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Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0039 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
fast bis zur zweiten Gruppe, die mit dem Ge-
hörn beginnt, gehört zu den ungewöhnlichen,
ebenso aber auch die Mittelgruppen der fol-
genden Zeilen. Besonders auffallend ist in
Z. 3 (also der zweiten an der Seite des Löwen)
eine Figur, die einer Kürbisblüte ähnelt, die
aber dieselben Seitenstriche hat wie die keil-
förmige Hieroglyphe von Z. 1 Mitte. Man hat
den Eindruck, daß diese beiden Hieroglyphen
irgendwie zueinander in Beziehung stehen,
vielleicht nur Varianten, die durch die Flexion
bedingt sind, desselben Namens darstellen.
Eine ähnliche Wechselbeziehung muß zwischen
zwei anderen Hieroglyphen obwalten. Erst
die Lösung gab die an sich stark versteckten
Wechselbeziehungen: es handelt sich um den
von der gewöhnlichen Form völlig abweichen-
den Gazellenkopf in Kol. 6 Z. 1 mit der kantigen
Stirne und dem langen Horn, der in Beziehung
gebracht werden muß mit dem laufenden, sehr
hübsch gezeichneten Häschen in Z. 3. Ferner
kann schon jetzt gesagt werden, daß die zwei
schnallenartigen Figuren hinter dem Gazellen-
kopf in Z. 1 in Beziehung stehen zu den selt-
samen Doppelkreuzen, zwei kleinen im Anfang,
zwei große ziemlich in der Mitte von Z. 2. Die
erste Zeile ist sicher eine Einleitung, die mit
dem mazerierten Schädel beginnt, dann den
Namen des gehörnten und gepfählten Dämons
erwähnt, mit dem Zusatz, daß er unter die
Erde gegangen ist. Was darauf folgt, können
nur Namen der Orte oder Namen von Dämonen
sein, die zu dem unter die Erde geworfenen
Teufel in Beziehung stehen. Diese füllen, von
bloß die grammatischen Funktionen aus-
drückenden Zeichen unterbrochen, die ganze
Zeile bis zu der Schlußgruppe, die, wie oben
15 erwähnt, der Anfangsgruppe bis auf den
durch den Fußtapfen ersetzten Schuh völlig
gleicht. Es folgen nur noch vier Hieroglyphen,
von denen die letzten wieder die halbierte
Scheibe und ein Schuh ist. Da diese Scheibe,
wie wir in Fig. 36 B sahen, stets eine Art Ab-
schluß bildet, ist der Schuh hier am Ende
geradezu überschüssig und muß eine besondere
Beziehung oder Bedeutung haben, da er die
Schriftrichtung, die bis dahin dem Streifen
durchaus richtig folgt, insofern etwas aufgibt,
als er mit der Abschlußlinie des Streifens
selbst in einer Richtung steht. Ebenso nun
folgt ein Schuh den fünf Hieroglyphen des
gepfählten Teufels am Ende der Z. 2 und hier
folgen darauf einige Hieroglyphen, die zum
Teil dem Schluß von Z. 1, zum Teil dem An-
fang hinter dem Dämonennamen gleich sind,
aber auch Z. 3 schließt mit einem Schuh, nach-
dem in einer ganz sonderbaren Gruppe schon
zwei Schuhe vorausgegangen sind. Auch was
in einem besonderen kleinen Kompartiment
auf Z. 3 folgt, ist ganz ungewöhnlich. Gerade
in dieser Zeile nun sammeln sich Namen von
Dämonen oder dämonischen Orten und dies
mit der vorhergehenden Zeile sogar in dem
Maße, daß der Inhalt nur eine Art Kommentar,
eine Exemplifikation der Tätigkeit der in der
ersten Zeile zunächst als mitwirkend genannten
Kräfte des Teufels sein kann. Schon die oben
(18) ausgeführten Beobachtungen gaben uns
das Recht, an die Stelle des Avesta zu erinnern,
in der es heißt, daß es Zarathuṣtra war, der
die Teufel, die erst in Menschengestalt auf
der Erde ihr Wesen trieben, zwang, sich unter
die Erde zu ducken (Hom-Yaṣt). Nach einer
seltsamen Anfangsgruppe, in deren oberer
Zeilenlinie eine offene Stelle markiert ist, als
sei das kleine Kompartiment hinter Z. 3 hier
einzuschalten, beginnt Z. 4 mit einem gestielten
Gesicht mit einem abgestumpften Hörnchen
über der Stirnenseite und jener in die Höhe
stehenden hakenförmigen Figur, die wir als
Bezeichnung des Sprechers oben (17) notiert
haben. Hier ist also der Sprecher bezeichnet,
in den vorhergehenden Zeilen aber nicht. Wie
das zu erklären ist, wird sich später ergeben,
aber vor allem ist zu beachten, daß noch in
derselben Zeile 4 dieser Haken sich wieder-
findet über einer senkrecht stehenden Figur,
die ein derb umrissenes Kinn mit langem Hals
und eine ebensolche Nase darstellen mag und
ohne diesen Haken noch einmal vorher und
einmal nachher in derselben Zeile vorkommt,
sich aber inmitten der nächsten (5) paarig
aber sich zugewendet und zwei andere Hiero-
glyphen umfassend dargestellt ist. Dieselbe
Figur findet sich noch einmal in der kurzen,
mit der Zahl 7 bezeichneten Zeile als erste
Hieroglyphe. Wenn wir nun annehmen wollen,
daß das gestielte Gesicht in Z. 4 einen Dämon
als Sprecher einführt, wer oder was ist das,
was hier das Zeichen des Sprechers trägt?
Es ist zu beachten, daß diese Hieroglyphe
auch gegen Ende der Z. 3 vor dem Kopfe in
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