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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0232 Alt-Kutscha : vol.1
古代クチャ : vol.1
Alt-Kutscha : vol.1 / 232 ページ(カラー画像)

キャプション

[Figure] Fig. 84. 壁画の下部装飾帯、漆喰床の石窟、『シナ・トルキスタンの古代仏教祠堂』、49ページ、図97。Streifen am Fuße der Wandbilder in der Höhle mit dem Freskoboden, Kultst. S. 49, Fig. 97.

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doi: 10.20676/00000192
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OCR読み取り結果

II,86 II,86

viel kleineren Dimensionen als die mensch- ist ferner das Mißverhältnis zwischen den oben
lichen Figuren; sie hat Türme auf der Front stehenden Nebenpersonen gegenüber den fürst-
und auch auf der allein noch erhaltenen L. lichen Personen der unteren Reihe. Selbst
Seite, welche liegend dargestellt ist; das Tor die erstgenannten schwinden nach unten zu
ist verschlossen, über den beiden Tortürmen unverhältnismäßig zusammen. Mächtige Ober-
erheben sich noch bedeckte Bastionen, die körper reiten mit kleinen Beinen auf winzigen
offenbar Holzaufbau darstellen. Beachtenswert Pferden. Wenn wir nicht irren, weist auch
ist auch das Ornament aus liegenden Ziegeln dieses Mißverhältnis auf Arbeit mit Pausen
unter dem Mauerkranz, eine Ausschmückung hin. Man hatte die Pause oben angelegt,
der Mauern, welche heute noch im Lande aber nach unten reichte der Raum nicht aus.
gang und gäbe ist, ebenso wie das darüber Da man die oberen Figuren, welche als Oppo-
hinlaufende Randgitter der Mauerrampe selbst. nenten der Städtebesatzung gleichwertig er-
Der Brāhmaṇa Droṇa steht mit erhobenen scheinen sollten, nicht verkleinern konnte,
Armen über dem Tore ganz en face, eifrig hätte man doch sonst die ganzen Verhältnisse
sprechend, er hat den Typus des alten As- der auf symmetrische Anordnung berechneten
keten, trug die Büßerlocke, ist vollbärtig; er Komposition ändern müssen, so schob man
trägt als Lendenbekleidung ein Fell, und ein nach unten zusammen und überließ es der
zweites ist quer über die Brust gehängt. niedrigen Stelle des Bildes und dem Halb-
Hinter ihm liegen auf zwei großen Kissen, dunkel des Ganzen, die Fehler mitleidig zu
die auf einem großen Teppich ruhen, die decken. Und in der Tat fielen diese Miß-
Śarīras (Reliquien) als mächtiger Haufen. Neben verhältnisse an Ort und Stelle nicht so auf, wie
dem Brāhmaṇa zu seiner L. stehen noch zwei auf der reproduzierten Zeichnung, die übrigens
Männer in Vollharnisch unter einem auf- selbst eine verkleinerte Durchzeichnung ist.
gestellten vielbändrigen Banner; was R. stand, Es wäre ein müßiges Werk, die einzelnen
ist leider verloren, nur der L. Arm einer Fürsten benennen zu wollen. Ja, ich würde
sitzenden Figur, wohl ebenfalls eines Ge- es geradezu für verfehlt halten, die Abzeichen
panzerten, ist erhalten. Diese Stadtwächter auf den Helmen der Reiter oder ihre Banner
sind im eifrigen, drohenden Gespräch mit (auch ein Drachenbanner ist darunter) auf eine
einer Gruppe von Reitern, welche von R. und bestimmte Nation deuten zu wollen, ohne durch
L. her dem Tore sich nähern; R. von Droṇa einheimische positive Angabe darüber auf-
ist nur mehr ein Reiter und der Kopf eines geklärt zu sein, ob eine solche Zuteilung über-
Elefanten erhalten; L. aber noch acht Reiter. haupt in der Absicht des Malers lag. Wir
Vier davon, welche im Vordergrunde standen sehen auf den mützenartigen persischen Helm-
und nur in ihren Büsten erhalten sind, sind kappen der Reiter Greife, Phönixe, Adler,
durch Aureole als die Fürsten der bezüglichen einmal ein Rad, einmal eine runde Scheibe,
Parteien bezeichnet. Wir werden ebensoviele jedesmal mit langen Wimpeln ausgestattet,
verlorene auf der anderen Seite annehmen und in einem Falle ein höchst merkwürdiges
können, schon aus Gründen der Symmetrie, eckiges Banner von direkt mittelalterlich euro-
ohne Rücksicht darauf vielleicht, daß die achte päischem Typus. Beachtenswert sind auch
Partei bereits in der Stadt ist. Auffallend die drei- und vierzipfligen Fahnen zweier der