National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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| 0175 |
Die Teufel des Avesta und Ihre Beziehungen zur Ikonographie des Buddhismus Zentral-Asiens : vol.1 |
| The Devils of Avesta and their Relationship to Iconography of Buddhism in Central Asia : vol.1 |
Citation Information
OCR Text
Tag) in einen Kegel gefahren, hat ihn vergrößert
und bleibt mit ihm verbunden. Wir sehen
den Vorgang in den zwei kleinen Hieroglyphen
übereinander dargestellt. Aus der etwas lädierten
Paarung, die ein Wort bieten muß, das auf
N endigt, ist der Geopferte als Geist — die
Mumienbinden würden ihn ägyptisch CA,
etruskisch TE nennen, — als einfachere Blitz-
linie, selbst durch die Stielung als transzendent
bezeichnet, wie eine elektrische Ladung herab-
gefahren in die hier ziemlich kantigen und
großen S, also in den Priester, der ihn ge-
schlachtet hat, der nun seinerseits der Sohn
(S) des Spuks geworden und also zu der großen
Kegelpyramide, die zwei Seelen enthält, auf-
gewachsen, gleichsam mit dem Spuk, dem
neuen Kegel geschwängert und als sein eigner
Sohn verjüngt. Da dieser Spuk aber in
Blitzform herabkam und wohl über seine
Befreiung aus irdischer Gebrechlichkeit etwas
ungehalten ist, so donnert er auch, er knattert,
wie ein Schuh (diese Hieroglyphe ist ein
verhöhnender Ausdruck für die unglaubliche
Vorstellung), und obwohl auch so noch über-
irdisch und gestielt, donnert er nach unten
und gibt dem Priester jene uns lächerliche
Donnerwaffe, die die etruskische Inschrift von
Pesaro drastisch so persifliert, daß sie sagt,
der Verstorbene hätte ausgepfiffen. Setzen wir
die lateinische stolze Übersetzung FULGURIATOR
ein, so haben wir die Lösung und damit die
Grundlage alles Magier- und Hexentums, das
auch Swedenborg einst erwähnte. Es handelt
sich also jetzt nur darum, die richtigen etrus-
kischen Worte einzusetzen. Gelingt das, können
wir getrost weitergehen; denn wie die Hiero-
glyphenformen beweisen, sind Variationen
dieser Magie der Inhalt der etruskischen Texte
in den Inschriften, fast ohne Ausnahme. Ge-
winnen wir so viel Wörter, so wird auch die
Figur unter der zweiten Scheibe notgedrungen
ihrer lautlichen Bestimmung nicht entschlüpfen.
Bevor wir hier nun das letzte entscheidende
Wort sagen, bevor wir die schon fast sicheren
etruskischen Werte in diesen Absatz einsetzen,
bevor wir ferner den grotesken Anfang im
einzelnen vornehmen, wollen wir lieber bis
zum Schluß, also bis zum ersten Drittel von
Z. 5 vorgehen. Es folgt auf den schon oben
besprochenen Anfang des bewaffneten Arms
und des Schuhs eine ziemlich große Gruppe,
deren erste und große Hieroglyphe, der oben
(54) bereits besprochene Thron mit dem Kreuze
im Untergestell uns an die Doppelkreuze er-
innert. Die nun folgenden, ziemlich unregel-
mäßigen Kolonnen schließen zweifellos mit
einer Kolonne, die mit der vorhergehenden ge-
gabelten Figur die Worte IX·NE·LA·T RAS·NA
bieten. Über der gegabelten Figur erscheint
eine Variante jenes Zeichens, das wir oben
RAUM oder wohl richtiger RA·T·UM lasen, und
eine nur leicht veränderte Form dieses Zeichens
folgt einem ziemlich großen S unmittelbar
hinter dem Throne. Sachlich ist also schon
klar, daß eine Erklärung des Begriffs RAS·NA
„der Person der Auswahl" vorliegen muß.
Denn derselbe Stamm RA erscheint in anderen
Bildungen zweimal im vorhergehenden und
das zweite Mal sicher in solcher Stellung, daß
die Bezugnahme auf den Schluß unabweisbar
ist. Wenn wir die oben vorkommende Form
RA·T·UM lesen, so könnten wir eine der beiden
hier erscheinenden mit RA·UM gleichsetzen und
es scheint, daß die erstere, die noch den Quer-
strich zwischen der Decklinie und den drei
Geraden hat, die dafür geeignete ist; dann
muß also, abgesehen von den Folgerungen für
die Hieroglyphe RA·T·UM, was ihre Elemente
betrifft, die Variante vor dem Schluß eine ganz
andere Bedeutung haben, die durch die Be-
seitigung dieses Trenners zum Ausdruck ge-
bracht ist. Der Gedanke, daß hier ein Paralle-
lismus vorliegt, der aber die parallelen Wörter
variiert, ist nicht abzuweisen, wenigstens können
wir es versuchen, diesem Gedanken zu folgen.
Aus den übrigen, in Etrurien selbst erhaltenen
Resten etruskischen Schrifttums, wie aus den
Agramer Bindentexten wissen wir aber, daß
nichts beliebter ist in diesen magischen Texten
als das Spielen mit Vokalwechsel, so haben
wir dort die endlosen Spielereien mit CA und
CE, mit VA und VE, mit LA und LE und als Haupt-
thema fast mit RA und RE. Nehmen wir also
an, daß die letzte Variante vor dem Schluß
als Gegenstück zu vorherigen RA·UM ein RE·UM
ist, so muß das Vorhergehende diese Bestim-
mung sein, daß jemand, und dieser jemand kann
nur der Opferer sein, ein RE „eine Sonne"
geworden ist. Die Hieroglyphen nun, welche
den Zwischenraum zwischen RAUM und REUM
ausfüllen, sind sonderbar; sie geben die Ko-
lonnenbildung auf und repräsentieren eines
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