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0062 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 62 (Color Image)

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doi: 10.20676/00000193
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bar vor den drei hypothetischen Namen und
vor den Anzeichen eines Todtenfeldes jener
verkrümmte gezeichnete Hase steht, der in seiner
stark stilisierten Form so augenfällig im Gegen-
satz steht zu dem so lebendig und fast amüsant
gezeichneten Häschen in Z. 3. Der Gegen-
satz, welcher, was die Ausführung des For-
malen betrifft, zwischen den einzelnen Hiero-
glyphen besteht, ist so überraschend, daß man
sich wundern muß, wie wenig Gewicht die
bisherigen Behandler der Inschriften darauf
legten. Würde jemand, dem man die beiden
Häschen außer dem Zusammenhang zeigte,
jemand, der auch nur ein Fünkchen Formen-
sinn hätte, vermuten, daß diese so grund-
verschiedenen Figuren von derselben Hand
gezeichnet sind? Sicher niemand, nur die Ge-
lehrten sehen solch „minderwertige", jeglicher
schulmäßigen Akribie entbehrenden, aber leider
recht oft die Lösung bringenden Dinge nicht.
Es geht durch all diese Inschriften dieser er-
staunliche, im Anfang geradezu faszinierende
Zwiespalt: mit wenig Strichen meisterhaft ge-
zeichnete Dinge, meistens Köpfe und daneben
stümperhafte Verschiebungen, Verzerrungen,
Verkrampfungen. Das verlangt, wie wir sehen
werden, das überaus geniale Schriftsystem so,
hier ist ein rein äußerlicher Wink, die Form
nicht zu verachten, und dieser „minderwertige"
Wink giebt dem Dilettanten, denn auf diesem
Gebiete, das wir leider brauchen, sind wir
nun einmal nicht auf der Höhe „wissenschaft-
lich geschulter, mit Kollegientattest versehener
Akribie", die Möglichkeit, Luft zu schaffen.
Wir stehen also hier in derselben komischen
Lage, wie in mehr wie einem kritischen Falle
der Anthropologie gegenüber; was jeder Un-
mündige, jedes Kind, jeder im Land, nur nicht
der Anthropologe erkennen kann, die Unter-
scheidung höherer und niedrigerer Rassen, ist
„wissenschaftlich gar nicht nachweisbar". Auch
dem gegenüber bin ich Dilettant, aber es
liegt mir hier sachlich nahe, die Verwunderung
über ein Diktum nicht zu unterdrücken, dies
Resultat tiefsinniger Forschungen und ent-
sprechender Entdeckungen lautete: die Hethiter
sind ein Mischvolk von Etruskern und Ariern.
Wie hier „gemischt" worden ist, das werden
wir im Folgenden, wo sich die Brände, die
Pfähle, die herausgeholten Eingeweide und
die Kreuze erklären werden, sehen.

Wenn wir den Körper des erstarrten Häs-
chens in Z. 5 uns genauer ansehen, so können
wir die Ähnlichkeit seiner Form mit dem
geschlachteten kopflosen Tiere, das auch in
der Gruppe der Doppelkreuze Z. 2 den Unter-
satz bildet, nicht verkennen. Die ganze große
Gruppe, die auf das Kreuz folgt, enthält offen-
bar die Aufzählung von furchtbaren Opfer-
arten: Kreuzigung, Verbrennung, gespaltene
Scheiben, den Keil und endlich unter der
Doppelscheibe und dem Gehörn eine in einem
Zapfen drehbare Scheibe, jene pilzartige
Figur, die in diesem Zusammenhange klar wird.
Gerade diese letzteren Dinge erinnern uns
sofort an die donnernde, für Brandopfer be-
stimmte Scheibe, das Widerspiel der Sonnen-
scheibe der Agramer Mumienbinden und die
ganze Gruppe ist wieder mit der eben er-
wähnten peitschenförmigen Hieroglyphe ab-
geschlossen, also scheinen auch hier wieder
die Lokalitäten angegeben zu sein, an denen
derartige Ritualien stattfanden. Darauf nun
folgt zwischen zwei Schuhen die Gruppe mit
dem verkrümmten Hasen, an dessen linkem
Ohr ein Strich nach unten hängt. Vor ihm
steht wieder die gespaltene Scheibe und da-
vor noch ein Schuh, ja Schuhe kehren vor
den peitschenförmigen Schlußhieroglyphen in
den folgenden Gruppen wieder. Der Teil der
Zeile, die nun über beide Füße des Löwen,
den Schweif und den Zwischenräumen hinläuft,
muß eine Art Fazit des Vorhergehenden ent-
halten. Dieser letzte Abschnitt ist dadurch
merkwürdig, daß sich zwei übereinander
stehende Hieroglyphen: eine Art Toreingang,
in dem eine kleine Figur erscheint mit zwei
nach außen mit den Spitzen gewendeten Halb-
kreisen und eine aus drei Senkrechten mit
schrägem Strich nach hinten wiederholen, ja
in beiden Fällen folgen ihnen wieder zwei
gleiche Zeichen, von denen das erstere der
Schädel ist. Die ersteren zwei, übrigens häufig
vorkommenden Zeichen, erscheinen aber schon
in Z. 1 fast sofort hinter dem Namen des
Hauptdämons und noch einmal, nur durch die
Hieroglyphe des „Überwucherns" und des „Ge-
fährlichwerdens" unterbrochen, am Schluß von
Z. 2 und in beiden Zeilen folgt hinter ihnen
wieder der stilisierte Schädel und ein ziemlich
großer halber Bogen. Daß hier dieselben
Worte, dieselbe feste Phrase wiederkehrt, ist