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0145 Alt-Kutscha : vol.1
Ancient Kucha : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / Page 145 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000192
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dauernden Gebrauches von Dingen, die angenehm
anzufassen sind: 1. Wir hier im Grenzgebiet bilden
nur eine kleine Mönchsgemeinde, nur mit Mühe bringen
wir ein Kollegium von zehn Mitgliedern zusammen.
Wie sollen wir uns dazu stellen? 2. Rauh ist der
Boden bei uns, was es da gibt, das sind nur Löcher,
von Rinderhufen ausgetreten. 3. Wir hier im Grenz-
lande haben als Unterlagen und Decken nur solche
Dinge wie Schafs-, Rinder-, Gazellen- und Ziegenfelle.
Während man in andern Ländern Unterlagen und
Decken hat aus Schafwolle, geklopfter Rinde, Matten-
geflecht oder Matratzen, dafür haben wir im Grenz-
gebiet nur Schafsfell-Unterlagen und Decken, wie
in der alten Zeit. 4. Die Leute sind erpicht auf
Wasser, sind immer beim Baden. 5. Ein Mönch
sendet die Mönchsrobe, sie geht dabei verloren
und wird nicht mehr zurückgeliefert, wer ist dafür
verantwortlich?" Durch Stillschweigen übernimmt
es Śroṇakoṭikarṇa von erhabenem Mahākātyāyana.
Als die Nacht geschwunden war, macht er sich am
Morgen zurecht, nimmt Robe und Bettelnapf und
begab sich nach Vāsavāgrāma, um Almosen zu
sammeln. Nach und nach erreicht er so Śrāvastī.
Da legt der ehrwürdige Śroṇakoṭikarṇa Robe und
Almosenschale zurecht, wäscht sich die Füße und
geht dahin, wo der Allerheiligstvollendete sich be-
fand. Angekommen, setzt er sich zu seiner Seite
nieder. Da redete Buddha den ehrwürdigen Ānanda
also an: „Geh, Ānanda, weise dem eben angelangten
Śroṇakoṭikarṇa in einem Vihāra eine Lagerstatt zu.
Nach den Worten: „Ja, o Erhabener" wies Ānanda
dem angekommenen Śroṇakoṭikarṇa eine Lagerstatt
zu, ging dann zurück, wo Buddha war, und zu ihm
hingetreten redete er also: „Ich habe für Śroṇakoṭi-
karṇa in einem Vihāra eine Lagerstatt angewiesen,
für ihn, von dem du weißt, daß seine Zeit gekommen
ist." Da ging die Vollendete dahin, wo das Vihāra
des Śroṇakoṭikarṇa war, trat in das Kloster ein und
setzte sich nieder. Und während er um sich blickt,
kommt ihm die Erinnerung. Śroṇakoṭikarṇa hatte
erst vor dem Kloster die Füße gewaschen, betrat es
dann und setzte sich nieder. Und so mit unter-
geschlagenen Beinen angelehnt, suchte er sein Ge-
lerntes zu wiederholen. Durch Stillschweigen hatte
also der ehrwürdige Śroṇakoṭikarṇa seitens des
Heiligen die Annahme seines Besuches erhalten, als
aber die Nacht in den Morgen überging, redete
Buddha den Śroṇakoṭikarṇa also an: „Es leuchte in
dir, o Śroṇakoṭikarṇa, die Religion in ihrer Wahrheit,
welche ich durch mein Erkennen und meine Er-
leuchtung verkündigen konnte. So hatte Śroṇakoṭi-
karṇa eine Aufforderung erhalten, indem ihr der
Zuruf unter freundlicher Verhüllung, daß er aus einem
Grenzlande käme, und dadurch unter Bestätigung
Bescheid gab, also rezitierte er die Sailagāthās und
Munigāthās und zur Sache passende Sūtras aus-
führlich, laut und mit Nachdruck. Als nun Buddha
das, Śroṇakoṭikarṇas Vortrag zum Schluß kam,
sprach er zu ihm: „Gut, gut, hast du, Śroṇa, und
geschmackvoll die Wahrheit da gelegt und vorgeführt,