国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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Chotscho : vol.1 |
| ホッチョ(高昌) : vol.1 |
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絡み模様装飾(参考)。Aufgerolltes Ornament. (s.)
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引用情報
OCR読み取り結果
a. Hölzerner Kamm häufiger Form. Gefunden bei der südl. „Leichenhalle", Ruine K,
Chotscho.
b. Kleiner Bogen. Spielzeug, aus Tamariskenholz und Faden aus weißer Pflanzen-
faser hergestellt. Gefunden in dem Raum westl. von der „Bibliothek", Ruine K,
Chotscho.
c. Reibstein, (zur Entfernung der Hornhaut von der Fußsohle?) aus gebranntem
Ton. Ebendaher.
d. Flache Pfeilspitze aus Eisen, aus einem Schutthaufen w. von den „Ruinen eines
großen Klosters", Chotscho.
e. Löffel, Messing (?), aus dem Schutt zwischen dem Quadratbau und der Saal-
anlage von Ruine K, Chotscho.
f. Hölzernes Siegel, von dem Turm der Ruine ♂, Chotscho.
g. Tintenreibstein aus grauem schieferartigem Stein. Ebendaher.
h. Zwei Schlenderkugeln aus ungebranntem Lehm; aus einem sehr stark zerstörten
Raum der Anlage „Ruinen eines großen Klosters", unweit Ruine ♂, Chotscho.
i. Kopf einer Puppe aus ungebranntem Lehm; der Hals bestand aus dem Stück-
chen eines Stengels der Qonaqpflanze (Mohrenbirne). Ebendaher.
k. Messer mit Scheide. Der lange Griff ist aus Horn; die 6 mm breite eiserne Klinge
ist 15 mm unterhalb des Griffes abgebrochen; sie war mittelst einer 3 cm langen
flachen Angel im Griff befestigt; die Einsatzstelle ist mit einer Messing(?)-Kappe
bedeckt. Die Scheide ist aus leichtem Holz hergestellt und mit schwarzem
Leder überzogen. Etwa in der Mitte der Scheide zeigt das Leder eine schmale
hellfarbige Erhebung, die wie ein Band die Scheide umgibt. Gefunden im Raum
a² der nördlichen Zellenreihe der Ruine ♂, Chotscho.
l¹. Chinesisches Eßstäbchen aus schwarzgefärbtem Holz; zerbrochen. Der Ober-
teil ist vierkantig, der Unterteil rund. l² und l³. Ein Paar runde chinesische Eß-
stäbchen aus rotbemaltem leichten Holz. Fundort wie f und g.
m. Siegel aus hartem weißen Stein. Der Stempel ist ein durch tiefe Schnittlinien ge-
bildetes Rechteck, das durch zwei sich kreuzende Linien in vier Quadrate geteilt
ist; zwei diagonal die Winkel verbindende Linien teilen jedes Quadrat in zwei
Dreiecke [symbol]. Angeblich in der alten Stadt gefunden; Kauf.
n. Schmuckscheibe aus Perlmutter mit eingraviertem Ornament. Ähnliche Schei-
ben werden noch heute von Kirgisenfranen getragen. Aus der Leichenhalle,
Ruine K, Chotscho.
o. Fisch aus Knochen; Schmuckgegenstand (?). Fundort wie bei n.
p. und q. Feder aus Bambusrohr (?) und hölzernes Schreibzeug. Die Feder ähnelt
sehr stark der heute noch in Marocco gebrauchten Art. Beide Gegenstände wurden
zusammen gefunden auf der Terrasse des nördlichen Tempels der Anlage Nr. 10,
(vor dem Raume D); Schlucht von Singim.
r. Hölzerne Garnspule. Fundort: Turm der Ruine ♂, Chotscho.
s. Ohrlöffel aus rotbraunem Holz, mit in Re-
lief geschnitzten Ornamenten. Aus einer
Wandnische (uyuq) eines östl. an die Bib-
liothek angrenzenden Raumes, Ruine K
in Chotscho.
t. Mafstock aus hartem Holz. Gefunden im
Raum a¹ der nördlichen Zellenreihe, Ruine
♂, in Chotscho.
u. Teller aus Messing, mit gravierten Blumen-
ornamenten; in der Mitte Darstellung einer
Iris (?). Gefunden auf dem Turm, Ruine
♂, in Chotscho.
v. Reliquiendöschen aus braunlackiertem Holz. Es enthält zwei runde Scheibchen
einer roten runderartigen Substanz, ein Läppchen rötlicher Seide und ein Stückchen
Papier mit einigen Resten von soghdischer Schrift und einigen soghdischen Worten. Gefunden in einem Stūpa der
großen Stūpagruppe, Chotscho.
w. Eisernes Beschlagstück von einem Gürtel, Zaumzeug etc. Die Tauschierung des
Ornaments ist Silber, die der rechteckigen Einfassung Messing. Gefunden auf
dem Dach der Leichenhalle, Ruine K, Chotscho.
x¹ und x². Oberseite und Rückseite eines zu einem Brettspiel gehörigen „Steines".
Er hat das Aussehen einer Bronze-Münze; auf der einen Seite erkennt man die
Abbildung einer Balliste, vor der ein chinesischer Soldat steht; die andere Seite
trägt das chinesische Symbol „p'ao". Gefunden im Schutt vor der „Bibliothek",
Ruine K, Chotscho.
y. Würfel (?) indischer Form aus Elfenbein. Dieselben Zahlen erscheinen auf den
beiden sich gegenüberliegenden Seiten; die andern beiden tragen keine Zahlen.
Fundort: Südseite der Ruine K, Chotscho.
z. Würfel europäischer Form; aus Knochen. Die Vertiefungen waren rot gefärbt.
Die Wertangaben sind wie bei europäischen Würfeln so gelegt, daß die Werte der
gegenüberliegenden stets die Summe 7 ergeben. So liegt der 4 gegenüber die 3;
in der Abbildung findet sich auf der linken Seite des Würfels die 6, rechts die 1;
auf der zum oberen Blattrand gerichteten Seite die 2 (die Punkte stehen senk-
recht über einander [symbol]), gegenüber die 5. Gefunden auf dem Turm von ♂, in
Chotscho.
a¹. Kleine halbirte Kugel aus Elfenbein (?). Der Zweck des Gegenstandes ist unbe-
kannt. In der Mitte zeigt die flache Oberfläche eine viereckige Öffnung, darüber
und darunter je ein Paar schräg eingebohrter, paarweise miteinander kommuni-
zierender Löcher. Fundort wie z, in Chotscho.
b¹. Kauri-Muschel. Gefunden auf der Treppe neben den Gewölben auf der S. W.
Seite von Ruine α, in Chotscho.
c¹. Elfenbein-Schnitzerei (Granatapfel mit Blättern); chinesisch (?). Fundort wie z und
a¹, in Chotscho.
d¹. Gürtelschnalle aus grauem Nephrit; chinesisch (?). Das Ornament zeigt eine
Blume mit Rankenwerk; in der Ecke erscheint ein phantastischer Kopf. Die Ob-
jekte k, w, c¹ und d¹ sind durch ein Versehen in unrichtiger Lage reproduziert
worden. Fundort: „Bibliothek", Ruine K in Chotscho.
e¹. Drei Ansichten einer aus Elfenbein geschnitzten Schachfigur. Die Arbeit ist roh
und fremdartigem Stils; dargestellt ist ein Doppelgespann (Pferde), hinter dem in
einer Art mit Kopflehne versehenen Kasten eine in der Rechten eine Geißel oder
eine Waffe haltende rohe menschliche Figur steht. Es ist augenscheinlich beab-
sichtigt einen Wagen darzustellen. Zwischen den Füßen findet sich eine Durch-
bohrung, die, ungeschickt gemacht, auf der rechten Seite zwei Bohrkanäle zeigt,
die allmählich sich treffend, auf der linken Seite in nur einer Öffnung münden.
In das unregelmäßige Oval der unteren Fläche, auf der die Gruppe steht, ist ein
Rechteck ungeschickt eingeschnitten. Fundort: der Raum südlich von der „Bib-
liothek", Ruine K, Chotscho.
f¹. Rob in ein Viereck gestaltetes Stück Kürbisschale mit der Aufschrift (in zentral-
asiatischer Brāhmī) des Symbols i. Von solchen Stücken fanden sich 10 zusammen
vor; sie tragen die Brāhmī-Symbole a; ā; ī; ū; o; au; ṛ; ḷ; āḥ; kha; tha; da; pa;
va; la und die Ziffer 90. Wahrscheinlich ist dies der Rest eines Alphabets, das
beim Erlernen der Schrift, vielleicht auch als Spielzeug, benutzt wurde. Fundort
wie p und q, Nordterrasse des Tempels Nr. 10, Sängimer Schlucht.
g¹. Silbernes Beschlagstück (?). Der untere Rand zeigt ein zwischen zwei fein ge-
zähnten gravierten Linien in schwarzer Farbe aufgetragenes Band. An diesen
schließt sich, nach innen, ein breiteres vergoldetes Band über dem ein zweites
schwarzes Band die in schwarzer Farbe zwischen gezähnten Linien aufgeführten
Ornamente nach unten abschließt. Der Oberteil ist repariert worden, indem man
eine kleine rohe Silberscheibe ungeschickt aufgelötet hat. Gefunden im S. O.
Stūpa der kleinen Stūpagruppe, Chotscho.
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