国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
|
|
カラー画像サムネイル -
ページ番号 -
書誌情報(メタデータ) -
キャプション -
カラー画像 -
白黒高解像度画像 -
見開きページ -
グラフィック -
| 0152 |
Alt-Kutscha : vol.1 |
| 古代クチャ : vol.1 |
引用情報
OCR読み取り結果
II,34 II,34
also: „Leuten, die nicht hören auf das Wort ehr-
würdiger Personen, welches ihnen frommen würde
und segensreich ihren Vorteil entstehen lassen könnte,
bringen solche Verluste nur Täuschungen und bleiben
auf ihrem Haupte haften. Müssen doch auch die
vom Baume ihres Daseins nur als Frucht pflücken,
daß er sie mit nicht einem einzigen Verlust bezahlt,
denn seine Wasserblasenfrüchte täuschen über ihre
Dauer selbst die, welche in kluger Überlegung das
Wort verehrungswürdiger Personen hochachten,
während ich Elender das Wort meiner Mutter, die
immer nur zu meinem Vorteil tätig war, niedertrat;
wo werde ich an das Ende finden, die Frucht, die aus
einer Blüte so voll von lastenden Übeln kommt?
Einem Keulenschlage ungebrochenen Dünkels, einem
furchtbaren im Schreiten geschlagenen, einem schreck-
lichen, der ringsum mich und endlos eine feuer-
gezeichnete Linie bildet, gleicht der Fußtritt, den ich
dem Haupte einer würdigen Person versetzte, ich
Elendiger, was lieg' ich nicht schon in der Hölle, die
auf meinem Lebenswege schon sich öffnet? Die
Guten aber, welche hellen Geistes die Worte von
Personen, die ihnen gut raten, in die Tat umsetzen,
erreichen eine bessere Sicherheit, als die Wohnung
von Dämonen geben kann; welche aber ein Zureden,
das den Bestand großen Besitzes zu achten wußte,
außer Acht ließen und andere Wege gehen, die haben
dann den Jammer, daß sie in ein Meer von schwer
überwindbarem Elend fallen." So ging er nach und
nach durch eine Waldwildnis von Akazien, schönem
Nadelholz, Barringtonien, Mimusops und Xantho-
thymus-Bäumen, von Weinpalmen, Kokospalmen und
Rottlerien; schwer war es zu durchwandern wegen des
Gewirrs von verschiedenen Schlingpflanzen und Lianen,
verwickelt und herabgerissen durch durchgeschlüpfte
Nashörner, Büffel, Hirsche, Sarabhas, Yaks, Eber und
große Elefanten, die wohl ihre Fußspuren hinterlassen
haben mochten, als sie entsetzt durch den Wald
streiften, bebend vor dem Gebrüll der dadurch auf-
gestörten Löwen, den Wald, der rings auch betreten
war von Menschenfüßen der Waldbewohner. Nun
blieb er etwas stehen und sagte: „Dort sind Kinnaris,
die Gesichter rot wie Granatblüten, ein lautes Halloh
stoßen sie aus, mit verzerrten Lippen zeigen sie unter
Gelächter Reihen von Zähnen, zahm wie Buschwild,
klatschen sie mit flachen Händen auf große Schlangen,
so daß diese ihren Schlund aufsperren, aus dem mit
breitem Feuerstrahl das heiße, furchtbare Gift sprüht,
dann durch die Zischen erschreckt, rennen sie hin
und her; auf einer reizenden Halde mit jungen
Safranblumen, kühl, da ihre Mulde in dichtem Schatten
liegt, zu den Wurzeln aufgeblühten Blumengebüsches,
auf zartgrünem Rasen musizieren sie mit Rohrflöten,
fallen in die süßen Töne da und dort mit Becken-
schlagen ein, nun ganz von der Musik eingenommen,
und so äußerst vergnügt." Nun erblickte er einen
Berg wie ein wunderschönes Stück Erde, der nicht
sehr ferne stand; indem er näher kam, da war an
einer Stelle mit fast furchtbar leuchtendem Juwel-
glanz eine duftende und doch dräuende Höhlen-
öffnung, an einer anderen Stelle war der Widerhall
der tönenden Gesänge der Kinnaras und davon auf-
gestört ein Volk von Schlangen in rascher Bewegung,
Blütenbäume waren da, die im fächelnden Winde
sich bewegten, Bienenscharen, die über Baumhöhlungen
schwirrten; der Höhleneingang selbst war voll Bienen-
getöse, schreckliche Schlangenscharen in der Höhle
selbst; auf dem Gipfel des Berges war eine Menge
von Vögeln; auf der Felsenfläche des Gipfels wohnten
Siddhas, ein reizvollles Dickicht war für die Siddha-
frauen, dort waren in den Wohnlauben muntere
Vögel, reizvoll erklang der leise Ton erregter Pfauen,
Löwen sahen aus den Öffnungen schöner Grotten;
da waren Elefanten unruhig geworden durch das
Löwengebrüll. Süß duftet der Wind von Madasaft
der Elefanten. An anderer Stelle war der Abhang
der Bergspitze durchwühlt von den scharfen und
spitzen Stoßzähnen der Elefanten, die sich dort ver-
sammelten, während mit den Zweigen, womit sie
spielten, ein Wäldchen von Pterospermum-Bäumen
wirr durcheinander geraten war. An einer anderen
Stelle war eine anmutige Matte, bunt von Feder-
büschen, Anzeichen, daß dort Pfauen ihrer Freude
Ausdruck gegeben hatten über Donnertöne aus regen-
schwangeren Wolken über ihnen. An anderen Stellen
stehen Blütenbäume, vom Winde gebeugt, und während
sie hin- und herschwanken, erhebt sich eine Woge
von Wohlgeruch, dabei eine Fülle von Blumen, die
sich an die Höhe des Bergrückens hinzieht.
Dann sah er einen anderen Berg sich am Himmel
ablösen, Klüfte mit einem Gewirr von Zacken, Licht-
reflexen, die auf dem Meere liegende Düsterheit
durchbrach, mit einem Gewande wie Schaumbälle:
schwere Wolken, während er an einer anderen Stelle
einen Gießbach goldführenden Wassers herabschießen
läßt, mit aufgekeimten, unberührten und noch ein-
gerollten Himmelsbäumen (Kalpavṛkṣa). Ihre breiten
Wipfel leuchten hervor aus dem Baumgehebe, Götter
und Götterfrauen auf ihren Wipfeln, in Liebe ver-
einigt, im süßen Spiel der Sehnsucht in Frau und
Mann. An andrer Stelle erscheint daran eine Fülle
von allerlei großen Sprossen, die Perlen sind herab-
hängend mit einer Garbe von Licht in der windlosen
Luft, sie verteilt sich, wie die der Scheibe auf dem
Sonnenwagen, zeigt Diamanten einen leuchtenden, in
auf- und abwärtslaufenden Kronenbändern. An
einer Stelle stand ein Fels, wie gebadet im Wasser
des Stromes. Ihn begleiten Wolken von leise
rufenden Gänsen, in Reihen dahineilend, nachfliegend
dem Strom der Wellen, wenn der Elefant Indras den
blauen Himmel betritt, hier hilfreich für Schlangen,
die ausgegorissen sind, weil der spaltende Schlag
des Donnerkeils sie vom Meere losriß. Ihn führte
die Hand des langarmigen Yakṣa (Vajrapāṇi), der
spielend auf den Schultern des Fürsten des Geflügels
(Garuda) reitet. Dort erscheint eine blutgerötete
Heeresmasse, glänzend und funkelnd, da der Götter-
fürst in Waffen steht zum Kampf zwischen Devas
und Asuras. Als er dies sah, sagte er: „Schön wie
Schatten vor der aufgehenden Morgensonne sind
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
11
.
.
.
.
|
.
.
.
.
21
.
.
.
.
|
.
.
.
.
31
.
.
.
.
|
.
.
.
.
41
.
.
.
.
|
.
.
.
.
51
.
.
.
.
|
.
.
.
.
61
.
.
.
.
|
.
.
.
.
71
.
.
.
.
|
.
.
.
.
81
.
.
.
.
|
.
.
.
.
91
.
.
.
.
|
.
.
.
.
101
.
.
.
.
|
.
.
.
.
112
.
.
.
.
|
.
.
.
.
123
.
.
.
.
|
.
.
.
.
133
.
.
.
.
|
.
.
.
.
143
.
.
.
.
|
.
150
151
152
153
154
.
.
.
|
.
.
.
.
165
.
.
.
.
|
.
.
.
.
175
.
.
.
.
|
.
.
.
.
186
.
.
.
.
|
.
.
.
.
198
.
.
.
.
|
.
.
.
.
210
.
.
.
.
|
.
.
.
.
221
.
.
.
.
|
.
.
.
.
231
.
.
.
.
|
.
.
.
.
241
.
.
.
.
|
.
.
.
.
251
.
.
.
.
|
.
.
.
.
261
.
.
.
.
|
.
.
.
.
271
.
.
.
.
|
277
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics(国立情報学研究所)
and
The Toyo Bunko(東洋文庫). All Rights Reserved.
本ウェブサイトに掲載するデジタル文化資源の無断転載は固くお断りいたします。