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0215 Alt-Kutscha : vol.1
Ancient Kucha : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / Page 215 (Grayscale High Resolution Image)

Captions

[Figure] Fig. 68. Strip from the foot ornamentation of the wall paintings, Cave with the Fresco floorn, Kultsätten p. 49. Very frequently and still in Turfan, Bäzäklik, Toyoq frequently.Streifen aus dem Fußornament der Wandbilder, Höhle mit dem Freskoboden, Kultsätten S. 49. Sehr häufig und noch in Turfan, Bäzäklik, Toyoq häufig.
[Figure] Fig. 69. Ornamentation (very frequent) from the Red dome cave, Kultsätten p. 83, brightly and dark-leather-colored changing. Secondary lines red.Ornament (sehr häufig) aus der Rotkuppelhöhle, Kultstätten S. 83, hell und dunkellederfarbig wechselnd. Nebenbahnen Rot.

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doi: 10.20676/00000192
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Leder, auf dem Kopfe. Die vierte Szene dieser
Reihe (Tafel XXXIV–XXXV) ist figurenreich,
sehr belebt und mit Ausnahme der stehenden
Buddhafigur gut erhalten. Beachtenswert sind
auch hier die seltsam überladenen Cintāmani-
Kronen der dargestellten Männer und Frauen
mit den darangesetzten blattförmigen Strahlen-
bündeln, Darstellungen, die in dieser Form
in Ming-Oi, Qyzyl, ziemlich selten sind, aber
in ganz abenteuerlicher Weise in den Wand-
bildern von Toyoq-Mazar vorkommen, vgl.
Kultst. S. 322, wie oben bereits in anderem
Zusammenhange erwähnt wurde. Vor Buddha
liegt auf den Knien ein Mann, der Buddhas
R. Fuß mit den Händen umfaßt, hinter ihm
ein anderer mit reichem, aus Scheiben und
Cintāmanis gebildeten Kopfputz, ein rot und
blau gestreiftes, weißes Schaltuch um den
Oberkörper, der ein großes Schwert mit sehr
langem Griff in der R. hält: offenbar ein Hin-
richtungsschwert, keine Kriegswaffe, die Scheide
hält er noch in der L., er hat das Schwert also
gerade gezogen: offenbar soll der vor Buddha
Kniende enthauptet werden. Hinter dem Manne
mit dem Schwert kniet sich eben ein Mann mit
flehend erhobenen Händen vor Buddha nieder,
der genau so gekleidet und geschmückt ist,
wie der Schwertträger. Also ist er wohl der
Mann, in dessen Auftrag der Mann getötet
werden sollte. Im Mittelgrunde sieht man drei
Frauen vor einem durch einen Pfeiler zum
Ausdruck gebrachten Hause: die mittlere der
drei, mit reicherem Kopfputz, ist offenbar die
Hauptperson, vielleicht die von dem Misse-
täter beleidigte Frau; die zwei Frauen R. und

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L. von ihr in anliegenden weißen Ärmeljacken
sind nur ihre Begleiterinnen oder Zofen. Auch
hat die Mittelfigur eine jetzt freilich fast weg-
gebrochene Aureole. Es ist soviel klar, daß
durch Einschreiten Buddhas ein zum Tode
Verurteilter befreit wird. Vielleicht bezieht
sich die Darstellung auf Ksemamkara, dem
Schwager König Prasenajits, der wegen
schlechter Streiche getötet werden sollte.
Hinter Buddha sieht man noch zwei stehende
Mönche, einen mit buntgemusterter Robe; die
beiden haben rotbraune, natürlich geschorene
Köpfe! Hinter ihnen steht noch ein Deva-
putra, die Hände in Añjali-Position.
Die zweite Reihe der Bilder auf der Rück-
wand Taf. XXXVIII–XXXIX unten beginnt
zunächst mit dem Restchen eines um die Ecke
gemalten Bildes. Wir sehen eine Replik der
oft in Qyzyl vorkommenden Darstellung (vgl.
Taf. XXIV–XXV, Fig. 4) der Hetäre Srimati,
die noch einmal als Leiche zu Buddhas Füßen
gelegt ist. Hinter der sitzenden Hetäre sieht
man noch drei ihrer Dienerinnen und dahinter
einen Blumen streuenden Devaputra, der R.
von Buddha einem anderen in Añjali-Position
entspricht. Vielleicht kann man den letzteren
Brahmā, den ersteren Indra (Śakra) nennen,
obgleich die charakteristischen Merkmale dafür
fehlen. Trotz prinzipieller Gemeinsamkeiten
weicht der Maler dieser Bilder im einzelnen
von dem sonst in Qyzyl Geläufigen stark ab.
Interessant ist auch der Unterbau eines großen
Stūpa, vor dem Buddha sitzt. R. von Buddha
steht noch ein Mönch und vor ihm sitzt ein
rotbärtiger Vajrapāni.

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