National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0063 |
Alt-Kutscha : vol.1 |
| Ancient Kucha : vol.1 |
Captions
| [Figure] Fig. 41. |
Bakchi representation of a Gandhâra sculpture in the museum of Lahor, Jof Ind kind VIII, 1898 No. 62 plate 4.4, A. Foucher, Gandhâra I, 251 Fig. 129.Bakchische Darstellung einer Gandhâraskulptur im Museum von Lahor, Jof Ind Art VIII, 1898 Nr. 62 Taf. 4.4, A. Foucher, Gandhâra I, 251 Fig. 129.
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Citation Information
OCR Text
I,34
mächtigsten Gaukler und Zauberer, so wurde
auch die Terminologie seiner Philosophie, ja
seine natürlich später erst entstandene, der
Wahrheit wohl wenig entsprechende Legende
zweideutig verwendet, um eine Ritualistik zu
verhüllen, die zum Schmählichsten gehört, was
auf Erden je zu einem System geworden ist.
Menschenopfer hat es auch sicher bei fast
allen Völkern gegeben; aber die in den hier-
hergehörigen Tantras unter philosophischen
Phrasen verkapselte Art ist so infam, daß sie
nur einen Ausgangspunkt haben kann, der
sich aus dem folgenden ergeben wird. Wenn
wir nicht in der Lage wären, in den Tantra-
kommentaren des Tanjur Aufklärung über diese
mystischen Kulte zu erhalten, die authentisch
sind und den Doppelsinn lösen, so würden
wir wohl in dieser, von einer Horde ver-
kommener Gauner und Landstreicher zur
Deckung ihrer Verbrechen erborgten, von
Menschenliebe triefenden Terminologie noch
gar ein tiefsinnig weises System erblicken.
Ich scheue mich, dabei den Schleier zu lüften,
denn gewisse Gleichungen, die ich geben
kann, genügen dem Kundigen; muß man ja
bei derartigen Dingen, besonders, wenn es
sich um Orientalen handelt, immer gefaßt sein,
dabei eine Polemik hervorzurufen, die den
Vertreter der Wahrheit womöglich noch zum
rückständigen Verkünder gemeinen Aber-
glaubens oder zum Narren stempelte. Nichts
ist ja leichter, als mit Humanitätsphrasen „so
etwas sei ja bei so hochgebildeten Nationen
nicht möglich", wenn sie auch mit der haar-
sträubendsten Unwissenheit auftreten, das Feld
zu behaupten.
Die fremde, exceptionelle Stellung Vajrapāṇis
und seines „Kultur"-Kreises wird schon durch
ein eigentümliches Indizium im heiligen Kanon
selbst angedeutet. Während nämlich im tibe-
tischen Kanon bei jedem Traktat der Autor
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