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0051 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 51 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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furchtbaren Geheimritual gestellt, zunächst
wenigstens in dieser Inschrift enthalten. Wir
begannen mit ihr, da sie, wie erwähnt, mit
wenig Zeilen die Brücke zu Etrurien und die
Brücke zu Hochasien bildet, die wir schon
in dem Buche „Alt-Kutscha" darauf fußend
andeuten konnten, ferner aber die eigentliche
Unterlage zu dem ist, was unser eigentliches
Thema verlangt, während die noch hinzu-
tretenden Inschriften nur Spezialitäten bieten.
Wir werden am Schluß des Ganzen einen
Überblick geben, wie enorm weit diese grauen-
vollen Vorstellungen unter der Decke anderer
ehrenwerter Religionssysteme, die dadurch
geradezu ins Gegenteil umschlagen von dem,
was sie lehrten, fast die ganze Welt ver-
pesteten.

29.

Die Figur des Thrones in Z. 4 ist abgerückt
von einer Gruppe von Hieroglyphen, von
denen drei: der Blitz, der Schuh und davor
die bewaffnete Hand sich wiederfinden in zwei
Parallelen Z. 7 und Z. 4 selbst unmittelbar
vorher und allerdings dort an beiden Stellen
durch einige dazwischen geschobene Zeichen
modifiziert. Vergleichen wir die Gruppen, so
ist der einzige Unterschied der letztgenannten
der, daß in Z. 4 das zwingenartige Zeichen
auf die Blitzlinie folgt, im übrigen sind die
beiden Gruppen gleich. Der Unterschied mit
der erst erwähnten Gruppe besteht nun darin,
daß in beiden anderen Fällen vor der be-
waffneten Hand, vier kleine senkrechte (in Z. 4
getrennt, in Z. 7 einzeln nebeneinanderge-
stellt) und eine aufrechtstehende mit einer Art
Dach versehene Stange eingeschoben sind und
diese Stange folgt noch einmal dem Schuh.
In der erst genannten Gruppe nun finden wir
locker angereiht unter der Blitzfigur die vier
Striche und die Zwinge wieder, aber nicht die
Stange, und die schließende Stange ist durch
einen Thron ersetzt. Erinnern wir uns der
Anfangshieroglyphen der ersten Zeile, auch
der ersten Zeile der Inschrift Fig. 20, wo
wir einen mazerierten Totenkopf mit davor
liegenden Zähnen erkannten als Todesdrohung
für den Verbrecher, der gegen das vorliegende
Edikt königlicher Macht verstoßen würde, so
sehen wir hier in der Gruppe mit dem Thron-
sessel zwischen der Figur, die die Augenhöhlen

und das Loch der Nase repräsentiert, und den
vier ausgeschlagenen oder graphisch abgekürzt
die Kinnlade andeutenden Zähnen noch eine
zerschlagene tierische Kinnlade eingeschoben.
Offenbar liegt hier noch ein verstärkter Schimpf
vor, der in der stilistischen Form des von vorne
gesehenen Menschenschädels und über dem
menschlichen Gebiß noch ein tierisches, also
dämonisches Gebiß einschob. Durch diese
Zutat werden die vier Striche in den beiden
anderen Gruppen verständlich, es sind also
Zähne oder überhaupt bloß Gebeine. Da hier
unten nun sicher die Strafe für solche, die
Blitzzauber treiben würden, angedeutet ist, so
muß die Stange in beiden Fällen die Strafe
ausdrücken; im ersten Falle aber, in dem der
Teufel so stark hervorgehoben ist, muß dies
durch den Thron eine Modifizierung erfahren,
und diese Modifizierung erklärt sich durch
einen andern Fall auf überraschende Weise.
Es ist zu beachten, daß im folgenden eine
Hieroglyphe sich einstellt, die fast am Schluß
einer Gruppe von häufiger vorkommenden
Zeichen eine ganz ungewöhnliche Form bietet,
ein gerandetes Eck, das auf einer Stange auf-
sitzt, begleitet oben durch das Lesezeichen,
unten durch den doppelt gesetzten, nach außen
jedesmal gedrehten Halbkreis. Dieses Zeichen
ist in seiner grotesken Form sicher irgend eine
Verhöhnung desselben Dämons, der sonst
durch den Keil, von dem oben (25) die Rede
war, zum Ausdruck gebracht ist. Die Figur
selbst ist schuhförmig, aber eckig gebildet,
und hat vorne einen kleinen Vorsatz, außer-
dem, wie erwähnt, eine Umrandung. Er sitzt
auf einem Pfahl auf, ist also so ausgestellt
oder wenigstens aufgestellt, um besser ge-
sehen zu werden. Wenn ich das hier schon
einsetze, so geschieht es nur, um eine lange,
weitschweifige Zitatenreihe abzukürzen, denn
die als Beweise wirkenden Stellen folgen ja
doch unten und die Hieroglyphentabelle ver-
weist auf die einzelnen Gruppen. Ein ver-
stümmelter, eingepferchter Drache ist auf einer
Stange aufgestellt und daß das im Gegensatz
steht zu dem vorher abgebildeten Throne, ist
klar genug. Nun sehen wir aber auch, daß
die mit dem sonderbaren Dache versehene
Stange eine ähnliche kleinere Schaustellung
sein soll, hier aber sicher nicht der auf der
Stange stehende Drache, sondern ein längerer