National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0168 Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1
The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 / Page 168 (Color Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000193
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

ist also eine Verwandlung, Weiterentwicklung
mindestens des stilisierten Männchens. Er
muß mit dieser seiner Weiterentwicklung
zwischen Blitzen zu den drei Hieroglyphen
TURA·RASNA vorher gehören, ferner ist zu
beachten, daß er in dieser zentralen Stellung
halb über sich das ungewöhnliche Zeichen
zweier kurzer Striche hat. Ferner ist zu
beachten, daß inmitten der Wucherpflanze, die
in Z. 5 auf die Blitzgruppe folgt, die
mittlere Spitze eine deutliche Annäherung an
die seltsame dreikantige Spitze, die das Zeichen
in dieser Inschrift zeigt, (wir werden erfahren,
warum) bietet. Aus all dem ist klar, daß der
Begriff des Geborenwerdens, oder direkt des
Sohnes dem Zeichen zugeschrieben werden
muß. Wenn wir nun für die erste Blitzgruppe
in Z. 4 annehmen, daß der Lautwert des
Blitzes mit den vier Strichen TIN ist, so kann
dem folgenden Männchen dem Sinne nach,
den die Bildergruppen bieten, nur die Bedeutung
S zugeschrieben werden. Wenn wir also vor-
tastend und gestützt auf die Texte der Agramer
Mumienbinden, einige Worte, die bereits ent-
scheidend genannt werden können, fanden, so
bleiben doch zwischen den gewonnenen Gruppen
bedeutende und anscheinend schwierige Lücken.
Vor allem fragt es sich, welchen Lautwert die
gegen oben gerichtete Zunge, die himmel-
schreiende Donnerstimme, haben kann, was
zu lösen dadurch besonders schwer scheint,
als eine Kombination mit dem Worte TIN sich
ergeben muß, ferner verlangt, bevor wir weiter-
gehen, die Gruppe von der bewehrten Hand
an die Lösung; ferner, wenn die dieser Gruppe
vorhergehende Blitzgruppe also TIN·S entspricht,
was bedeutet dann das nachstehende schon
sichere PE, das noch einmal in gleicher Höhe
den bewehrten Arm, aber nur hier, begleitet
und dann noch einmal in der wirr angeordneten
Gruppe unter der Doppelscheibe folgt? Der
Ausgangspunkt für die Lösung der letzteren
Frage liegt zweifellos in der Hieroglyphe des
bewehrten Arms und der so dominierenden
Doppelscheibe. Wir sehen die Scheibe über
drei Zeichen, deren Wert wir bereits kennen:
dem halben Bogen I, der Stange TI und dem
Männchen, dem Sohne S und in gleicher
Höhe mit der Zunge über TI. Ebenfalls in
gleicher Höhe, wie ein Gegenstück, wenn auch
ein lose stehendes zu der Zunge steht das S

hinter dem bewehrten Arm. Wir sehen also
wieder eine ganze Gruppe von Zeichen zu
einem Bild zusammengerückt, wie offenbar
einfache nicht verbindbare Zeichen behandelt
werden, so daß die Anordnung in Kolonnen
unterbrochen wird. Wir haben die seltsamen
Gesetze, die in einem solchen Falle eintreten,
schon oben beobachtet und müssen hier
offenbar ebenso vorgehen.
Es liegt offenbar wieder die Teilung in eine
obere und untere Hälfte vor. Ein Zeichen,
das anscheinend noch der vorhergehenden
Gruppe angehört, steht zuerst noch oben,
dann aber unter der Scheibe noch einmal; es
muß also zum Ausdruck gebracht sein, daß
dies Zeichen PE heruntergestiegen ist durch
das, was die über dem zweiten PE stehenden
Zeichen, also Scheibe und Halbscheibe I aus-
drücken, ja es muß weiterhin für das zweite PE
die Gleichung S, aber unten auf der Erde
bestehen; das Ganze schließt dann die Blitz-
linie TI mit der Zunge darüber ab und das
Resultat ist PEN·RASNA·TURA·RASNA. Es muß
also die durch den Blitz, der gegen Himmel
schreit, bewirkte Auslese eines sonst verwor-
fenen, wertlosen Menschen (P·E·N) zu einem
RA·S·NA „einer auserwählten Person", eines
„ewig zur diabolischen Liebe" (TU·R·A) be-
stimmten, zu einem RA·S·NA zum Ausdruck
kommen. Die Hieroglyphe, die den ganzen,
aus den Mumienbinden bekannten Akt einleitet,
kann nur der bewehrte Arm sein, der hier mit
demselben athetierenden Schuh bezeichnet ist,
wie der Name des Hauptteufels in Z. 1, 2 und
seiner Manifestation am Schlusse von Z. 3,
die ja ebenfalls als RASNA bezeichnet ist. Es
muß durch die bewehrte Hand zum Ausdruck
gebracht sein, daß ein durch PE bezeichnetes
Wesen, das dann dem S (Sohne) gleich gilt,
vom Himmel herabsteigt und durch dieses
Herabsteigen erfolgt offenbar die Blitzweihe
unter Donner und die Erhebung zum RASNA.
Die bewehrte Hand nun ist kein einfaches
Zeichen, sondern nicht nur ein bewegliches,
sondern wahrscheinlich auch teilbares. Vor
allem ist die fast ornamentale Verlängerung,
die den Vorderarm umschreibt, abzulösen, wie
wir oben (54) bereits berührt haben, und wenn
wir den Daumen und die Handwurzel mit
abnehmen, so erhalten wir eine Modifikation
des Drachenkopfs. Die Fingerpartie und die