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0193 Alt-Kutscha : vol.1
古代クチャ : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / 193 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000192
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OCR読み取り結果

ebenso die oberste, während die Mittelreihen
wirr sind und die Unregelmäßigkeiten hervor-
brachten, die mich darauf führten, die Wand
auf das Genaueste zu untersuchen. Was ich
durch Waschen herausbrachte, ist oben bereits
erwähnt: sicher war die ältere Darstellung ganz
oben nur weißer Hintergrund mit einzelnen
Bäumen, von denen der Übermaler einige
geradezu beibehielt, der Mittelgrund war Archi-
tektur mit langen Mauern, deren Linien und
Fenster noch zu erkennen sind, Inschriften,
Fahnenstangen, und unten, wo die großen
blauen Flecken so auffallend sich breitmachen,
Figuren von etwa doppelter Höhe der jetzigen
Szenen; die Figuren sind dichtgereicht gewesen
mit breiten Lücken zwischen den größeren
Gruppen, von denen einige Extremitäten, Ge-
wandzipfel usw. noch heute, wie erwähnt, un-
gedeckt geblieben sind. — Der Maler oder
derjenige, der die Ausmalung leitete, wählte
also aus seinen größeren oder kleineren Pa-
tronen dasjenige von den Hauptszenen aus,
was zunächst gesehen werden konnte oder
mußte, also die berühmtesten Peinigungsszenen,
ordnete sie parallel und paßte sie den Farben
an, und wo Lücken entstanden, Halbflächen
oder Zwickel blieben, die hier recht sonder-
bare Formen hatten, füllte er die Bergszenen
mit Tieren: Marals, Bären, Kägliks und an-
deren Vögeln und endlich Affen. Nicht um-
sonst sind hier die Affenszenen bevorzugt:
nicht nur das Mahākapijātaka ist da, auch der
kluge Affenkönig, der sein Volk vor dem
Wasserteufel rettet, u. a. m., es findet sich
sogar eine Affenjagd, zu der die Legende
fehlt, und fast jedes Feld wimmelt von Affen-
unfug oft wirklich amüsanter Art. Diese starke
Belebung durch karikierende Affen erleichterte
dem Maler die Bewältigung der Unregelmäßig-
keiten, zu der er in der Anordnung seiner
Bergreihen gezwungen war; die Einführung der
Affenszenen war freilich nicht seine Erfindung,
denn sie ist älter und gehört zu den merk-
würdigsten Dingen, die diese Bilder mit an-
deren Kunstübungen verbinden. Was ich hier
nun sagen muß, sind Andeutungen, die aber
der Verfolgung wert sind. Vor allem muß
wieder betont werden, erstens, daß sie im
Gleise der übrigen Erscheinungen, die wir
skizzieren konnten, liegen, dann aber, daß
ich nur von der Kunstform selbst spreche.