National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0157 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
wobei übrigens Spuren des ägyptischen Origi-
nals sich hinüber retteten, durchfühlen, so ist
trotz des noch Unsicheren unter Beihilfe der
Bilder klar, daß an keinen anderen Inhalt mehr
gedacht werden kann. Gehen wir also weiter
zurück, so liegen uns die magischen Worte
C·M·A·M vor, die zum Verständnis der ab-
scheulichen Zeile nötig sind. Die Bedeutung
ist eben erwähnt, es gilt also die Zeichen
dafür festzustellen. In Z. 2 bietet sich keine
Möglichkeit sie aufzufinden, ebensowenig am
Schluß der Z. 1 und die Mitte dieser Zeile
hat eine unersetzliche Lücke, aber die erste
Hälfte ist erhalten. Sie wirkt mit Ausnahme
des sich in Fig. 19 wiederholenden Anfangs
höchst sonderbar durch ihre Häufung von
Zeichen einfacher und komplizierter Art und
durch die nur schlecht festgehaltenen Kolonnen,
die nur durch die Lesezeichen notdürftig
auseinander gehalten werden. Inmitten dieser
Zeichen erscheinen mehrere mit Veränderungen
sowohl in der Figur selbst, als auch durch
Zutaten, aber zwei fallen sofort auf: es sind
dies die Zeichen, die wir oben Brennöfen
nannten, der erste hat im Innern zwei kleine
Senkrechte, der zweite aber ist leer, aber
beiden folgen die Doppelbögen. Wir stehen
offenbar in Beziehung zueinander, vielleicht
im Gegensatz. Beiden folgen dieselben Zeichen.
Das erste ist jedesmal die Gruppierung von
drei kleinen Senkrechten mit einer Schrägen
nach rückwärts, das zweite das oben erwähnte
Männchen, des Tages, zwischen den Furchen.
Das deckende Zeichen aber, dem wir oben
die Bedeutung C, des Siegels, gegeben haben
am Schlusse des Wortes U·P·U·N·C fehlt. Wir
bekommen also hier keine Entsprechung, aber
der Gedanke liegt nahe, daß in beiden Fällen
Namen vorliegen, daß also die Unterlage für
C·M·A·M anderweitig gesucht werden muß. Es
sind leider zerstörte Zeichen da, aber wir
können sie später mit Sicherheit ergänzen aus
anderen Mitteln. Wenn wir überlegen, daß
hier das weltbewegende, das Normal-C vor-
liegen muß, unten aber der einzelne Fall eines
einzigen Aufleuchtens der Sonne an einem
Tage, werden wir uns nicht wundern, die
Zeichen verändert zu sehen, sie stehen beide
übereinander in der nächsten Kolonne und
zwar so, daß das Mittelstück der gehobene
Teil des Deckels von oben gesehen die Erde
darstellt, die durch die Schräge durchfurcht
wird, das ist C·M und das zweite Zeichen
darunter noch nicht zum Sturze geschädigt,
ist die also unbeschädigte ewige Dauer A·M.
Was vor allem wichtig ist, ist der Umstand,
daß der etruskische Text hier überhaupt beginnt
und nicht weiter gesucht zu werden braucht,
wo etwa die beginnenden Zeilen stehen. Es
liegt also das letzte Drittel des etruskischen
Textes vor, mit Namen bezeichnet, wo das
Ritual seine Rolle spielte und mit eingehendem
Kommentar versehen, der Rest aber fehlt.
Da die Inschrift des Löwen von Marasch durch
den gleichen, aber merkwürdig kommentierten
Anfang nahe legt, es könnte hier etwas Ähn-
liches, vielleicht der Anfang und vielleicht auch
der Schluß sich ergeben, versuchen wir in der-
selben Methode auch diese staunenswerte,
wahrhaftig unerhört merkwürdige Inschrift
anzufassen. Wir haben oben die Inschrift in
Absätze gegliedert, auch den Inhalt nach den
Bildern zu erfassen uns bemüht und sind zu
dem Resultat gekommen, daß ein innerer
Zusammenhang der Schwertinschrift Fig. 20
mit Fig. 19 bestehen muß. Wir erkannten in
dem Streifen auf dem Rücken eine Einleitung,
in den zwei Zeilen des Körpers aber fünf
Absätze, mit einer eingeklammerten Glosse,
der wohl einen Namen bietet, in dem noch
umfangreichen Rest aber Kommentare, die
sich an die Glosse anpassen müssen.
Wir werden also den Haupttext in den
fünf Absätzen, die an der Seite stehen, er-
warten müssen und deshalb auch da beginnen.
Die ersten zwei Absätze sind länger als die
folgenden drei, was durch die Größe der
vorkommenden Zeichen, der Tierköpfe und
Kreuze, erklärlich sein mag, aber auch unten
sind neben vielen einfachen Zeichen sogar sehr
große Darstellungen. Die Stelle nun, wo wir
mit Erfolg einsetzen können, der sofort das
Bisherige bestätigt, liegt in der ersten Zeile
(Z. 2). Nehmen wir an, daß wir mit Recht
den ersten Teil der etruskischen Entstellung
des ägyptischen Textes vor uns haben, so
bietet sie uns eine Stelle, deren Sinn einer
fast die Frage entscheidenden Gruppe bietet.
Nehmen wir also Zeile 2 dieses Textes:
TU·M·HAR·XU·T·I·I·U·C und vergegenwärtigen
wir uns den Sinn derselben: „diese dämonische
Liebe ist die Spukgestalt, die zum Stier wird,
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