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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0060 Alt-Kutscha : vol.1
古代クチャ : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / 60 ページ(白黒高解像度画像)

キャプション

[Figure] Fig. 38. 武装したヴァジュラパニ(Vajrapâṇi:金剛力士)、タイプ1、仏陀立像の脇侍、暖炉窟の廊下、キジル、『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、43ページ。Vajrapâṇi, gepanzert, Typus 1, Begleitfigur eines stehenden Buddha, Gang der Kaminhöhle, Qyzyl, Kultstätten 43.
[Figure] Fig. 39. アテナ・プロマコス(軍神アテナ)、ニヤ(Niya:尼雅)出土の印章、M. A. スタイン、『コータン(Khotan:和田)の砂に埋もれた遺跡群(Sandburied Ruins of Khotan)』、ロンドン、1903年; 『キタイ(Cathay:契丹)砂漠の遺跡群(Ruins of Desert Cathay)』,、ロンドン、1912年。Athene Promachos, Siegeldarstellung aus Niya, nach M. A. Stein, Sandburied Ruins of Khotan, london 1903; Ruins of Desert Cathay, London 1912.

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doi: 10.20676/00000192
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OCR読み取り結果

I,33 I,33

die Form dieser Krone (vgl. Fig. II,24 ob.) weitere Kreise gezogen zu haben scheint.
und das gleichzeitig getragene rote Ärmelge- Die Helmform ist so, daß sie wohl kaum im
wand weist auf nichtindische, zunächst irani- Lande je getragen worden ist. Es ist ein kessel-
sche Dinge. So gesellen sich iranische Königs- förmiger Helm mit kahnförmigem Doppelrand
typen in dieser Figur zu nachklingenden spät- und Federstutz, Fig. 38. Die Formen wechseln
antiken Götterformen, was dem allgemeinen etwas, bis endlich ein dreimasterförmiger,
meist weiß gemalter Hut, der wirklich ge-
tragen worden zu sein scheint, an seine Stelle
tritt. Freilich unterliegt auch er wieder ver-
schiedenen phantastischen Umbildungen. Eine
merkwürdige Parallele bietet dazu die Art
und Weise, wie die beginnende Renaissance
antike Helme, aber auch Kostüme umgestaltete.
Es trifft sich nun sonderbar, daß gerade eine
den Donnerkeil schleudernde Athene Pro-
machos als Siegelfigur in Chinesisch Turkistan
häufiger vorkommt (Fig. 39). Als Siegel über
den Holzverschlüssen von Kharoṣṭhī-Doku-
menten hat M. A. Stein eine solche Athene
mehrmals gefunden. Die Fundstelle ist die
Gegend am Flusse bei Niya. Daß zwischen
Niya und Kutscha Zusammenhang bestand,
ist kein Zweifel. Dazu kommt, daß auch noch
andere dieser Siegelabdrücke sich in den Wand-
bildern der Umgebung von Kutscha nach-
weisen lassen. Die Münzen der Indoskythen
zeigen das Bild dieser Athene nicht oft, und,
wo sie vorkommt, ist sie offenbar die Nach-
bildung älterer Münzen. Ungemein häufig
aber ist Athene Promachos auf den Münzen
der griechisch-baktrischen Könige. Am zahl-
Charakter orientalischer Stillosigkeit beider reichsten vertreten ist der Typ einer archai-
Richtungen, der Gandhāra-Skulpturen sowohl stischen, nach L. gewendeten Athene mit vor-
wie unserer Wandgemälde wohl entspricht: gehaltenem Schilde, auf der Brust die Aigis,
Prunk und stete Variation mit vorurteilslos
von allen Seiten zusammengerafftem Aufputz
ist der Hauptzweck. Religiöse Erklärung, Um-
deutung, schließlich Entstellung ist ebenso
auch hier vorhanden, wie überall, wo nicht
selbst schulmäßig errungene Kunstformen, sei
es durch dynastischen Befehl oder als Gefolge
einer Religion, sei es durch den Handel
Leuten übertragen werden, denen jedes wahre
Formengefühl fehlt. Die antikisierenden For-
men Vajrapānis habe ich in meinem Hand-
buch vor Jahren kurz skizziert: es ist hier
nicht der Ort, hier weiter darauf einzugehen,
da wir hier nichts mit den Skulpturen zu tun
haben. Erwähnen aber muß ich einen be-
helmten Typus, der gerade in den Wandge-
mälden häufiger vorkommt und dort noch und den Donnerkeil in der erhobenen R.
Auf den Münzen des bedeutendsten dieser
Könige, der durch seine bis ins Gangestal
reichenden Eroberungen eine große Macht

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