National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
die Nachweisung iranischer, also sicher nur
medischer Elemente und die durch Abbildung
von Blitzzauber erwiesene, durch den Avesta
selbst gestützte Tatsache, daß wir die Geheim-
sprache der Rasna oder Rasena erwarten
können, ist die Pforte der Erkenntnis des Rätsels
offen. Fassen wir also das Rätsel von der
letzterwähnten Unterlage aus an, so muß, da
die zwei Zeilen eine ganze Menge Hieroglyphen
enthalten, schon dadurch die Lösung kommen.
Der Ausgangspunkt, den Inhalt dieser zwei
Zeilen (Z. 3, 4) festzustellen, ist ein sehr
sonderbarer. Wir müssen davon ausgehen,
welche Hieroglyphe in der ganzen, als eine
Linie zu betrachtenden Reihe diejenige ist,
um die sich der übrige Text gruppiert, und
diese Hieroglyphe bildet zwar hier das Ende
von Z. 3, ist aber im Originaltext der Mittel-
punkt des Ganzen: die mit Streifband versehene
Doppelscheibe und das Gehörn darunter.
Wenn wir nun das unmittelbar darauf folgende
betrachten, so kann uns nicht entgehen, daß
eine aus sieben Kolonnen bestehende Reihe
überleitet zu jenem seltsamen Bild von zwei
Zeichen, das in der Mitte die Bezeichnung
der zwei kleinen Bogen hat. Darauf folgt
nun wieder eine längere Reihe bis zum Schluß,
dessen groteske Formen schon oben betont
worden sind. Da sich das kopflose Tier der
ersteren Gruppe in Z. 4 in der vorletzten
Hieroglyphe des Schlusses wiederholt, aber in
einen Bogen gestellt, so muß diese Tierfigur
bei dem zweifellos rituellen Vorgang eine ent-
scheidende Rolle spielen. Dieser rituelle Vor-
gang kann sich nur um dies Schlachtopfer
handeln. Es ist zu beachten, daß es im Schluß
gleichsteht dem Stierkopf der parallelen Hiero-
glyphe, ferner daß vor dem Centralbild mit
der Scheibe eine Gruppe steht, die etwas
unregelmäßig angeordnet in zweiter Kolonne
Hieroglyphen bietet, die genau so am Schluß
des ersten Drittels des Ganzen, umgestellt mit
der Scheibe dazwischen am Anfang vor-
kommen, während die erste der Kolonne der
schraffierte Topf in Z. 4 wiederkehrt. Die
ersten zwei Zeichen aber dieser Gruppe wieder-
holen sich so nicht mehr im Texte, aber die
allererste, das gestielte Gesicht, erscheint in Be-
gleitung der Rauchwolke am Anfang hinter
einer merkwürdigen Gruppe, deren Spuren
hinter der sehr abgeriebenen Mitte von Z. 3,
selbst beschädigt, doch noch zu erkennen
sind. Eine derartige Larve mit dahinter auf-
steigender Rauchwolke kann nur Spuk dar-
stellen sollen. Jedesmal folgt auf diese beiden
Zeichen des Pfahl mit den zwei schrägen Linien
am Fuß, der auch die nächsten Gruppen be-
gleitet, und ganz groß als Anfang von Z. 4
auch das Mittelbild mit der Doppelscheibe,
ja er kehrt gegen Schluß wieder und zwar
unter einer Figur, die wieder die gespaltene
Scheibe darstellt, aus der ein eiförmiges Ding
heraustritt. Diese rein äußerliche Gliederung
des abenteuerlichen Textes zeigt uns in all
ihren Absätzen völlig den Vorstellungskreis
der sogenannten etruskischen Texte, in erster
Linie der Agramer Binden, daß der Versuch,
Worte dieser satanistischen Texte hier mit Hiero-
glyphengruppen gleichzusetzen, aus diesen
zwei Zeilen heraus allein schon berechtigt ist.
Schwierig scheint freilich in manchem Falle,
besonders, was die beschädigten Zeichen be-
trifft, die Bestimmung, was die Hieroglyphen
vorstellen sollen, aber das Ganze ersetzt,
der Kommentar ergänzt und die Methode ist
richtig.
Wir haben oben gesehen, daß das zweite
Zeichen, das wie ein Horn aussehende, welches
in der Mittelgruppe vorkommt, die Anfangs-
hieroglyphe des dämonischen Namens ist, der
in den Inschriften Fig. 19, 20 usw. eine so große
Rolle spielt und so vielfach verändert auftritt.
Hier erscheint er zwar nicht mit der Variante
dort, aber es ist zu beachten, daß der schraffierte
Topf, der bisweilen, vgl. Fig. 29, an die Stelle
des hornartigen Zeichens tritt, gleich am An-
fang und am Schluß der einleitenden Z. 2 so
vorkommt. Dieser Topf muß also eine ganz
wesentliche Eigenschaft des Dämons sein, von
dessen Kult und offenbar grausamen und
verbotenen Kult in Z. 3, 4 die Rede sein muß.
Schon am Schluß von Z. 2 hat diese Gruppe
mit dem Topf die Begleithieroglyphen einer
kleinen Blume und eines Schuhs und ebenso
in Z. 3 und zwar zweimal; denn die be-
schädigte Stelle gibt noch deutlich die Um-
artiges Zeichen folgt, sehen wir in Z. 3 am
Anfang den Kopf des Böckchens, dann die
Larve mit der Rauchwolke und dazwischen
die Zwinge, aber ohne Nebenlinien, und an
dritter Stelle noch deutlich genug den Umriß
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