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0136 Alt-Kutscha : vol.1
古代クチャ : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / 136 ページ(白黒高解像度画像)

キャプション

[Figure] Fig. 33. 縞模様B、航海図のある石窟壁画の下部、『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、147ページ、Bの2、3。Streifen B in der Höhle mit der Seereise, Kultst. S. 147 bei B2, 3.
[Figure] Fig. 34. 縞模様B、航海図のある石窟壁画の下部、『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、147ページ、BのII、IV。Streifen B in der Höhle mit der Seereise, Kultst. S. 147 bei B II, IV.

New!引用情報

doi: 10.20676/00000192
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OCR読み取り結果

II,30—II,31
bei B 4 ein Schädel, bei B 5 ein junger bärtiger
Mann im Profil (Fig. 33, 34). Auf der anderen
Seite sieht man nur noch bei B II einen Schädel,
bei B III einen alten bärtigen Mann en face,
bei B IV ein Mönchsbild mit leicht geneigtem
Kopf. Das übrige ist zerstört.
Dieser Streifen B zeigt einen besonderen,
vom übrigen völlig abweichenden Stil von fast
christlichen Formen, über dessen Urheber oben
das nötige angedeutet ist.
C. Auf diesem untersten Streifen sind große
weiße Felder abgeteilt, als sollten dort neue
Bilder eingemalt werden; jedes dieser Felder
ist 1,90 m breit und von einem Blattrahmen
umgeben. Auf jeder Seite sind zwischen den
Tafeln drei meditierende Mönche einzeln ein-
gesetzt. Der dritte dieser Mönche hat auf
Seitenwand L links neben sich einen Schädel
liegen. In der Lünette über der Türe ist ein
meditierender Mönch dargestellt, über der
Türe R. noch ein stehender Mönch. Diesen
Streifen C hat zweifellos wieder der Maler
der Avadānas (A) ausgeführt.
31. Es kann mit ziemlicher Sicherheit be-
hauptet werden, daß der Maler Priyaratna
hier gearbeitet hat. Ich schließe dies daraus,
daß in beiden Höhlen, die stilistisch durchaus
identisch sind, viele Darstellungen von Edel-
steinen vorkommen. Und wenn dies auch in
dem dargestellten Stoffe liegen mag, so ist
doch auch auf den Namen selbst Gewicht zu
legen, der sicher nur ein Künstlername, kein
wirklicher ist. Daß man in diesen Bildern An-
spielungen auf seine Wünsche gesehen hat,
ist natürlich nicht zu erweisen, aber doch
wahrscheinlich. Es gibt aber Parallelen. In

II,31
anderen Höhlen finden sich unter konven-
tionellen Devaputras und Devakanyās veritable
Mädchenporträts, ja unter der aufgelegten
Deckfarbe wirkliche Akte von individuellem
Charakter. Denn daß diese fremden Maler
von frommen Wünschen beseelt gearbeitet
hätten, wird da und dort durch kompromit-
tierende, alte, übermalte Sgraffitti widerlegt,
derb ausgedrückt im Sinne jenes Frommen —
und es war sogar ein Mönch —, der seine
Tagesleistung unterschrieb: detur alteri penna,
scriptori pulchra puella.
Die dritte Stilart findet sich auf dem Ge-
wölbe. Nur im hinteren Drittel ist einiges
erhalten. Man sieht noch die Reste von Berg-
landschaften mit Buddhas, aber äußerst flüchtig
und roh gemalt: viel roher als in der Höhle
„in der Schlucht" (vgl. unten). Vermutlich
haben Erdbeben die alte Decke herunter-
geworfen. Man hat dann flüchtige Reparaturen
gemacht, wie ähnliche auf dem Mittelpfeiler
der „Malerhöhle" (Kultst. S. 146, Fig. 334)
ebenfalls zu sehen sind. Die Decke ist aber
dann später wiederum geborsten; denn der
Boden lag im hinteren Drittel, als die Ver-
sandung ausgeräumt war, voll abgestürzter
Trümmer.
Was an und etwa vor der Rückwand war,
ist völlig vernichtet. Von einem Sockel für
eine Kultfigur war keine Spur. Es bleiben
also nur noch die großen Bilder der Seiten-
wände zu besprechen, die leider auf dem
Transport sehr gelitten haben.
Obwohl nun kaum die Hälfte erhalten ist
und auch diese nur mit Lücken, so bildet doch
das dargestellte ein so interessantes Material,

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