National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0385 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 385 (Grayscale High Resolution Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000193
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

der Reihe der oben S. 361 dargestellten Figuren
das zweite, und wie die volle Sonne thema-
angebend ist für den ersten Absatz (den zweiten
Z. 1), so setzt dies Thema (Z. 2) für das folgende
ein; es ist selbst der Anfang der Endlichkeit
und ohne die Vollsonne unmöglich. Also
muß es genau so mit diesem Zeichen in Ver-
bindung gesetzt werden, wie die Himmelsstütze
im folgenden. Äußerlich entspricht der rote
Strich dem Paare inmitten des Sonnenrings;
die zwei Quadrate nunmehr statt des blauen
Feldes der folgenden Vollscheibe, nur der
äußere Ring fehlt. Er ist in der beginnenden
Gruppe da, aber wiedergegeben durch den
Tierkopf, dessen Auge der kleinen Scheibe,
dessen Bedecktseín mit kleinen Senkrechten
dem Paar der roten entspricht. Zum Teufel
umgeformt bemüht sich der gesunkene Ring
durch wiederholte, durch das TU des Auges
bezeichnete Zeugungen SU-förmige Bildungen
mit vorgeschobenen Maule, Wangenlappen
und Horn zu bilden. Aber, wie die schrägen
Linienpaare der folgenden Gruppe zeigen,
hat die nach oben treibende Kraft des
darunterstehenden Teufels den Zusammen-
hang mit dem Himmel verloren, strebt aber
doch empor und fordert so die Strafe heraus,
deren Symbol die Form der vom Teufel
selbst geschaffenen Mißbildung, allerdings
nach unten gehalten, ist. Wir brauchen also
die ganze Gruppe von drei Kolonnen. Wenn
die Vollsonne zum E. A-Zeichen gehört, um
es lesen zu können und dies die Basis für
fast alles ist, so muß es zuerst gelesen werden.
Es wird also mit der Vollsonne in Verbindung
gesetzt, aber, da der äußere Ring herunter-
gesunken ist, kann er nicht in Betracht kommen,
da ferner der Mittelstrich das Gegenspiel der
Scheibe zerteilte, hört für ihn die Beziehung
zu dem Paare auf, wenn auch das Zeichen
im Grunde dasselbe bleibt. Aber der Zwischen-
raum blieb in der gegenteiligen Bedeutung;
denn er bildet nicht mehr den Übergang,
sondern den Bruch. Die innere Scheibe aber
fehlt, obwohl sie da sein muß und kommen
wird, statt dessen erscheinen die zwei Qua-
drate. Der Strich ist also ein Halbvokal, da-
zu I gehörig ein Y, die zwei Quadrate, die sich
nach dem Zwischenraume A wieder schließen,
bilden mit der vollen Figur wieder das
Himmelszeichen, das verloren ging, ein M und

mit dem blauen Feld darunter wieder ein ó.
Das Zeichen E. A ist also medisch gelesen der
Name YAMÓ. Dies Wort, das uns eine neue
Letter gab, ist uns nötig. Zunächst sehen
wir die Umgestaltung der Elemente Kol. 2.
Der Außenrand geht also auf den Sonnenring
zurück, die Quadrate stehen auf den Spitzen,
so bekam der Ring vier Ecken und eine
Spitze. Die Elemente sind durchweg ent-
stellt, fußen aber ersichtlich auf S, O und viel-
leicht Y, das durch den Zusammenhang sich
als möglich ergibt. Sachlich brauchten wir
den Ausdruck „Dämon". Die zwei Quadrate,
welche durch einen Strich, also doch wohl
Y, verbunden, übereinander stehen, beginnen
das Zeichen, freilich unterbrochen, durch ein
Y. Was aber zu beachten ist, das sind die
schrägen Linien über dem Zeichen, die also
doch zu Y in der Mitte gehören, aber keinen An-
schluß finden. Ihre Bedeutung zeigt der Anfang
der Inschrift. Dort stehen sie über dem Köpfchen
mit der hornförmigen Mütze. Da diese, wie
die folgenden Kegel, das Aufstreben nach
oben ausdrücken, was sich übrigens unten
(Z. 6) wiederholt, so dürfen wir auch hier
sagen, daß das Aufrechtstehen der aus de-
gradierten Elementen bestehenden unteren
Figur ihr Anteil ist. Ob so das in der Mitte
stehende Y zwischen den Quadratchen ein I
wird, darüber können uns nur die übrigen
Elemente Auskunft geben. Folgen wir der
Entwicklung des Zeichens, so ist der entstellte
Ring, der unten die Füße bildet, S, darauf
folgt das erste Quadratchen, ein O, und nehmen
wir es an, so folgt ein I. Darauf folgen zwei
nach außen gewendete Halbkreise außen, also
die umgedrehten Hälften eines T, oben ein
spitzes Dach und wieder ein O. Die zwei O
zusammengeschlossen zu Himmel und blauem
Feld schaffen die Endung, die aber, da die
Quadrate schief stehen und O innen ist, OM
ergeben. Also ist das entstellte T ein Θ, das
spitze Dach ein R, und wir erhalten SOIΘROM
als fertiges Wort. Wir müssen nun über die
vorhergehende Hieroglyphe klar werden, bevor
wir die schließenden Zeichen lösen. Die
Elemente des Tierkopfs kennen wir bereits,
allein ihre lautliche Bestimmung steht noch
aus. Wir brauchen eine Bestimmung von
SOIΘROM, doch muß sie so geartet sein, daß auch
die Hieroglyphe der bewaffneten Hand (Z. 8)