National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0110 |
Alt-Kutscha : vol.1 |
| Ancient Kucha : vol.1 |
Captions
| [Figure] Fig. 9. |
Ornament of the balcony fugure, Peacock cave.Ornament von den Balkonfülungen, Pfauenhöhle.
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| [Figure] Fig. 10. |
Ornament of the balcony fugure, Peacock cave.Ornament von den Balkonfülungen, Pfauenhöhle.
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| [Figure] Fig. 11. |
Divider strip of the Peacock cave.Bildertrenner der Pfauenhöhle.
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Citation Information
OCR Text
II,7—II,8
oder Śakra diese Mütze, wie wir unten sehen
werden, nicht mehr. Auf der Vorderseite
hat die alte Form bald zwei oder mehr auf-
rechtstehende Bandstreifen, Tafel IX, X Fig. 2,
bald zwei Hörnchen mit einer Art Rosette
in der Mitte, Tafel XI–XII Fig. 1, bald eine
große Blume oben mit vorstehender Spirale
kokardenartig zwischen Schnüren aufgesteckt,
Tafel I–II Fig. 1, Tafel V–VI Fig. 1. Diese
Mütze, die mit verschiedenen Devisen vor-
kommt, ist persisch und wohl noch älteren
(babylonischen) Ursprungs, vgl. in der Ein-
leitung die Bekrönung einer manichäischen
Gottheit.
8. Diese um einen Bodhisattva gescharte
Gruppe von Devaputras ist nun zu einer unge-
mein beliebten Komposition geworden, die im
Bogen über der Tür der Zella gegenüber in der
zweiten Stilart fast die regelmäßige Dekoration
bildet. Unter Fig. 8 habe ich die Umrisse
einer dieser nun rein schematisch gewordenen,
durch ihre Buntheit oft recht anmutigen Gruppe
aus einer anderen Höhle der zweiten Stilart
angefügt. Da der in der Mitte sitzende Bodhi-
sattva die Füße herabhängen läßt, sind wir
berechtigt, ihn Maitreya, den nächsten nach
Gautama in die Welt kommenden Buddha
zu nennen.
Unter diesen Bildern lief nun der bereits
mehrfach erwähnte Balkon auf allen vier
Wänden herum, vgl. die oberen Streifen auf
II,8—II,9
Tafel I–II und III–IV, die zusammengehören,
auf Tafel V–VI, auf der der untere Streifen
an deren oberen anzusetzen ist, und endlich
auf Tafel VII–VIII, welche unter Fig. 1 die
Balkonreste der Rückwand und unter Fig. 2
die noch spärlicheren der Türwand enthalten.
Einen Überblick über den ganzen Dekor, wie
er sich an die Spandrillen anschloß, so daß
die Seitenwände aufgeklappt noch die Balkone
aber nichts mehr enthalten, zeigt Fig. 3. Um
nicht nutzlos Raum zu vergeuden, habe ich
mich damit begnügt, nur für den Balkon der
Rückwand den ganzen Balkon mit abzubilden,
Tafel VII–VIII Fig. 1, in den übrigen Fällen,
Tafel I–II und III–IV, V–VI, habe ich nur
noch das Geländer selbst mit abgebildet.
Die Ornamente in den Füllungen des Ge-
länders, die auch sonst dieser Stilart geläufig
sind, habe ich, wie den bildertrennenden
Streifen, Fig. 11, als Zierleisten hier verwendet,
Fig. 9, 10.
9. In der Mitte jeder Wand steht hinter dem
Steinzaun je ein Buddha in predigender
Stellung, mit Aureole und Mandorla, die R.
in Dharmacakramudrâ, während die L. die
Robe hochrafft, R. von ihm steht jedesmal
der betreffende Indra oder Śakra, durch das
Stirnauge kenntlich und L. von ihm Brahmâ,
wie oben erwähnt, das Haar auf dem Scheitel
aufgetürmt, mit Arm- und Brustketten von
Elaeocarpus ganitrus. Auf der L. Seitenwand
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