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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0045 Alt-Kutscha : vol.1
古代クチャ : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / 45 ページ(白黒高解像度画像)

キャプション

[Figure] Fig. 24. 赤丸天井窟の装飾、このような様式はよく見られる。葉は明緑色、分岐装飾は白にくすんだ黄色、側帯は赤。『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、83ページ。Ornament aus der Rotkuppelhöhle, auch sonst in dieser Stilart häufig. Blätter hellgrün, Trennerornament weiß und mattgelb, Seitenbahnen rot. Kultstätten S. 83.
[Figure] Fig. 25. 赤丸天井窟の装飾、このような様式はよく見られる。中央の帯は茶色に焦げ茶の線描、側帯(ここでは黒)はオリジナルは赤。『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、83ページ。Ornament aus der Rotkuppelhöhle, auch sonst in dieser Stilart häufig. Mittelbahn Lederfarbig mit dunkelbrauner Zeichnung, Seitenbahnen (hier schwarz) im Original rot. Kultstätten S. 83.

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doi: 10.20676/00000192
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OCR読み取り結果

I,27 I,27—I,28

zeitlicher Entwicklung ein gutes Stilgefühl sich dies Material fluktuiert und erneuert sich je
bemerkbar macht. Am ausgeprägtesten ist nachdem die Gegenstände waren, die der
es in der zweiten Stilperiode, die wir in Karawanenhandel und der Straßenraub in
den folgenden Zeilen etwas genauer ansehen die Truhen der Landesherren brachte. Hier
wollen, ohne sie erschöpfen zu können. dürfen wir wohl auch direkten Zusammenhang
Die monströsen Bildungen in den Dar- zwischen dem Orient und Mittelalter annehmen,
stellungen von Göttern und Dämonen und so daß also unsere zentralasiatischen Dinge
sonstigen Fabelwesen: vielköpfige, tierköpfige mit den noch weiter östlichen Dependenzen
menschliche Gestalten mit Flügeln, zahlreichen nur der Seitenflügel der vom Orient erwürgten
Armen usw., die der vordere Orient auf Grund und weiter verhandelten Spätantike darstellen.
ägyptisch-babylonischer Formen beibehielt; Die Elemente gliedern sich also so:
alle diese Wesen mit seltsamen Kronen und 1. tierköpfige, vielköpfige Götter mit sel-
sonstigen ihre Funktionen (Schnelligkeit, Zorn samen Kronen usw.
usw.) bezeichnenden Attributen treten hier in 2. emblematische Szenen kombiniert aus ver-
der zweiten Stilperiode eingefügt in die Formen schiedenen tierischen und menschlichen
der ersten Stilperiode voll entwickelt auf. Ich Gestalten, bisweilen vor Bergen, in qua-
werde später darüber sprechen. Mit ihnen aber dratischen, auf die Spitze gestellten Feldern,
kommen diese emblematischen und allegori- bisweilen in Ringen mit Punktornament.
schen Dinge, die zum Teil Loslösungen aus 3. dekorativ verwendete mythologische Tiere:
der ersteren Serie sind. Sie fallen unter das- Doppeladler, springende Tiger (Welfe),
selbe Gesetz wie die in der mittelalterlichen Drachen usw.
Kunst noch lange erhaltenen Personifikationen 4. rein dekorative Elemente, zum Teil Ab-
(z. B. der christlichen Kirche) wie der Tetra- kürzungen größerer Kombinationen.
morph, wie ferner Sphinxe und Kentauren Über die meisten dieser Dinge 1—3 werde
und dergl. mehr. Die allegorische Deutung ich unten, wo sie sich aus den Kompositionen
gliedert sie der kirchlichen Anschauung unter, auslösen und erklären lassen, das Nötige
die zugleich auch rein dekorative Dinge sank- sagen. Nur über den Drachen will ich ein
tifiziert. Ganz ähnliche Erscheinungen bietet paar Worte sagen und einiges andere stark
uns der zweite Stil und die folgenden Perio- an Mittelalterliches erinnernde anschließen.
den, und füglich bis zu einem gewissen Grade 28. Der Drache unserer Wandgemälde hat
die ganze nordbuddhistische Kunst auch seine Vorstufe in der Gandhārakunst. Sein
Chinas und Japans, Tibets und der Mongolei. Typ ist der antike, dessen Schöpfer Skopas
Auch der höfische Charakter hängt dem rein ist. In Stilart 2 stellt er sich ein als Symbol
dekorativen Teile dieser Formguts an und des Wassers, als Buddha verbrannt werden
nähert sich stark heraldischen Werten. Und sollte und der alte Kāśyapa hinzukam, um

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