National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0073 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 73 (Color Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000193
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

vollkommen deckend; denn auch sie besteht
aus zusammengerückten Zitaten. Wir werden
aber rasch in der Lage sein, das Passende
auszuwählen und dann die Rekonstruktion der
so seltsam zerzupften und verwirrten Original-
stelle gewinnen.

[Avestan script lines]

F. Wolff l. e. S. 291 gibt folgende Über-
setzung:
Darauf stürmte weiter heran das dreimäulige
Ungeheuer, (des) Wesen übel ist, so also
denkend: „diese Herrlichkeit, die unnahbare,
werde ich erfassen!" — Da richtete sich gegen
ihn (i. e. gegen dies Wesen) von hinten her
Ātar, auf (der Sohn) des Mazdâh Ahura,
also mit Worten sprechend: „Zurücke! laß
dir das gesagt sein, o dreimäuliges Ungeheuer
Dahâka! Wenn du diese, die unnahbare
(Herrlichkeit) festhältst, werde ich dich am
Hinterн (mit Flammen) aussprühen, an (deinem)
Maul werde ich emporleuchten, damit du künftig
nicht mehr herankommen kannst zu der ahura-
geschaffenen Erde, um alles, was zum Aša
gehört, zu verderben."
Es geht aber schon aus dem oben (32) Ge-
sagten hervor, daß diese übrigens so fast völlig
sinnlose und lächerliche Stelle zur Deckung des

hier Vermuteten und, wie wir bald sehen
werden, mit vollem Recht Vermuteten nicht
ausreichen kann, sondern daß gerade die
Schlußpartie, die uns auch das Porträt des
Schandbuben bringt, noch eine andere Stelle
verlangt. Damit haben wir dann das aus rätsel-
haften Gründen zerrissene und zersprengte Roh-
material zusammen, um die furchtbare Stelle,
die übrigens den Originaltext des Bannrituals
verhüllt, herzustellen. Dann hat alles Sinn,
der Vorgang ist beinahe sofort klar, denn
Parallelen fehlen, wie wir unten sehen werden,
nicht. Diese Stelle ist geradezu die Unter-
lage des Ganzen, was ich hier vorlege, sie ist
die Unterlage aller Geheimkulte, Guhyatantras,
aller Wetterzauberei, alles Hagelsieder- und
Hexentums.

Zamyâd-Yašt 19, 43:

[Avestan script lines]

F. Wolff l. c. S. 290.
Der sprach also in der Versammlung:
„minderjährig bin ich, (noch) nicht volljährig;
wenn ich (erst) volljährig sein werde, will ich
die Erde mir zum Rad machen; will ich
den Himmel zum Wagen machen; will ich
herabholen den Spenta Mainyav aus dem
lichten Hause der Lobes, will ich herausgehen
machen den Anra Mainyav aus der abscheu-
lichen Hölle".
Die beiden Stellen sind natürlich zu um-
fangreich, um ganz hier angepaßt werden zu
können. Aber aus der zweiten Stelle ergibt
sich unabweisbar die Erklärung der Scheibe
im letzten Drittel der Zeile und „des Lobes"
oder wohl richtiger „der Stimme" die des
Blitzes mit der darüber gezeichneten Donner-