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0037 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 37 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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unterbrach, die Flucht veranlaßte und durch
5 als fehlerhaft oder dämonisch bestätigt
wurde. So viel ist klar, daß die gehörn-
förmige Hieroglyphe das Wort ist, das die
Göttin als Aufklärung antwortet und das der
nachdringende Priester durch 5 ergänzt und
vermutlich dadurch sühnt, und hierbei schließt
die pilzförmige Hieroglyphe und die halbierte
Sonnenscheibe. Wir sehen also, daß die
sonst vorkommende Gruppe des Gehörns und
der pilzförmigen Hieroglyphe von einander ge-
trennt (4, 5) erscheinen und so, daß sie im
Gegensatz stehen, denn in 4 steht die be-
zügliche erstere Hieroglyphe vor dem Schuh
der vortretenden Person, die gesprochen hat
und gleich in der übernächsten Kolonne er-
scheint die Wirbelfigur, in 5 aber folgt auf
das pilzartige Zeichen nur die durch eine
Senkrechte geteilte Scheibe, aber vor diesem
Zeichen die aufrechtstehende, mit vier Scheiben
versehene Wolke. Merkwürdig genau hat der
Hauptstrahl, der aus der Mitte der vier Scheiben
hervorbricht, genau dieselbe Form wie der
senkrecht stehende Haken, der als erstes Zeichen
von Z. 4 über dem darunter abgebildeten
Kessel steht und die dritte Hieroglyphe dieser
Kolonne ist das Begleitzeichen von Schuh
und Flügel, die beiderseits die ganze Kessel-
inschrift flankieren. Durch die Erwähnung
des Wortes also, das die geflügelte Göttin
aussprach und das mit dem Gehörn ausge-
drückt sein muß, das ferner das Nahetreten
und Auffliegen verursachte, sah sich der Priester
in die Lage versetzt, die vollständige Phrase
auszusprechen. Es ist nun an der Zeit darauf
hinzuweisen, daß dieser Haken auch über
Gesichtsumrissen vorkommt und zwar zweimal
in derselben Inschrift, der von Bulgarmaden,
Fig. 35, 1, 4, beide Male unmittelbar hinter den
drei in 36 B 4, 5 auseinandergestellten Hiero-
glyphen. Wenn wir das Recht haben und
die Wahrscheinlichkeit besteht dafür, daß die
kurze seltsame Stelle in 36 B 2, die die ersten
Laute der Flügelgottheit repräsentieren muß,
nur ein Säuseln, Summen oder Rauschen aus-
drückt, so muß dieser Haken der Ausdruck
sein für überirdische Stimmen, in dem einen
Falle so gut wie in dem andern. Und wenn,
wie alle Anzeichen da sind, das „Wolken" ge-
nannte Zeichen durch diese schiefe Stellung
und die schiefe Stellung dieser gebogenen Linie

dämonische Einflüsse und damit dämonische
Stimmen oder ein dämonisches Wort ausdrückt,
so sind wir bloß äußerlich durch richtig be-
obachtete Bilder der Lösung näher gerückt.

18.

Die Einblicke, die das Schriftbild selbst
schon für das zum Ausdruck gebrachte Wort
bietet, zeigen uns ein System, das vom
ägyptischen sich insofern zu unterscheiden
scheint, daß es bestimmte, uns noch unbe-
kannte Striche, Bogen, Schleifen, Haken,
Kreuze, Ecken, Ringe und Halbringe, die
Lautwerte repräsentieren mögen, dem wieder-
zugebenden Sinne entsprechend in Figuren
formieren, also eine graphische Wiedergabe der
Laute mit dem Element, das die ägyptischen
Determinative darstellen, in höchst geistvoller
Weise verbindet. Die seltsame Erscheinung,
daß neben vortrefflich gezeichneten Köpfen,
fast mit Humor derb hingezeichneten Tieren,
ganz barocke, verschrobene, verkrümmte
Formen anderer Dinge erscheinen, eine Er-
scheinung, die den durchweg gleichmäßig
schön stilisierten ägyptischen Hieroglyphen
gegenüber sofort auffällt, ist dadurch allein
erklärlich. Die Kesselinschrift von Babylon,
die in dieser Beziehung so leicht erfaßbar ist,
haben wir eben behandelt, ohne bis jetzt die
schon fast sicheren Namen für gewisse Gruppen
versuchsweise einzusetzen; bevor wir das tun,
wollen wir noch andere Inschriften, die uns
freilich Grauenvolles bieten, in derselben
Weise einer Lösung reif machen. Diese Äußer-
lichkeiten sind ja für den einigermaßen um-
sichtigen Archäologen unschätzbar und mehr
wie einmal die Unterlage zu bedeutenden
Erfolgen gewesen, leider so, daß sie später
unter den Tisch gefallen sind. Das ist um
so mehr zu bedauern, als die einfache Methode,
sich die Dinge selbst anzusehen, bevor man
zu rein hypothetischen Entdeckungen schreitet,
für Anfänger immerhin zur Ausbildung gehören
sollte. Wenden wir uns also der zweiten
Inschrift aus Babylon zu, Fig. 28, die, obwohl
durchaus kursiv geschrieben, sich zu solchen
Voruntersuchungen dadurch besonders emp-
fiehlt, daß sie bis auf eine Kleinigkeit ganz
erhalten und musterhaft schön publiziert ist.
Die Inschrift, die sechs ziemlich lange Zeilen
und eine sehr kurze siebente zeigt, füllt