National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0087 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
die Reihe der vier kurzen Senkrechten und
der Pfahl. Auch die hier beginnende Figur
(Z. 1) hinter dem Sprecher, eine Variante des
Schädels, geht dem Dämonenkopf unmittelbar
in Z. 2 voraus, während in Z. 4 noch eine
nach unten gedrehte ausgestreckte Hand ein-
geschoben ist. In Z. 2 also steht der Dämonen-
kopf zwischen den zwei Hieroglyphen des
Anfangs. Diese Einschiebung kann nur Sinn
haben, wenn der Sinn der beiden Hieroglyphen,
die also selbständige Worte sind, sich im
allgemeinen mit dem des Dämonenkopfes
deckt. Daß dies richtig ist, geht daraus hervor,
daß damit die Gleichung dieses Kopfes mit
dem Fig. 19, Z. 1 usw. vollgeschriebenen
Dämonennamen erwiesen und damit die Be-
deutung des Striches über der Figur als
Zitationszeichen festgestellt ist. Die Lücke
im Anfang von Z. 1, Fig. 21 macht es uns
leider unmöglich, die Beziehung, die der Anfang
zu dem merkwürdigen Zeichen der umge-
drehten Berglandschaft, in die ein Hammer
eingeschlagen ist, irgendwie zu bestimmen,
aber da diese offenbar sehr wichtige Figur
noch zweimal vorkommt, lohnt es sich vielleicht,
sie anzufassen. Hiermit aber fassen wir
Stellen an, die uns freilich zunächst zwingen,
die Inschrift des Löwen wegzulegen, die uns
aber die Lösung des so ungemein schwierigen
Problems bringen. In beiden Fällen Z. 2 und
Z. 4—5 liegt eine ziemlich lange, fast voll-
kommen gleiche Stelle vor. Auch scheinen
in der jetzt durch Absplitterung des Ecks
arg verstümmelten ersten Zeile wenigstens
fünf Hieroglyphen, die auf das große Zeichen
folgten, die gleichen zu sein. Die Unter-
schiede der beiden Hauptstellen bestehen
zunächst darin, daß oben die ganze Stelle mit
einer noch andersartigen Kolonne vermehrt
nur das eine Lesezeichen, den Halbkreis hat,
auf den noch das, wie wir annehmen, bezug-
nehmende Zeichen folgt, während in Z. 4
insofern eine Teilung des Ganzen zum Aus-
druck gebracht ist dadurch, daß vor dem großen
umliegenden Hauptzeichen, das doppelte Lese-
zeichen eingesetzt ist, während das vorher-
gehende selbst schon einer längeren so be-
zeichneten Reihe dadurch zugeschoben wird.
Ein Zeichen aber, das oben dreimal vorkommt,
(es ist die Fessel) ist unten in allen drei Fällen
durch ein ganz eigentümliches Gebilde ersetzt
und dies Gebilde ist dasselbe, das unten noch
einmal, wie spezialisiert, folgt, noch einmal
oben mit dem doppelten Lesezeichen ver-
sehen ist und unten mit dem Halbkreis, auf
den aber noch einmal das doppelte Lese-
zeichen folgt. Es bestätigt sich also unsre
obige Annahme, daß ein Zitat aus dem Kontext
vorliegt. Es ist ferner beachtenswert, daß
dem Hauptzeichen jedesmal der Flügel und
die vier kleinen Senkrechten folgen, die auch
in dieser Inschrift eine hervorragende Rolle
spielen müssen, und der Umstand, daß sie
auch dem dämonischen Tierkopf in Z. 2 folgen,
legt den Gedanken nahe, daß diese Gruppe
irgendwie mit den zuletzt behandelten in Be-
ziehung oder vielleicht im Gegensatz steht.
Ganz merkwürdig ist nun die in beiden Fällen
schließende Gruppe, deren Mittelfigur ein un-
bärtiger Kopf mit hoher spitzer Mütze und
Nackentuch ist, jedesmal unter einem Bogen,
der füglich nichts anders als der Himmel sein
kann. Daß ein Dämon so abgebildet werden
kann, ist ausgeschlossen. Beachtenswert ist
ferner, daß dieser Kopf als Mittelstück der
der Gruppe vor sich in Z. 5 jenes Zeichen
hat, das bald darauf noch einmal folgt und
das im folgenden vom Halbkreis begleitet,
eine offenbar sehr wichtige Rolle spielt. Auf
der Priesterinschrift von Jerabis, Fig. 22, weist
die linke, allen noch erhaltene Hand der
Priesterfigur auf eine Gruppe von Zeichen,
die am Ende von Zeile 2 stehen, er legt die
Spitze seines Doppelstabes zwischen dem
Bogen, der hier über dem Kopf mit spitzer
Mütze steht, und neun, je zu dritt zusammen-
gerückten kleinen Senkrechten und einem
Zeichen, das dem hier kommentierten Zeichen
mindestens nahe verwandt ist, übrigens dort
in Z. 6 noch einmal stark verändert vorkommt.
Das Zeichen muß also zerlegt werden und
gibt dann wahrscheinlich ein ganz entschei-
dendes Wort. Eine ganze Reihe von Varia-
tionen bietet allerdings in kursiven Formen
die große wohlerhaltene Inschrift von Babylon
Fig. 28, (Z. 2, 3, 4, 6, 7) und wie hier in In-
schrift 21 mit doppeltem Lesezeichen und noch
einmal mit dem Halbkreis versehen die auf-
steigende Stufe folgt, so erscheint diese Figur
dort nicht weniger wie siebenmal, allein nir-
gends so direkt aneinander gerückt wie hier,
sie findet sich auch dreimal auf dem Löwen
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