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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0052 Alt-Kutscha : vol.1
古代クチャ : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / 52 ページ(カラー画像)

キャプション

[Figure] Fig. 36. Bildhalter絵画を支える像、ローマ時代の家、トラステーヴェレ・モニュメンティ、 XII、図 XVIII。Bildhalter aus einem römischen Hause in Trastevere Monumenti XII, Tav. XVIII.
[Figure] Fig. 37. キジル第2施設の崩壊した中央建築の本堂(ガンダクティ)後壁の壊れた仏陀像台座正面。『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、145ページ参照。頭部はバラバラになっていたが、この胴体に付属していたことは疑いない。Figur von der Vorderseite des zerstörten Buddhasockels von der Rückwand der Cella (gandhakuṭi) des zerstörten Mittelbaus der zweiten Anlage Qyzyl; vgl. Kultstätten 145. Der Kopf der Figur war abgebrrochen, aberzweifellos zugehörig.

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doi: 10.20676/00000192
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OCR読み取り結果

I,31 I,31

nennen kann: Figuren von Menschen, Vier- gerne mit den Schädelbuckeln eines Elefanten
füßlern, Vögeln usw. werden so in die Orna- vergleicht.
mentborten eingefügt, daß Teile ihrer Körper Eine noch tollere Entartung aber ist die
geradezu in die Blätter, Blumen und Blumen- Folgende: In Indien ist sie dem Süden und
stiele übergehen. Schon aus Gandhāra (Fig. 35) Ceylon vertraut zusammen mit den Varianten,
ist ein solcher Schwan (hansa) bekannt, der in daß ganze Gruppen von Götter- und Mädchen-
der buddhistischen und brahmanischen Kunst figuren in Rosettenform gelegt werden, so daß
unvervüstlich scheint und bis in das moderne
Kunstgewerbe hinabreicht: ein Vergleich mit
ähnlichen Formen, etwa der Regensburger
Teppiche oder gewissen Wappentieren zeigt
den Zusammenhang aufs deutlichste. Daneben
aber erscheint eine andere geradezu barba-
rische Art, die uns aus sibirischen Dingen be-
kannt ist, und auch davon haben wir in Qyzyl
spärliche Proben: es ist die Auflösung ganzer
Tier- und Menschenfiguren in andere Figuren,
die nun in den äußeren Kontur hineingelegt
werden: eine seltsame Art, die noch die mo-
hammedanische und dravidische Kunst pflegt.
Die Mischgestaltigen Figuren, von denen
besonders groteske den Möbeln, Stühlen und
Fußschemeln zu verdanken sind, verdienen
eine kurze Erwähnung. Eine besonders selt-
same Form ist den Gandhāraskulpturen eben-
so geläufig, wie der ersten Stilperiode in
Qyzyl. Ein derber Raubtierfuß, auf dem nach

viele Glieder gemeinsam sind. Als Zentrum
dieser spielerischen Geschmacklosigkeit muß
der Steinzaun von Ajantā bezeichnet werden.
Obwohl die angeregte Sache nicht direkt mit
unseren Dingen zu tun hat, mußte sie hier
kurz gestreift werden, erstens weil wir wieder
gerade im Süden von Indien Dinge finden,
die auf den Zusammenhang mit dem Norden
Asiens weisen, zweitens, weil als Erbauer der
berühmte Nāgārjuna gilt, und drittens, weil
auf dem Steinzaun selbst als Adoranten eines
Bodhisattva Angehörige eines nichtindischen
Volkes, vielleicht sogenannte Indoskythen
dargestellt sind.
In diesen Zusammenhang gehört auch eine
weitere Koinzidenz: ich meine die Ähnlichkeit
der christlichen Darstellungen, welche eine
religiöse oder sonst ehrwürdige Persönlichkeit
auf Tieren von heraldischen Formen stehend
darstellen. Völlig dieselbe Auffassung be-
gegnet uns in den Höhlen von Qyzyl und
den stilverwandten von Kiriš in den Dar-
stellungen gepanzerter Lokapālas und Kṣiti-
patis, die auf ihren Vāhanas aufgerichtet
stehen und Drachenbanner an langen Stangen
halten. Nebenbei mag erwähnt werden, daß
diese Banner uns aus antiken Darstellungen
asiatischer Völker wohl vertraut sind. In den

antiker Art der Oberkörper einer Frau auf-
gesetzt ist, vgl. Fig. 36, 37 ist so entartet,
daß die Gewandpartie einen Elefantenkopf,
die Flügel aber die Ohren des Elefanten
ersetzen mußten. Hier ist offenbar ein Miß-
verständnis einer bestimmten eingeführten
Ware Schuld gewesen; vielleicht mag diese
Hybridität die indische Erotik verschuldet
haben, die den Busen einer kräftigen Frau