National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0146 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
das Volk als eine behexte dämonische Geburt
aus einer Scheibe dargestellt wird; aufstrebend
und bewehrt dringt es nach, aber die Peitsche
folgt und nach Lücken im Text der nieder-
tretende Schuh und noch einmal die Peitsche.
Die folgende Gruppe hält an der Hieroglyphe
für das Volk fest, schließt aber daran jenes
komplizierte Zeichen an, von dem schon oben
die Rede war. Hier ergibt es sich als halb
ausgebildet, es soll also das Bestreben, Opfer
furchtbarer Art zu bringen, wie beabsichtigt aus-
gedrückt werden; die Opfer finden in einem
versteckten Raume statt. Wieder folgt das
drohende Emporwachsen des Volkes der Scheibe
und das Zeichen dafür dahinter, wieder die
Hieroglyphe Volk und die Brandscheibe und
der Abstieg nach unten, der Schuh über dem
Volk und ebenso die Peitsche. Die nächste
kleinere Gruppe bringt wieder den oberen
Teil des Brennofens, Mann, Frau und Kind, die
Eindringlinge zwischen den Tempelpyramiden;
den Hebel, das Schandzeichen, die Betonung
der elastischen Art und die Nase. Es folgen
nun eine Reihe kleinerer Gruppen.
Warum diese kleineren, ziemlich lose an-
gereihten Gruppen hier nachfolgen, ergibt sich
später aus dem Texte selbst. Wir zählen sie
hier zunächst der Reihe nach auf. Die Eindring-
linge zwischen den Pyramiden, vernichtet; der
Brennofen, Mann, Frau und Kind; die Ein-
dringlinge, die Hebel angesetzt, die dämonische
Existenz; die geteilte Scheibe, das Aufsteigen
des Verwesungsqualms, die geteilte Scheibe,
das Volk und seine scheinbare Gefügigkeit und
doch Geschlossenheit; die Eindringlinge; das
Schandzeichen und eine beschädigte, scheinbar
die geteilte Scheibe; das Opfertier aufgepflöckt über
dem Gebäude mit dem verschlossenem Raum
unten, dahinter ein quer liegender, von einem
Haken durchbohrter Ring, dessen Sinn der
Text erklären wird, und ein paar halbabgerie-
bene Figuren.
Z. 6. Hier erscheinen ziemlich wirre Gruppen,
die außerdem durch Lücken entstellt sind, was
von ihnen erklärbar ist, wird der Text selbst
lösen. Es singt die wichtigste ist die Gruppe mit dem
grotesken Pferdekopf, von dem schon oben die
Rede war. Es sind drei kleine Gruppen hinter-
einander: ein Pfahl mit einem Bogen darüber,
offenbar die angedrohnte Strafe und daneben
das Schandzeichen, dessen Sinn bald sich klar
ergeben wird, und das Zeichen für die Ein-
dringlinge. Dann: der dämonische Tierkopf
mit dem starren Auge, dem Verwesungszeichen
als Ohr, ein umgestürztes Schandmal, die
Hieroglyphe für Mann, Frau und Kind und
endlich: ein seltenes, der Peitsche ähnliches
Zeichen, das aber, obwohl angeähnelt an die
Grundform derselben, doch keine Peitsche sein
kann: hier muß, und das ergibt sich aus anderen
Mitteln schon als sicher, ein Eigenname vor-
liegen, wie denn auch in den erwähnten Gruppen
ebenfalls Namen stecken.
59.
Die Schwertinschrift von Marasch (Fig. 20)
ist ein Gegenstück zu der Figur des eben
behandelten Löwen, aber leider viel schlechter
erhalten. Bis auf kleine Lücken, die nicht viel
stören, sind nur vier Zeilen (2—5) ganz auf uns
gekommen, dazu kommt gut die Hälfte der
ersten Zeile und ihr Schluß, eine sechste Zeile
ist bis auf einige hochstehende Zeichen und
obere Teile von anderen ganz verloren. Die
nahe Verwandtschaft mit Fig. 19 ergibt sich
schon aus dem ganz gleichartigen Anfang, aber
vor dem Anfang steht, wie oben erwähnt
wurde, nicht etwa der Stifter der Inschrift,
sondern eine große, die ersten vier Zeilen
zusammenfassende Hieroglyphe eines grotesken
bärtigen Mannes. Er hat keinen Mund, hat also
nichts zu sagen, das Gesicht, mit schematischem
Bart, unter der Mütze ist ein etwas verschobenes
auf eine Spitze, die in andere Formen übergeht,
gestelltes Viereck mit starrem Auge. Es ist
das übertragene Schema eines Zeichens, das
in der Inschrift sebst vorkommt. Von Z. 2 an
ist das erste Zeichen, welches hinter dem Manne
den eigentlichen Text beginnt, verändert in ein
Zeichen, das zwei kleine Quadrate neben der
kleinen Senkrechten zeigt, was wir also oben
Tempelpyramiden nannten, ist durch Vierecke
ersetzt und zwar setzt die Veränderung schon in
der Mitte von Z. 1 ein in einer wirr angeordneten
Gruppe, die aber ein Anfangslesezeichen,
also ein doppeltes Doppellesezeichen hat,
zwischen dem zwei längere, schräge Linien als
ungewöhnlich auffallen.
Die maßgebende Form kann aber nicht
dies Quadrat allein sein; es muß der Grundge-
danke des umgestürzten und stummgemachten
Elements zum Ausdruck kommen und dieser
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