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0230 Alt-Kutscha : vol.1
Ancient Kucha : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / Page 230 (Grayscale High Resolution Image)

Captions

[Figure] Fig. 82. Stûpa rows from the corridor of the cave with the Fesco floor, Kultst. p. 49, where also the colors are indicated.Stûpa-Reihen aus den Gängen der Höhle mit dem Feskoboden, Kultst. S. 49, wo auch die Farben angegeben sind.

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doi: 10.20676/00000192
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II,83 II,83—II,84

in der Höhlengruppe neben der Kaminhöhle Buddhas sehen wir drei Mönche in Añjali-
(Kultst. S. 46, Fig. 91, S. 48), eine stärker mo- Position, der vorderste knieend. Hinter ihnen
difizierte Variante findet sich in der Māyāhöhle nähert sich ein Devaputra, der mit ausge-
der 3. Anlage an derselben Stelle. Das vor- breiteten Armen eine Perlenkette bringt. So
liegende bunt dargestellte Bild ist eines der enthält das Bild außer der Öffnung des Sarges
wenigen gut erhaltenen Bilder dieses Dar- nichts charakteristisches, was uns die
stellungskreises, ungemein belehrend für die Benennung der einzelnen Personen ermöglichen
ganze Mache dieser Art Gemälde, so inter- könnte.
essant es in den Einzelheiten sein mag.
Die ganze Mitte des Bildes füllt der Sarg 84. Die Replik in der Kaminhöhle erleichtert
Buddhas aus, er ist, wie immer, mit reichem uns die Bestimmung. Der Mönch, welcher
Ornamentschmuck versehen. Er steht bereits den Sargdeckel dort öffnet, ist ein alter Mann
im Feuer, aber der schon in prasselnden im Flickenkleid, sonst ist niemand bei dem
Flammen stehende Deckel wird von einem schon brennenden Sarg, als zwei zu Füßen
Mönche hochgehoben, der zu Häupten des desselben stehende Mönche in klagenden
Sarges steht. Im so wiederum geöffneten Stellungen. Über dem Ganzen aber sieht man
Sarge sieht man die Leiche Buddhas wie eine dort einen Balkon mit klagenden und blumen-
Mumie mit schmalen Streifen umwickelt von werfenden Göttern: es sind Fürsten oder
blauer, grüner und weißer Farbe, welche von Götter gemeint. Ich möchte nicht vergessen,
der R. Schulter an nach L. gewickelt sind, darauf hinzuweisen, daß in der Ajātaśatru-
während rote von der L. Seite ihnen begegnen. Höhle, Kultst. S. 145, und in der Māyāhöhle
Der Kopf Buddhas, auf die nicht mit ein- der 3. Anlage, ebenda S. 180, die Figuren
gewickelte Rechte und beide auf Kissen gelegt, dieses Balkons, der in diesen beiden Fällen
ist der gewöhnliche und hat noch die Aureole, zum Parinirvāṇabild und -figur der Rückwand
auch die linke Hand ist nicht mit in die gerechnet werden muß, in der Nationaltracht
Binden gewickelt. Im Kopfblatt des dach- der Stifter wiedergegeben sind. Wie dem auch
förmigen Deckels erscheint ein Drachenkopf, sei, wir können also die hier hinzutretenden
im Fußblatt tritt ein Drachenschweif hervor. Götter als Nebenfiguren auslassen und es
Vor dem Mönch, der den Deckel hochhebt, bleibt uns also nur die Sargöffnung durch
der übrigens eine blaue Robe trägt, kniet im einen Mönch, der hier jung dargestellt ist.
Vordergrunde zu Häupten Buddhas ein Gott Das, glaube ich, hindert uns nicht, die Bilder
oder König, der die Hände nach vorne streckend auf dieselbe Legende zu beziehen. Denn wenn
seinem Schmerze Ausdruck gibt. Hinter diesem wir die übrige Mache des Bildes ansehen, die
Mönche sieht man zwei Götter, die nicht ge- schematischen, ausdruckslosen Gesichter der
nauer bestimmbar sind, von denen der vordere, Mönche (etwa verglichen mit parallelen Ge-
dunkelfarbige, Blumen streut, während der mälden in Bäzäklik, Kultst. S. 271), besonders
zweite, hellfarbige, jenen merkwürdigen Profil- aber die unter dem Sarge brennenden Holz-
kopf zeigt, der unter den Händen der Kopisten stöcke, so ist es klar, daß die Hände, welche
oben immer schmaler wird. Zu den Füßen die auf die Wand angelegten Konturen mit
Farbe ausfüllten, Personen gehörten, die ganz