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0093 Alt-Kutscha : vol.1
Ancient Kucha : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / Page 93 (Grayscale High Resolution Image)

Captions

[Figure] Fig. 76. Hieroglyphics of a later repainted picture from the ceiling of the cave in the ravine, Qyzyl.Hieroglyphen eines später übermalten Bildes aus der Decke der Höhle in der Schlucht, Qyzyl.
[Figure] Fig. 77. Hieroglyphics of a later repainted picture from the ceiling of the cave in the ravine, Qyzyl.Hieroglyphen eines später übermalten Bildes aus der Decke der Höhle in der Schlucht, Qyzyl.
[Figure] Fig. 78. Figures of decoration, perhaps hieroglyphics, on flags of a Manichaean Fresco dug by the Turks in 1902 on the ruin Q, in order to bad condition, the picture could not keep any longer.Figuren dekorativer Art, vielleicht Hieroglyphen, auf Fahnen eines von den Türken ausgehobenen manichäischen Freskos, das sie mir 1902 auf die Ruine Q so ungeschickt hinlegten, daß das Bild nicht mehr aufgehoben werden konnte.

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doi: 10.20676/00000192
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I,54 I,54

Wir treffen also hier dieselbe allegorische (Fig. 76, 77, 78, 79). Ja, selbst in den erhaltenen
Unterlage, über welche unten noch mehr zu späteren transskribieren Handschriften bildet
sagen sein wird. Der orientalische Mischstil die Erinnerung die Initialen (Fig. 80) wieder
des weiten Gebiets, das einst das Reich der zu Formen zurück, die wie verkürzte Hiero-
Achämeniden gewesen war, lebt noch, und glyphenbilder aussehen. Die Ähnlichkeit dieser
Dinge mit mittelalterlichen Handschriften ist
ganz außerordentlich. Sehen wir uns die
Fig. 71, 73, 74 der Reihe nach an.
Fig. 74 ein alter bärtiger Gott mit einem
Fisch auf einer Schale: die Krone zeigt in der
Mitte Sonne und Mond, vgl. darüber R. eine
kleine goldene Scheibe mit einer Yoni, L. eine
Scheibe, in deren Mitte ein Ring und ein Punkt
ist, oben gehörnt, daneben eine Blume. Daß
dies keine Schmucksachen, sondern Hiero-
glyphen sind, ist klar.

recht stark markiert sich noch, wie in den
alten Tagen, das ägyptische Element. Wie die
ägyptischen Götter ihre Hieroglyphen (Isis den
Thron, Nephthys das Haus und die Wanne usw.)
über dem Scheitel tragen, so erscheinen hier
diese ägyptischen Spätlinge wie stilistisch anders
belebte, sitzende ägyptische Götter, etwa die
Reihen der Totenrichter bei der Psychostasie.
Und in ihren Kronen sehen wir nicht etwa
einzelne Hieroglyphen, sondern bisweilen kom-
plizierte Gebilde von Figuren, die zweifellos
eine Bilderschrift sind. Dies ist die viel um-
strittene geheime Schrift Mānis selbst, neben

der eine Reihe astrologischer Zeichen, deren
Grundschema immer der Himmel ist und die
schließlich sogar anscheinend sinnlos (?) zu
Gewandmustern herabsinken. In Tibet sind
diese Bilder, stark modifiziert, noch vorhanden

Fig. 71. Ähnlich hat der elefantenköpfige
Dämon in der Mitte seiner Kappe ein von
Perlen umgebenes Schildchen, das wappen-
artig geteilt ist: die beiden Hälften zeigen
Häschen und Phönix: Sonne und Mond. Da-
neben ein System von Wülsten und Knöpfen,
das R. neben dem Mond ganz anders aus-
sieht, als L. neben der Sonne. Der drei-
äugige Gott in der Ecke aber hat ein ganzes
System von Wülsten, Scheiben vor einem
umgeschlagenen Schlußblatt und auf der
anderen Seite sogar eine hochgerichtete flache
Hand. Die Ähnlichkeit dieses Schildes, denn
es ist ein ganzes Namenssschild mit den so-
genannten hethitischen Hieroglyphen, ist zu be-
achten. Hier liegt die eigentliche Schrift
Mānis vor, von der auch sonst modifizierte
Reste begegnen.
Bisweilen sind diese Abzeichen einfacher,
Fig. 74, aber sicher nicht ohne Sinn.