国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0088 |
Alt-Kutscha : vol.1 |
| 古代クチャ : vol.1 |
キャプション
| [Figure] Fig. 66. |
Manichäisches マニ教の絵画、第25窟、ベゼクリク、『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、279ページとS. オルデンバーグ、『ロシアのトルキスタン調査(Russkaja Turkestanskaja Ekspedicija)』、サンクトペテルブルク、45-46ページと図XLII参照、オルデンバーグの本は珍しい図像の現在の様子を描写している。Manichäisches Bild aus Höhle 25 von Bäzäklik, vgl. Kultst. S. 279 und S. von Oldenburg, Russkaja Turkestanskaja Ekspedicija S. Petersburg, S. 45-46 und Tafel XLII, die den jetzigen Zustand des merkwürdigen Bildes wiedergibt.
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引用情報
OCR読み取り結果
I,52 I,52
auf das Lokakṣetra (Weltregion) herab. Der König ging
zum Flusse hin, nahm die Tamariskenperlen zu sich und
dachte in allem an das Seelenheil der Lebewesen. Li-
kri oder Padmavati, Zi-kri oder Makari, Mi-kri oder
Midhi, Ñi-kri oder Subhagā gingen zu dem Macht-
vollen und schrien die Verse (im Original in Sanskrit):
„O Midhi, o Subhagā, o Padmavati, o Makari,
die da streue auf das Feste der Wurzel (Mūlatuṅga),
das zu einer Badewanne hergerichtet ist!
da wir sie ausstreuten, gab mir der Endebringer
Besprengung und Weihe,
mir, der ich in dieser zurechtgemachten Wanne wohne,
gab der König alles Glück;
hier habe ich einen reinen Zauberkreis (maṇḍala) erhalten,
in diesem Mūlatuṅga gab er mir einen reinen See,
und die Manichäerschar ist im reinen See angesiedelt."
Pre-thre, der König, aber baute auf der Königs-
burg von Thur-pan einen Tempel und ein Kloster,
spendete ein großes Maṇḍala in einem Lehmziegel-
bau, machte allen Manichäern ein schwer Gericht,
jagte die Verehrer des Zeitrades (Kālacakra) aus-
einander, warf solche Bauddhas ins Feuer und ver-
nichtete ihre Bilder. Da er so das Seelenheil der
Lebewesen nicht im Auge hatte, so gingen die
Manichäer zum König der Türken und sprachen in
Versen also: „Es hat König Pre-thre, der in der
Burg von Thur-pan sitzt, dort ein Taufbad genommen;
indem er so Taufbäder einrichten ließ, hat er für
das Seelenheil aller Kreaturen kein Glück gebracht;
das Maṇḍala der Gruẓa-Leute aus Mizer, dienlich
allen Manichäern, die Pur-le und die Tur-le und alle
Tanzmädchen (Ḍākinīs) nannte er satanisch. In Thur-
pan die Anhänger des Messias, in Bagra die Ne-
storianer schützte er allenthalben für die Kirche;
das ist nicht im Sinne des Seelenheils der Kreaturen.
Wenn du, o Türkenfürst, kommst, um ihm das Todes-
mandala zu gewähren, dann geruhe die Messias-
anhänger dem Beile, die Nestorianer der Pfählung
zu übergeben, überall aber die Kirchen in Brand zu
legen." Darauf sagte der Idyqut genannte Türken-
kaiser zu den Manichäern: „Gut, gut, ich werde
kommen; alle Anhänger des Māni und alles des
Vajraheruka sollen in Ruhe leben, die Messias-
anhänger in Thur-pan und die Nestorianer in Bagra
sollen alle auf Pfähle gesteckt werden!" Alle Ulusse
der Uiguren mit Waffen: Beilen, Pfeilen und Bogen,
Schwertern, Wurfschlingen, Krummsäbeln, Knie-
taschetten, Pfeilen von 'Ol-mo-luñ-rin und andern
dorther stammenden sechs Prachtwaffen: Helmen,
Kollern, Halsbrunnen, Ringelwerk, Rückenflaggen und
„Anachoreten-Friedensstiftern" (Schwertern) aus-
rüstend, brach er nach Thur-pan auf. Den König
Pre-thre schlug er in einer Schlacht und steckte ihn
auf einen Pfahl. Als er aber das Kālacakra-Rad bei
all den Bauddhas in Mūlatuṅga sah und den Nirmāṇa-
kāya der Pfählung bei den Manichäern, wurde er
rasend vor Zorn und ließ alle Manichäer spießen; die
Bauddhas mußten sich taufen lassen; der Körperschaft
der Justi des Māni und des Kālacakra in Mūlatuṅga
tat er ihr Recht an, warf sie ins Feuer; die Sthaviras
und Torhüter der Bauddhas geleitete er zur Erlösung
durch Erdrosseln, die Tempel der Vajrayoginī ließ
er mit Rettigen und gelben Zwiebeln füllen und das
Vajrayāna vertilgte er. Später kamen Angehörige
des Mahāyāna zum König und alle Uiguren nahmen den
Kult der drei Juwelen Buddha, Dharma und Saṅgha an.
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