen wieder in fast quadratische
Bilder, welche die Reihenfolge der ganzen
Szenen erhalten. Die 2. Stilart ersetzt die
Kuppel durch ein Tonnengewölbe. In Qyzyl
gehört in diese Gruppe die wundervolle
„Pfauenhöhle", deren Beschreibung unten,
vgl. die Tafeln I—XIV, folgen soll.
B. Die weitaus häufigste Dekorationsart zu
Qyzyl ist die folgende: Eine quadratische oder
fast quadratische Haupthalle bildet ein Tonnen-
gewölbe, vor welchem eine meist frei ange-
baute, bald etwas größere, bald kleinere Vor-
halle vorhanden war, vgl. Fig. 10. In den
meisten Fällen ist diese Vorhalle zerstört,
ebenso aber auch die Tür der Haupthalle.
Die Rückwand der Haupthalle bildet eine
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